Advent
Herzenswünsche werden erfüllt
Für die Kleinsten ist es immer ein besonderes Erlebnis, wenn der Nikolaus kommt. Der Wünschewagen hatte den Bischof mit im Gepäck.
Für die Kleinsten ist es immer ein besonderes Erlebnis, wenn der Nikolaus kommt. Der Wünschewagen hatte den Bischof mit im Gepäck.
Timm Schamberger
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Herzogenaurach – Der Wünschewagen des ASB hat zum Nikolaustag einen ganz besonderen Gast an Bord gehabt.

Der Wünschewagen Franken/Oberpfalz vom Arbeiter-Samariter-Bund hat am Nikolaustag das sechste Türchen des Lebendigen Adventskalenders der Stadt Herzogenaurach geöffnet. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass der Wünschewagen bei uns in Herzogenaurach beheimatet ist und von hier aus letzte Wünsche von schwerkranken Menschen aus ganz Nordbayern erfüllt“, sagte Michael Dassler, Dritter Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Neben ihm waren noch ASB-Landesgeschäftsführer Jarno Lang, Andreas Schönfelder, der Geschäftsführer des ASB Erlangen-Höchstadt, sowie die Wünschewagen-Projektkoordinatorin Andrea Bänker vor Ort.

Mit Nikolaus und Knecht Ruprecht

Das ASB-Regionalvorstandsmitglied Jürgen Nopper sorgte als Nikolaus für leuchtende Herzogenauracher Kinder-augen. Jürgen Seiermann vom ASB Erlangen-Höchstadt mimte den Knecht Rupprecht.

Nikolaus und Knecht Rupprecht - Zwei ASB-ler schlüpften in die Gewänder.
Nikolaus und Knecht Rupprecht - Zwei ASB-ler schlüpften in die Gewänder.
Timm Schamberger

Letzte Wünsche wagen – das ermöglicht der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes, heißt es in einer Pressemitteilung des ASB. Das rein ehrenamtlich getragene und ausschließlich aus Spenden finanzierte Projekt erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort. Die Fahrt an das Wunschziel ist für den Fahrgast und seine Begleitung kostenlos.

Auf die Bedürfnisse abgestimmt

In der vorweihnachtlichen Dämmerung ist der Sternenhimmel dieses Spezialfahrzeugs zur Geltung gekommen. Denn es geht darum, den Menschen mit einer schlimmen Diagnose noch einmal die Sterne vom Himmel zu holen, ihnen Zauberstunden zu vermitteln und damit einen Weg zu zeigen aus dem Schrecken heraus in eine Gestaltungsfreiheit, trotz allem schöne lebenswürdige Stunden zu erleben und dem Sandmann Lebensfreude abzutrotzen.

Moderatorin Claudia Belzer interviewt ASB-Geschäftsführer Jarno Lang.
Moderatorin Claudia Belzer interviewt ASB-Geschäftsführer Jarno Lang.
Timm Schamberger

„Der Wünschewagen setzt dort an, wo die Möglichkeiten der Hospize, Pflegeeinrichtungen und auch der Angehörigen aus personellen oder auch finanziellen Gründen enden“, sagt Andrea Bänker. „So können Wünsche, wie zum Beispiel ein gemeinsamer Familienausflug, die Fahrt zu einem lebensgeschichtlich bedeutsamen Ort, ans Meer oder der Besuch eines Konzerts oder eines Fußballspiels durch das Wünschewagen-Team erfüllt werden.“

Dritter Bürgermeister Michael Dassler (Zweiter von rechts)  empfing die Gäste.
Dritter Bürgermeister Michael Dassler (Zweiter von rechts) empfing die Gäste.
Timm Schamberger

Der Wünschewagen ist gezielt auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt: Spezielle Stoßdämpfer, eine Musikanlage sowie ein harmonisches Konzept aus Licht und Farben verschönern die Reise. Eine Rundum-Verglasung bietet einen Panoramablick auf die Umgebung. Zugleich verfügt das Fahrzeug über eine moderne notfallmedizinische Ausstattung, damit das ASB-Team im Notfall professionelle Hilfe leisten kann.

Dieser Teddy war mit im Gepäck.
Dieser Teddy war mit im Gepäck.
Timm Schamberger

Die Wünsche können entweder vom Fahrgast selbst oder von seinen Angehörigen gestellt werden. Alle weiteren Details werden natürlich vorab mit den Fahrgästen sowie deren Kontaktpersonen persönlich abgesprochen.

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