Lob vom Bürgermeister German Hacker: „Das Wetter hat sehr gut gepasst.“ Die kleine (Wetter-)Delle am Dienstag war schnell verkraftet. Zum Glück gab es keine Unwetterwarnung und auch die Hitzewelle der Vorwoche war bis zum Beginn der Sommerkirchweih abgeklungen. „Insbesondere die Abende waren wettertechnisch hervorragend“, meint das Stadtoberhaupt. Ein funktionierendes Sicherheitskonzept, kaum Vorfälle um die Kerwa herum und vor allem eine großartige Partystimmung, das ist die Bilanz aus Sicht der Stadt.
Sommerkirchweih Herzogenaurach: So war die Kerwa 2025
Bei den Standbetreibern und Festwirten bestätigt sich der durchweg positive Gesamteindruck. Die Renner bei den alkoholischen Mixgetränken war der Aperol Spritz, dicht gefolgt vom Sarti Spritz. Fruchtig-bitter, erfrischend, perfekt für den lauen Sommerabend. An den Imbissständen waren die Klassiker Schnitzelsandwich, Schaschlik und Bratwurstsemmel sehr gefragt. Zu den Stoßzeiten am Abend bildeten sich teilweise lange Warteschlangen.
Der Start in die Woche war ruhig
Aber Sonntag, Montag und Dienstag ging vergleichsweise wenig über die Theken, wurde berichtet. Diesen Eindruck bestätigt auch Festwirt Mathias Hoehn. Es wird Live-Musik geboten, der Bierpreis mit 11,30 Euro pro Liter Festbier sei im Vergleich human. „Wenn man bedenkt, was in Gaststätten mittlerweile für ein Glas Bier verlangt wird, ist der Preis auf der Herzogenauracher Kirchweih eher günstig“, meint Hoehn. Insgesamt ist er zufrieden, sein Biergarten kommt gut an. Dank der vielen Schirme ist er auch vom Wetter her recht unabhängig. Nur einen Wunsch hat er für das kommende Jahr: Die Herzogenauracher sollten gerne auch an den Montagen und Dienstagen die Kerwa besuchen, dann verteilt sich das besser. Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch. Tolle Musik und freundliche Bedienung gibt es an jedem Tag.
Karnevalsclub Herzogenaurach zufrieden
Der Karnevalsclub (KCH) betreibt den Volkshaus-Keller mit dem eingespielten Team der Vereinsmitglieder. Dort zeigt man sich insbesondere vom Umsatz am Freitagabend sehr zufrieden. Die Basketballer haben in ihrem Biergarten gegenüber dem Vorjahr etwa zehn Prozent weniger Umsatz zu vermelden. Einige kühlere Abende machen schon etwas aus, meint Abteilungsleiter Jürgen Mundt. Er spricht auch von gestiegenen Kosten, die nicht nur den Festwirten, sondern auch den Besuchern zu schaffen machen.
Gut, dass es am Rande des Festgeländes noch den öffentlichen Spielplatz gibt. Zeitweise wurden auf dem Flugzeuggerüst mehr Kinder gezählt als in so manchem Fahrgeschäft. Billig ist ein Kirchweihbesuch gerade für Familien nicht gerade. Positiv ist daher zu werten, wenn beim Spickern oder Luftgewehrschießen beim Einlösen die Punkte auch mal großzügig aufgerundet werden. Oder wenn beim Autoscooter der Kassierer am Mikrofon noch eine Gratis-Zeitzugabe gibt. Für eine Familienkirchweih sind das doch nette Gesten.
Die Feedbackrunde der Stadt mit den Festwirten soll als Leitfaden für das nächste Jahr gelten und die Vorbereitungen so bald wie möglich unterstützen. Frei nach Sepp Herberger gilt: Nach der Kerwa ist eben vor der Kerwa. Man soll sich eben nie zu lange auf Erfolgen ausruhen.













