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Kulinarische Überraschungen
Höchstadter Weihnachtsmarkt: O du Köstliche!
Der Höchstadter Weihnachtsmarkt lockt seine Besucher mit allerlei Köstlichkeiten.
Der Höchstadter Weihnachtsmarkt lockt seine Besucher mit allerlei Köstlichkeiten. // Frank Türpitz/Archiv
Peter Lorz und Mitglieder der Historischen Stadtwache Franken im weihnachtlich dekorierten Alten Kuhstall.
Peter Lorz und Mitglieder der Historischen Stadtwache Franken im weihnachtlich dekorierten Alten Kuhstall. // Pascal Ferry
Signet des Fränkischen Tags von Pascale Ferry
Höchstadt a. d. Aisch – Auf Weihnachtsmärkten gibt es bloß Maronen und Glühwein? Weit gefehlt: In Höchstadt finden sich auch etliche kulinarische Überraschungen – wie zum Beispiel Honigrotweinpunsch.

An den Abenden öffnet der Weihnachtsmarkt um 17 Uhr zur „Blauen Stunde“, der Zeit nach dem Sonnenuntergang, wenn die Weihnachtsbeleuchtung besonders stimmungsvoll zur Geltung kommt. Am Samstag spazierten ab vier Uhr erwartungsvolle Grüppchen zwischen den verschlossenen Buden umher, in denen bereits geschäftig Köstlichkeiten vorbereitet wurden.

Die Rehwürste, präsentiert von Melanie Beßler, sind der Renner auf dem Weihnachtsmarkt.
Die Rehwürste, präsentiert von Melanie Beßler, sind der Renner auf dem Weihnachtsmarkt. // PascaleFerry
Eine Kutsche sorgt für Romantik.
Eine Kutsche sorgt für Romantik. // Pascal Ferry

Die Kälte trieb viele frühe Gäste ins Eiscafé Venezia, wo sich bei hausgemachtem Apfelstrudel, der dampfend heiß auf den Tisch kommt, trefflich die Zeit vertreiben lässt. Familie Uleri schenkt Glühwein, Starkbier sowie Kinderpunsch aus und bietet frische Mandarinen aus Sardinien an. Nicht nur die Vitamin-C-Bombe ist eine unerwartete Leckerei auf dem Höchstadter Weihnachtsmarkt, er wartet auch mit einer kulinarischen Premiere auf.

Die frittierten Kartoffelspiralen der Firma Zenkel sind sehr gefragt bei Kindern.
Die frittierten Kartoffelspiralen der Firma Zenkel sind sehr gefragt bei Kindern. // Pascal Ferry
Die Historische Stadtwache Franken bot im Innenhof vom Rathaus eine wärmende Gulaschsuppe feil.
Die Historische Stadtwache Franken bot im Innenhof vom Rathaus eine wärmende Gulaschsuppe feil. // Pascal Ferry

Von altbewährt bis exotisch

Am Stand von Josef Beßler, der Schwarzbacher Jagdhütte, gibt es Rehgulasch und -würste. Bereits am Eröffnungsabend war Beßler ausverkauft. Es scheint vielen Besuchern zu gehen wie dem Gast, der sich vor der Jagdhütte die zarten Rehstückchen in sämiger Soße mit wärmender Pfeffernote schmecken ließ und meinte: „Wenn es etwas Besonderes gibt, greife ich immer zu!“ Für sieben Euro ist das Gericht, das ohne Rotwein und ohne Fertigprodukte wie Soßenbinder auskommt, auch für Wild-Neulinge eine erschwingliche Gelegenheit, das magere Fleisch zu probieren.

Vater und Tochter Beßler von der Schwarzbacher Jagdhütte – das hausgemachte Rehgulasch findet reißenden Absatz.
Vater und Tochter Beßler von der Schwarzbacher Jagdhütte – das hausgemachte Rehgulasch findet reißenden Absatz. // Pascal Ferry
Die Historische Stadtwache Franken bot im Innenhof vom Rathaus eine wärmende Gulaschsuppe feil.
Die Historische Stadtwache Franken bot im Innenhof vom Rathaus eine wärmende Gulaschsuppe feil. // Pascal Ferry

Aber auch Klassiker wie die Bratwurst im Brötchen (drei Euro), ein frittierter Kartoffelspieß (3,80 Euro) und natürlich der Baumstriezel (fünf Euro) von Werner Bloos, der mitnichten ein Baumkuchen, sondern ein karamellisiertes Hefegebäck ist, bilden eine gute Grundlage für Heißgetränke mit und ohne Alkohol. Katja Christgau ist wieder mit ihren Langos, den ungarischen Fladenbroten, am Markt. „Das sind die einzigen, von denen ich kein Sodbrennen bekomme!“, so die anerkennende Bewertung einer Höchstadterin.

Frisch zubereitete Baumstriezel von Werner Bloos schmecken den Gästen immer.
Frisch zubereitete Baumstriezel von Werner Bloos schmecken den Gästen immer. // Pascal Ferry
Der Honigrotweinpunsch vom Imkerverein Höchstadt schmeckt sehr kräftig mit einer Honignote im Abgang.
Der Honigrotweinpunsch vom Imkerverein Höchstadt schmeckt sehr kräftig mit einer Honignote im Abgang. // Pascal Ferry

Katja hat die „Altdeutsche Feuerzangenbowle“ (vier Euro) neu in ihrem Sortiment. Die Bowle wird zwar nicht mit einem brennenden Zuckerhütchen präsentiert, punktet aber mit einem kräftigen Geschmack.

Weihnachtlich präsentiert sich der Höchstadter Marktplatz.
Weihnachtlich präsentiert sich der Höchstadter Marktplatz. // Frank Türpitz

Wie der Honigrotweinpunsch (vier Euro) an der Bude des Imkervereins: Er wird alljährlich von Vereinsmitglied Richard Schuster mit Honig aus Erlangen-Höchstadt angesetzt, der für eine himmlische Süße im Abgang sorgt. Mit 3,50 bis vier Euro bewegt sich der Glühweinpreis in Höchstadt im fränkischen Durchschnitt.

Bei Aktionen der Historischen Stadtwache Franken können Kinder etwa Stockbrot am Lagerfeuer zubereiten.
Bei Aktionen der Historischen Stadtwache Franken können Kinder etwa Stockbrot am Lagerfeuer zubereiten. // Pascal Ferry
Massimo Uleri vom Eiscafé Venezia bietet Mandarinen aus Sardinien auf dem Weihnachtsmarkt an.
Massimo Uleri vom Eiscafé Venezia bietet Mandarinen aus Sardinien auf dem Weihnachtsmarkt an. // Pascal Ferry

Wer an diesem Tag genug vom Nieselregen hatte, konnte sich einige Meter weiter in der Hauptstraße im „Töpfla“ bei Bratapfel-Amaretto oder Töpfla-Rumpunsch mit Pflaumensaft, Zimt und Kardamom aufwärmen – ob mit (4,40 Euro) oder ohne Alkohol (2,90 Euro).

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