Seit er sechs Jahre alt ist, spielt er im Verein. Irgendwann will er als Profi-Fußballer sein Geld verdienen – so wie seine großen Idole beim Lieblingsverein FC Bayern München. Zumindest für die TV-Karriere hat der elfjährige Luis nun schonmal den ersten Baustein gelegt, nämlich in einem Studio in Berlin, wo er für eine Folge der Show „Klein gegen Groß“ vor der Kamera stand.
Bewerbung bei „Klein gegen Groß“ vor drei Jahren
„Wir haben uns da schon vor über drei Jahren beworben“, erzählt der Erlanger. „Wir wurden auch genommen, aber dann musste man so ein Vorstellungsvideo drehen und das haben wir irgendwie nie gemacht, weil dann auch Corona dazwischenkam und so.“
Vor einigen Wochen habe es ihn aber schließlich gepackt. „Luis hat zu mir gesagt: Wir müssen das jetzt endlich machen“, erzählt Mama Jennifer Hack. Und prompt, zwei Tage später, habe eine Frau vom Sender angerufen und gefragt, ob Luis Lust habe, in der Show aufzutreten. Dass der Elfjährige, der die Sendung seit Jahren begeistert schaut, sofort an Bord war, versteht sich von selbst.
„Wir hatten nur zwei Wochen Zeit und mussten dann erstmal alles mit der Schule klären, mit der Arbeit, wir haben eine Genehmigung vom Jugendamt gebraucht“, erklärt seine Mutter. Dann sei es aber auch schon losgegangen, mit dem ICE nach Berlin.
Luis aus Erlangen: Aufregung vor Aufzeichnung im Studio
Am Freitag habe die Familie sich erstmal das Studio anschauen dürfen, am Samstag habe es eine Generalprobe gegeben und dann, am Sonntag, der große Tag. „Das war schon ziemlich cool“, sagt Luis. Ob er auch ein bisschen aufgeregt war? „Auf jeden Fall.“
„Luis musste hinter einem Tor warten und als es losging, hatte er ganz schön Bauchweh“, erzählt Mama Jennifer. „Aber dann hat er das so cool gemacht. Er hat das so gut rübergebracht, ganz lässig, als würde er das jeden Tag machen“, berichtet sie stolz. Seine Eltern und sein großer Bruder Leon hätten im Studio zugeschaut.
75 Fußballer-Porträts zum auswendig lernen
Im Duell gegen Nationalspieler Niclas Füllkrug musste Luis schließlich zwei von einer KI ineinander veränderte Spielerporträts erkennen und zwei weitere Fakten zu beiden Spielern nennen. Für jeden richtigen Namen und Fakt gibt es einen Punkt. Im Vorfeld habe er vom Studio eine Liste mit 75 Spielern bekommen, deren Porträts er auswendig lernen sollte. Die habe er zwar jeden Tag mal angeschaut. „Aber ich kannte eh alle“, erzählt der Elfjährige, der selbst beim BSC Erlangen im Tor steht.
Das Zusammentreffen mit Füllkrug sei für ihn etwas Besonderes gewesen. Zwar fährt die Familie immer wieder mal zu öffentlichen Trainings, zum Beispiel an der Säbener Straße oder zuletzt in Herzogenaurach bei der Nationalmannschaft, im Studio sei Füllkrug aber eben ganz allein für Luis da gewesen. „Das war wirklich cool“, verrät er. „Wir haben schon auch öfter Autogramme geholt und so, aber das ist einfach was anderes, sonst stehen da ja immer noch hunderte andere Fans“, fügt Mama Jennifer hinzu. Ohnehin sei Füllkrug super nett und „cool drauf“ gewesen.
Ausstrahlung am 2. November in der ARD
Ob Luis den Nationalspieler schlagen konnte, ist am Samstag, 2. November, um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen. Nicht mal seinen Freunden oder Verwandten will der Elfjährige das bisher verraten. „Die wissen alle, dass ich da war und die fragen schon immer, ob ich gewonnen habe“, erzählt er. „Aber es ist doch spannender, wenn sie es sich selbst anschauen.“
Neben Füllkrug haben Luis und seine Familie noch einige andere Promis getroffen. Moderator Kai Pflaume sei natürlich dabei gewesen, aber auch Superstar Helene Fischer, Palina Rojisnki, Jorge González, Jan Josef Liefers und Johannes B. Kerner. „Und wir haben mit allen Fotos gemacht“, erzählt Jennifer Hack.
Vor allem Luis dürfte der Auftritt, egal wie er ausgeht, wohl noch lange im Gedächtnis bleiben – und vielleicht war es auch nicht der Letzte. „Er hat schon zu mir gesagt: Mama, das nächste Mal gehen wir zu The Voice Kids“, berichtet Jennifer Hack lachend.
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