Ferienprogramm
Zum Glück nur kurz im Knast
Hinter Gittern: Wie sich das anfühlt, konnten die Kinder beim Ferienprogramm der Polizei erleben. Im Bild die Haftzelle mit Stefanie Meier von der Höchstadter Dienststelle
Hinter Gittern: Wie sich das anfühlt, konnten die Kinder beim Ferienprogramm der Polizei erleben. Im Bild die Haftzelle mit Stefanie Meier von der Höchstadter Dienststelle
Foto: Evi Seeger
Höchstadt a. d. Aisch – 60 Kinder besichtigen die Höchstadter Polizeiwache. Sie lernen dabei auch zwei besondere Helfer kennen.

„Kinder hinter Gittern!“ Was sich wie eine Horrormeldung anhört, war natürlich nur ein riesiger Spaß. Für Kids im Alter zwischen sechs und zehn Jahren öffneten sich als Teil des Ferienprogramms die Tore der Polizeiinspektion Höchstadt. Besichtigt wurde auch eine Haftzelle, die sich im Keller der Dienststelle befindet. Für eine Nacht können dort Personen, beispielsweise Betrunkene, untergebracht werden.

„Wir zeigen euch, wie die Polizei funktioniert“, sagte bei der Begrüßung Sabine Röhrer, die Leiterin der Polizeiinspektion, den Kindern. Die waren aus Höchstadt, Adelsdorf, Hemhofen, Röttenbach, Wachenroth und der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt Tag gekommen. Könnte durchaus sein, dass sich bei einigen von ihnen der Berufswunsch „Polizist“ eingestellt hat.

Einblick ins Einsatzfahrzeug

Michaela Rosenthal und Stefanie Meier ließen die Kids einen Blick in die tägliche Arbeit der Polizei werfen. „Wir gehen heute einfach als Bürger in die Polizei und schauen uns das Gebäude, die Einsatzzentrale und die Haftzellen an“, richtete sich Rosenthal an die jungen Besucher. Part von Stefanie Meier war es, die Kids mit einem Polizeifahrzeug und was es alles „an Bord hat“, vertraut zu machen: „Sirene und Blaulicht“, kam von den Kindern wie aus der Pistole geschossen. Natürlich kamen auch Blaulicht und Kelle zum Einsatz.

Was außerdem an Ausstattung ins Polizeiauto gehört, war weniger bekannt: „Ein Funkgerät ist beim Einsatz sehr wichtig“, erklärte die Polizistin. Zum Staunen brachte die Kinder schließlich, dass sich auch ein Beil, ein Zeichenbrett und eine Schutzausrüstung im Auto befanden. Zudem waren ein schwerer Helm, für besonders gefährliche Einsätze im Fahrzeug. Handschellen, wie die Besucher vermuteten, hätten die Polizisten ohnehin immer dabei.

Zwei ausgebildete Hunde

Dann gab es für die Kinder noch einen besonderen Höhepunkt: Hundeführer Christoph Trapp von der Hundestaffel in Nürnberg war mit zwei ausgebildeten Polizeihunden nach Höchstadt gekommen. Im Garten zeigte er den Kindern, was seine Tiere so alles können.

Organisiert hatte diesen Tag Jeanette Exner. Um die vielen Anmeldungen auf die Reihe zu bringen, hatte die Stadträtin alle Hände voll zu tun gehabt. Dafür dankte ihr Michaela Rosenthal mit einem Präsent.

Am Ende nahmen sechzig Kinder aus Höchstadt und Umgebung an dem begehrten Aktionstag teil. Sie gingen sicherlich mit vielen Erinnerungen nach Hause.

 

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