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Herzogenaurach
Schwere Zeit für Störche: Rettungsaktion der Feuerwehr
Es gibt viele Störche auf den Dächern der Sparkasse. Der junge Storch (unten) konnte sich aus seiner Lage nicht mehr selbst befreien.
Es gibt viele Störche auf den Dächern der Sparkasse. Der junge Storch (unten) konnte sich aus seiner Lage nicht mehr selbst befreien. // Ulrich Wirth
Herzogenaurach – Die Feuerwehr befreit einen Jungstorch aus einer misslichen Lage auf dem Dach der Sparkasse. Gerade jetzt ist eine schwierige Zeit für den Stochen-Nachwuchs.

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der Jungstörche vorwitzig werden: Die ersten Ausflüge aus dem Horst stehen an, und damit unvermeidlich verbunden auch die ersten Bruchlandungen. Wenn der Nachwuchs flügge wird, landet er nicht selten eine Etage tiefer auf dem Boden. Ohne dass Adebar junior schon gelernt hat, wie man sich wieder in die Lüfte schwingt.

Die Wehr kam mit der Drehleiter.
Die Wehr kam mit der Drehleiter. // Ulrich Wirth

Vielleicht hat ein Jungtier aus einem der fünf Nester auf den Dächern der Sparkasse am Dienstagabend auch so einen Befreiungs-Hopser gemacht. Oder machen wollen. Jedenfalls landete der gefiederte Freund plötzlich am Ende des steilen schrägen Dachs und blieb an einem Gitter hängen, bevor er auf die Straße abstürzen konnte. Zu weit weg allerdings vom Horst, um sich dorthin zurück zu hangeln. Und – leider – auch für die Elterntiere unerreichbar.

Behutsam nahmen die Feuerwehrleute Adebar junior vom Dach.
Behutsam nahmen die Feuerwehrleute Adebar junior vom Dach. // Ulrich Wirth

Storchenfreundin hat aufgepasst

Zum Glück hat Christine Schobert das Tier in seiner misslichen Lage entdeckt, als sie durch die Hauptstraße fuhr. Ihr Blick gilt täglich den Storchennestern in der Stadt, so schätzt sie die stolzen Großvögel doch sehr und achtet darauf, dass alles in Ordnung ist. Und deshalb hat die Beutelsdorferin auch schnell reagiert.

Der Einsatz mit der Drehleiter  weckte bei den Passanten großes Interesse.
Der Einsatz mit der Drehleiter weckte bei den Passanten großes Interesse. // Ulrich Wirth

Die Feuerwehr wurde informiert, dass sich ein junger Storch offenbar in einer aussichtslosen Lage befand und menschlicher Hilfe bedurfte. Schnell eilten die Wehrleute herbei und brachten das Tier mit Einsatz der Drehleiter in Sicherheit. „Sie waren toll, haben das super gemacht“, lobt die Storchenfreundin.

Hilfe im Tiergarten Nürnberg

Der junge, knapp drei Kilogramm schwere Storch hatte den Rutscher in die Tiefe offenbar unverletzt überstanden. Er wurde noch am Abend in die Tierauffangstation in den Tiergarten Nürnberg gebracht, wo er mit anderen Jungstörchen in den nächsten Wochen hochgepäppelt und in die Freiheit entlassen wird. Um dann, wie es Christine Schobert hofft, gesund und munter in den Süden zu fliegen.

Das Tier wurde vorsichtig in einer Decke gehüllt.
Das Tier wurde vorsichtig in einer Decke gehüllt. // Ulrich Wirth

23 Horste gibt es in diesem Jahr in Herzogenaurach, was einschließlich des Nachwuchses deutlich über hundert Tiere bedeutet. Herzogenaurach entwickelt sich weiterhin zu einer Storchenstadt.

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