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Auftakt für Festival hin&herzo
Kunstverein Herzogenaurach ehrt verstorbene Künstlerinnen
Ehemann Timo Bögner und Tochter Tanja Bögner freute der rege Besuch der Vernissage.
Ehemann Timo Bögner und Tochter Tanja Bögner freute der rege Besuch der Vernissage. // Sandra Buchwald
Signet des Fränkischen Tags von Sandra Buchwald
Herzogenaurach – Die Werke zweier Künstlerinnen aus Herzogenaurach wirken auch nach deren Tod. Das zeigt der Kunstverein mit einer Ausstellung im Rahmen des Kulturfestivals „hin&herzo“. Was Besucher erwartet.

Der  Kunst- und Kulturverein Herzogenaurach ehrt mit Dorothee Bögner und Irene Hedwig Hetzler zwei verstorbene Künstlerinnen, die das Erscheinungsbild der Kunstszene der Stadt jahrzehntelang entscheidend geprägt hatten. Für das städtische Kulturfestival hin&herzo stellte die viel beachtete Vernissage die Auftaktveranstaltung dar.

Marina Pilhofer vom Amt für Stadtmarketing und Kultur zeigte sich beeindruckt, wie die Werke der beiden Herzogenauracher Malerinnen deren Geschichten erzählten. Pablo Picasso hätte es schon schon richtig gesagt: Das Werk, das man malt, sei auch eine Art, wie man Tagebuch führe. Und die Gemälde der beiden kreativen Frauen zeigen nun spannende Ausschnitte dieser Tagebücher. Als erste Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins freute sich Brigitte Graf-Nekola, dass die Kinder der Künstlerinnen und viele Gefährten den Einladungen gefolgt waren und Dorothee Bögnerund Irene Hedwig Hetzler dadurch ehrten. Beide hatten sich neben dem künstlerischen Wirken sehr für den Verein eingesetzt.

Künstlerinnen aus Herzogenaurach prägen den Kunstverein 

Irene Hedwig Hetzler hatte den Kunstraum etabliert und wirkte als Mitbegründerin und Grande Dame des Kunst- und Kulturvereins. Dorothee Bögner engagierte sich auch als zweiter Vorstand für die Bedürfnisse des Kunstvereins. Trotz der Gemeinsamkeiten, die die beide Frauen verband, bereicherten sie den Herzogenauracher Kunstverein durch die stilistischen Unterschiede, die einzigartige Kunst und unverwechselbare Handschrift ausdrückten. Genau diese Unterschiede gelten als Basis für Kontrast im Ausdruck als Titel der Ausstellung. Das aufgepeitschte Meer oder die negativen Effekte des Klimawandels – die Gemälde zeigen abstrakt und expressiv die schönen Facetten der Natur, doch auch die Folgen, die Zerstörung der natürlichen Ressourcen bewirkt.

Hetzlers Tochter Isabella, schildert, wie wichtig der Mutter Natur und Tiere waren. Dennoch seien die Gemälde durch die jeweiligen Betrachter frei interpretierbar. Botschaft als Angebot – das sei das Motto gewesen, das für die Künstlerin galt. Abstrakter und verfremdeter arbeitete Dorothee Bögner, die Natur hoch strukturiert darstellt und eigene Stimmung als Basis des Ausdrucks nutzt. Tochter Tanja Bögner zeigt lächelnd das eigene Lieblingsbild der Mutter. „Zeichen / Krieg“ hatte es Mutter Doro tituliert – und das fast wütend wirkende Werk lässt vermuten, das hinter der Schöpfung etwas steckte, was durch Kunst explodieren durfte. Und nun ziert das Bild der Mutter – wie noch ganz viele andere – die eigenen Wände der Tochter. 

Neue Ausstellung des Kunst- und Kulturvereins Herzogenaurach 

„Betrübt und stolz“ sei er, verrät Ehemann Timo Bögner, den als Gast der Vernissage die zahlreichen Würdigungen seiner Frau freuten und der dann auch schmunzelnd erzählte, wie es denn als Ehemann einer Künstlerin ist. Den Schaffensprozess seiner Gattin hatte er natürlich verfolgt und durfte rund ums unfertige Werk auch eigene Meinungen kundtun. Die kritisch angemerkten Punkte habe Frau Doro jedoch dann meist lächelnd abgetan und gesagt, dass das schon passe. „Und dann hatte sie recht“, nickte Bögner. „Sie hatte es ja ganz genau geplant, wie es dann aussieht.“

Die ganze Woche würdigt der Kulturverein nun noch der beiden engagierten und unterschiedlichen Kunstschaffenden Irene Hedwig Hetzler und Dorothee Bögner:

Donnerstag, 18. September: Hommage (15 – 18 Uhr)

Freitag, 19. September: Ausstellung (18 – 20 Uhr)

Samstag, 20. September: Ausstellung (12 – 20 Uhr)

Sonntag, 21. September: Ausstellung (12 – 18 Uhr)

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