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Helferkreise sammeln Spenden
Höchstadt gedenkt Opfern des Ukrainekriegs mit Konzert
Der Kirchenchor Ulsenheim beim Charity-Konzert in der Fortuna Kulturfabrik Höchstadt.
Der Kirchenchor Ulsenheim beim Charity-Konzert in der Fortuna Kulturfabrik Höchstadt. // Peter Lorz
Signet des Fränkischen Tags von Peter Lorz
Höchstadt – Helferkreise laden zu einem Spendenkonzert für die Opfer des Kriegs in der Ukraine nach Höchstadt. In der Kulturfabrik Fortuna beeindruckt Ukrainerin. Ein Helfer berichtete aus dem Kriegsgebiet.

In der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt fand ein großes Charity-Konzert statt. Geladen hatten die Helferkreise aus Höchstadt, Gutenstetten und Ulsenheim. Neben viel Musik gab es auch noch Bilder aus der Ukraine zu bewundern, zum größten Teil wurden diese von Kindern aus den umkämpften Gebieten gemalt. Christian Plätzer, Leiter des Höchstadter Heimatmuseums, bekam von Viktoriia Vecherniy ein schön gemaltes Bild des alten Rathauses, das Kinder der Marija Prymatschenko Kunstschule nach Fotografien gemalt haben. Diese bekannte Kunstschule in Iwankiw wird schon seit längerem durch den Höchstadter Helferkreis unterstützt, auch das dortige Krankenhaus bekommt Hilfsgüter aus Höchstadt.

Ursula Pfäffin-Nefian, Birgit Brehm, Tanja Schmidt, Leiterinnen der einzelnen Helferkreise, haben das Programm erarbeitet und mitgestaltet. Der Kirchenchor Ulsenheim machte den musikalischen Beginn und brachte viele sakrale Lieder in Perfektion. Nach diesem reinen Frauenchor kam der Höchstadter Liederkranz, in gemischter Aufstellung. Mitten in der Darbietung hatte der Chor mit einem Stromausfall zu kämpfen, was das Keyboard verstummen ließ. Der Dirigent Johannes Först zeigte hier volle Coolness und machte mit dem Chor a-cappella weiter, an den Stellen, wo Klavier-Soli vorgesehen waren, improvisierte Först mit vollem Körpereinsatz und das Publikum machte begeistert mit.

Spendenkonzert in Fortuna: Helfer aus Höchstadt unterstützen Schule in Ukraine

Die Pause wurde vorgezogen, zum Glück war der Kaffee schon gekocht. In der Pause unterhielt das Saxofon-Quartett „Four Sax“ die Gäste im alten Heizhaus. Bei Kaffee, Kuchen und Häppchen konnten sich die Gäste stärken und Gespräche suchen und den Saxofon Klängen lauschen. Nach einer halben Stunde war dann auch wieder Strom da, und mit Mikrofonunterstützung konnte ein junger Höchstadter Helfer von seiner Zeit in der Ukraine berichten. Mit Hilfstransporten direkt an der Front war er zur Weihnachtszeit unterwegs und brachte eine kleine Episode mit: Wie die Helfer in einer Schule für 140 Ukrainer ein kleines Weihnachtswunder und Hoffnung brachten.

Etliche Zuschauer wohnten der Veranstaltung bei.
Etliche Zuschauer wohnten der Veranstaltung bei. // Peter Lorz

Es war ein sehr emotionaler Tatsachenbericht dieses mutigen Helfers. Stellvertretender Landrat Martin Oberle, sprach ein kurzes Grußwort. Oberle zeigte auf, dass die Friedenskonferenz in der Schweiz einen Lichtblick sende, um den Krieg beenden zu können. Im Ensemble „Klangfreunde“ sangen Marin und Anette Oberle mit; geleitet wurde das Ensemble von Johannes Först. Es wurde a-cappella von den sechs Künstlern Sangeskunst auf allerhöchstem Niveau dargeboten.

Sängerin aus der Ukraine beeindruckt bei Spendenkonzert in Höchstadt

Zum Abschluss blieben Anastasiia Yanovska und Johannes Först auf der Bühne, Anastasiia die vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine nach Höchstadt geflohen war, begeisterte im Zusammenspiel mit Först als Sopranistin. Bei einem ihrer Lieder, in Ukrainisch vorgetragen, standen nicht wenigen Zuhörern die Tränen in den Augen. Mit einem tosendem Schluss-Applaus dankten die Zuhörer allen Akteuren des Nachmittags.

Die drei Organisatorinnen bedankten sich noch bei allen Künstlern, Helfern, Gästen und der Stadt für die Unterstützung. Da alle Künstler und Helfer hier ehrenamtlich tätig waren, kann mit Spenden und Einnahmen ein guter Betrag für die Humanitäre Ukraine-Hilfe erwirtschaftet werden. Dieses Geld geht zu 100 Prozent in die Ukraine-Hilfe.

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