„Die Kirche besteht nicht aus toten Steinen, sondern aus lebendigen Menschen.“ Diese Kernaussage der Predigt von Pfarrer Thomas Ringer beim Pfarrfest dürfen auch die sechs neuen „Minis“ auf sich beziehen. Im Familiengottesdienst wurden sie in ihre Aufgaben als Messdiener eingeführt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einer Band aus Adelsdorf und Thomas Lochbrunner am Piano.
Zusammen mit dem Pfarrfest der Gemeinde Sankt Leonhard wurde auch das Jubiläum der Kirchenerweiterung gefeiert. Am 7. Juli 1974 wurde das baulich vergrößerte Gotteshaus neu eingeweiht. Unter dem damaligen Pfarrer Johann Kriebel wurde in den Jahren 1972/73 die Kirche um zwei Seitenschiffe erweitert. Bereits 1322 sei eine Kapelle des heiligen Leonhard erstmals urkundlich erwähnt, ließ Christiane Kolbet, Gästeführerin aus Höchstadt, bei der Kirchenführung wissen.
Christine Kolbet führt durch St. Leonhard
In zwei gut besuchten Führungen brachte sie den Besuchern die Geschichte der Kirche nahe. Der Chorturm und Teile des Langhauses stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das übrige Langhaus sei 1735 dazu gekommen. Damals habe auch der Turm seine Zwiebelhaube bekommen. Gleichzeitig sei die Kirche barockisiert worden und das prächtige farbenfrohe Deckengemälde entstanden.
Das Deckengemälde von Johann Anton Axmann zeige in der Mitte die Schmerzhafte Dreifaltigkeit, den so genannten Gnadenstuhl, wie er in der benachbarten Wallfahrtskirche Schlüsselau zu sehen ist. Viel wusste die Führerin auch über den heiligen Leonhard, Schutzpatron der Kirche zu berichten. Das Altarbild zeigt den Heiligen, der um das Jahr 500 lebte, in seiner schwarzen Kutte. Auf seine Anrufung hin seien – der Legende nach – auf wundersame Weise die Ketten von Gefangenen gesprengt worden. Eine eiserne Kette ist auch im Chorraum der Kirche zu sehen.
Fischkal besucht Kirche in Zentbechhofen
Sie soll von einem Angehörigen des Geschlechts der Stiebar stammen, der in sarazenische Gefangenschaft geraten war und dort den Schutzpatron der Gefangenen um Hilfe anrief. Nach der Führung spielte Organist Thomas Lochbrunner. Vor allem die Kinder waren begeistert von dem großen Kircheninstrument. Natürlich durften sie auch einmal die Tasten bedienen. Pfarrer Thomas Ringer ließ die Besucher sogar einen Blick in das Innere der Orgel werfen, das sich durch ein vielfältiges Regelwerk und viele Pfeifen auszeichnet.
Dass Zentbechhofen mit Adelsdorf und Aisch als Pfarrgemeinschaft schon gut zusammengewachsen ist, freute Pfarrer Ringer ganz besonders. Zu sehen war dies angesichts der vielen Besucher aus den beiden Ortschaften, unter ihnen auch Bürgermeister Karsten Fischkal, Altbürgermeister Armin Goß und etliche Gemeinderäte. Die weltliche Feier unterm Zeltdach im ehemaligen Pfarrhof stemmten der Pfarrgemeinderat und viele freiwillige Helfer.
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