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Löschfahrzeuge
Pommersfelden: Zwei Oldies müssen länger laufen
In Steppach soll dieser Magirus-Deutz ersetzt werden, den die Feuerwehr vor rund 20 Jahren gebraucht aus Frankfurt am Main erhalten hatte.
In Steppach soll dieser Magirus-Deutz ersetzt werden, den die Feuerwehr vor rund 20 Jahren gebraucht aus Frankfurt am Main erhalten hatte. // Feuerwehren der Gemeinde Pommersfelden
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Pommersfelden – Die Gemeinde Pommersfelden hätte gerne die Aufträge für zwei neue Fahrzeuge erteilt. Doch das Unterfangen scheiterte. Jetzt hofft man auf die Septembersitzung des Gemeinderats.

Sie werden wohl noch eine Weile durchhalten müssen: Die beiden Löschgruppenfahrzeuge vom Typ LF 16 der Feuerwehren Pommersfelden Limbach und Steppach stammen aus den 1980er Jahren und sind beide schon rund 40 Jahre alt.

Sie sollen durch Neufahrzeuge ersetzt werden, was sich allerdings nicht ganz einfach gestaltet. Lediglich die Beladung der beiden Fahrzeuge konnte in der Ratssitzung abschließend behandelt werden.

Auftrag scheitert: keine Angebote

Gerne hätten die Gemeinderäte in der Sitzung den Auftrag für die Lieferung der neuen Feuerwehrfahrzeuge vergeben. Nur: Es ging leider nicht. Nach der Ausschreibung waren keine Angebote eingegangen. Und das bei einem Auftragsvolumen für die beiden Fahrzeuge von zusammen 700.000 bis 800.000 Euro.

Laut Feuerwehrbedarfsplan sollen ein Mittleres Löschfahrzeug für die Feuerwehr Pommersfelden-Limbach und ein Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik für die Feuerwehr Steppach gekauft werden.

Wie steht doch als Zitat des Oberverwaltungsgerichts Münster über dem Bedarfsplan: „Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss.“ Der Gemeinde Pommersfelden dürfte das durch einen Großbrand am Jahresende 2021 noch gut im Gedächtnis verankert sein.

In Steppach vieles vorhanden

Die Feuerwehrführungkräfte im Landkreis Bamberg – Kreisbrandrat Thomas Renner, Kreisbrandinspektor Tobias Schmaus und Kreisbrandinspektor Jörg Raber – waren bei der Ausarbeitung des Bedarfsplans federführend tätig.

Etwa genau so betagt wie das alte Löschgruppenfahrzeug aus Steppach ist der Mercedes-Benz, der bei der Feuerwehr Pommersfelden-Limbach Dienst tut.
Etwa genau so betagt wie das alte Löschgruppenfahrzeug aus Steppach ist der Mercedes-Benz, der bei der Feuerwehr Pommersfelden-Limbach Dienst tut. // Feuerwehren der Gemeinde Pommersfelden

„Wir wollen damit die Leistungsfähigkeit unserer Wehren optimieren, zum Schutz unserer Gemeinde mit all ihren Einwohnern“, kommentierte Bürgermeister Gerd Dallner das umfangreiche Werk. Unterzeichnet haben die Kommandanten der vier Wehren in der Gemeinde: Matthias Lechner für die Feuerwehr Oberndorf-Weiher, Frank Derrer für die Pommersfeldener, Lukas Meyer für die Sambacher Feuerwehr und Armin Stumpf für die Feuerwehr Steppach.

In Ermangelung von Angeboten für die neuen Fahrzeuge konnten in der Sitzung lediglich deren zukünftige Beladungen und damit der kostenmäßig kleinere Teil in Auftrag gegeben werden. Für Pommerfelden-Limbach sei die Ausstattung des Fahrzeugs mit 41.527 Euro etwas umfangreicher als die für das Steppacher Fahrzeug, erläuterte Jörg Raber als Kreisbrandinspektor und Gemeinderat.

Pommersfelden: Lange keine neue Ausrüstung für Feuerwehr

In Steppach sei „von Haus aus vieles bereits vorhanden“. Daher werde für Steppach nur eine kleine Teilbeladung als Ergänzung notwendig. Bei der Pommersfeldener Wehr gebe es jedoch Nachholbedarf, da seit langem keine Ausrüstungsgegenstände mehr angeschafft worden seien.

Nun hoffen Bürgermeister Dallner und seine Verwaltung, dass wenigstens bis zur Septembersitzung „wertbare Angebote“ für die Fahrgestelle und die speziellen Aufbauten eingehen. Denn die Lieferzeit für die Spezialfahrzeuge beträgt etwa zwei Jahre. Kämmerer Fedor Glinka hat sich sogar auf Kosten zwischen 800.000 und 900.000 Euro eingestellt.

Fördermittel kürzlich erhöht

„Wenn’s günstiger wird, sind wir alle froh. Durch den Ukraine-Krieg, die Energiekrise und die Pandemie sind die Preise extrem in die Höhe gegangen, ja sie haben sich fast verdoppelt“, sagte Glinka.

Darauf habe sogar schon die Staatsregierung reagiert: Die Förderpauschalen seien um dreißig Prozent erhöht worden. „Die Verbände kritisieren bereits seit Langem, dass die Pauschalen nicht mehr zeitgemäß sind“, beklagte Jörg Raber. Selbst die Erhöhung der Zuschüsse entspreche nicht der tatsächlichen Preissteigerung.

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