Die Regierung von Mittelfranken ordnet in Abstimmung mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für Freitag, 1. Mai, bis Sonntag, 3. Mai 2026, Luftbeobachtung an, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen. Die Waldbrandgefahr in Mittelfranken habe jüngst deutlich zugenommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung.
Hauptursache ist demnach die fortschreitende Austrocknung der obersten Bodenschichten in den Wäldern. Weiter werden fehlende Niederschläge, anhaltend hohe Temperaturen und auffrischender Wind, der dem Boden Feuchtigkeit entzieht, genannt.
Waldbrandgefahr Erlangen-Höchstadt: Luftbeobachtung angeordnet
Zusätzlich verschärfe die noch nicht vollständig ausgetriebene Vegetation die Lage in den Wäldern, heißt es weiter. Der schützende Effekt von Blättern und Pflanzen, die Schatten spenden und die Feuchtigkeit im Boden halten, fehle demnach oft. Gleichzeitig steigt die sogenannte Brandlast, also leicht entzündliche trockene Gräser, Laub und abgestorbenes Pflanzenmaterial.
In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. „Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten – sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung“, heißt es. Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist im Zeitraum der Befliegung keine grundlegende Entspannung der Lage zu erwarten, nicht ohne ergiebigen Regen.
Wegen Waldbrand: Luftrettungsstaffel Mittelfranken im Einsatz
Die Flüge finden nachmittags statt, wenn die Waldbrandgefahr wegen steigender Temperaturen und Freizeitaktivitäten am größten ist. Wegen des schönen Wetters und des verlängerten Wochenendes werden viele Menschen in Wäldern unterwegs sein.
Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt. Neben dem Piloten befinden sich speziell ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden an Bord.
Hier werden die Wälder in der Region beobachtet
Sie überwachen relevante Wälder und suchen nach Brandgefahren. Sollte ein Brand entdeckt werden, wird die Feuerwehr per Funk alarmiert und zur Brandstelle geleitet.
Folgende Stützpunkte der Luftrettungsstaffel übernehmen die Einsätze: Ansbach-Petersdorf (Freitag), Weißenburg (Samstag) und Rothenburg (Sonntag). Beflogen wird eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen.
Tipps für Waldbesuche in Mittelfranken
So können gefährdete Wälder wie der Sebalder und Lorenzer Reichswald sowie das westliche Mittelfranken aus der Luft gut eingesehen und auf Rauchentwicklung kontrolliert werden. Gefährdet sind laut Pressemitteilung vor allem lichte Kiefernbestände und stark besuchte Wälder. Die Regierung von Mittelfranken trägt die Kosten der Luftbeobachtung aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.
Folgende Regeln sollten eingehalten werden:
- Melden Sie Waldbrände unverzüglich über die Notrufnummer 112.
- Beachten Sie das Rauchverbot im Wald: Vom 1. März bis zum 31. Oktober ist das Rauchen im Wald untersagt.
- Entzünden Sie kein Feuer (auch kein Grillfeuer) im oder am Wald.
- Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto.
- Parken Sie Fahrzeuge nicht auf leicht entzündbarem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen, da heiße Fahrzeugkatalysatoren Brände auslösen können.












