Aus Franken sind sie genauso wenig wegzudenken, wie der Karpfen und das Bier: Auch in diesem Jahr finden quer durch den Landkreis wieder die zahlreichen kleinen und großen Kerwas statt. In unserer großen Übersicht haben wir viele Termine in Erlangen-Höchstadt zusammengefasst.
Bergkirchweih Erlangen
Eines der Highlights gleich zu Anfang der Kerwa-Saison ist jährlich die Erlanger Bergkirchweih. Sie ist älter als das Münchner Oktoberfest – und auch schöner, wie viele sagen. Kein Wunder also, dass jedes Jahr über Pfingsten die Besucher auf den „Berch“ strömen und unter dem Blätterdach die ein oder andere Maß genießen.
In diesem Jahr geht die Bergkirchweih am Donnerstag, 5. Juni, los und endet wie immer zwölf Tage später am Montag, 16. Juni. 14 Keller, zahlreiche Schausteller, Fahrgeschäfte, Livebands und Buden mit Leckereien garantieren einen unbeschwerten Aufenthalt.
In diesem Jahr gab es schon im Vorfeld eine große Neuerung: Schon Wochen vor dem Berg haben sich die Wirte erstmalig zu einer Vereinigung zusammengeschlossen, denn zum ersten Mal werden mehrere Keller die 14-Euro-Marke bei der Maß Bier knacken – auch wegen der gestiegenen Gebühren der Stadt, die schon seit Längerem ein Zankapfel sind. Um den Familiencharakter des Festes zu erhalten, sollen aber zumindest die Preissteigerungen bei den alkoholfreien Alternativen moderat vonstattengehen.
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Wer auf die Menschenmassen gerne verzichten möchte, findet im Landkreis genug Alternativen, um das traditionelle Kerwa-Ambiente zu genießen. Die Kerwa in Niederndorf am letzten Mai-Wochenende, die Kalchreuther Kirschkirchweih im Juli oder die Kerwas in Weisendorf, Heßdorf oder Wachenroth sind nur einige wenige Beispiele.
Kellerbergkerwa in Höchstadt wird wiederbelebt
In Höchstadt zum Beispiel lockt vom 4. bis zum 6. Juli die Höchstadter Kerwa im Engelgarten. Außerdem findet vom 1. bis zum 3. August zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder eine Kellerbergkerwa in Höchstadt statt. In der besonderen Atmosphäre des historischen Kellerbergs öffnen hier mehrere Kellerberghäuser ihre Türen und gewähren den Besuchern einen Blick ins Innere, bieten Essen oder Getränke an. Auch Livemusik wird geboten sein.
Kirchweihen Herzogenaurach mit großer Neuerung
Auch Herzogenaurach wartet traditionell gleich mit zwei Kirchweihen auf. Ende Juni findet hier die Sommerkirchweih statt, vom 7. bis zum 10. November gibt es dann als eine der letzten Kerwas im Landkreis die Martinikirchweih.
Für die Herzogenauracher Kerwas könnte sich in diesem Jahr allerdings einiges ändern. Nachdem der Deutsche Gewerkschaftsbund vor Kurzem eine Rüge gegen die Stadt eingelegt und deren Praxis der Geschäftsöffnungen an den verkaufsoffenen Sonntagen kritisiert hatte, hat das Landratsamt Erlangen-Höchstadt in einem Beschluss bestätigt, dass die Sonntagsöffnung nur im Innenstadtbereich zulässig ist. Laut Angaben von Bürgermeister German Hacker könnte die diesjährige Sommerkirchweih damit die Letzte sein, bei der auch die Outlets von Puma und Adidas öffnen dürfen. Bei der Martinikirchweih sollen dann nur noch die Geschäfte in der Innenstadt am Kirchweihsonntag öffnen dürfen.
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