Glitzer auf der Haut und Sonne im Gesicht – schon 2022 feierten Junge und jung Gebliebene beim Pondsland Festival in Höchstadt. In diesem Jahr gibt es sogar die doppelte Ladung Musik. An zwei Tagen statt wie bisher an nur einem Tag sorgen diverse DJs für gute Stimmung. Am 5. und 6. Juli wird das Gelände an der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt zum Festival-Ground.
Doch das ist nicht die einzige Neuheit. Damit sich die Besucher keine Sorgen um den Nachhauseweg machen müssen, können sie diesmal einfach auf der Aischwiese nebenan ihre Zelte aufschlagen. „Wir sind begeistert von diesen Möglichkeiten, so lässt sich das Festivalfeeling noch intensiver genießen“, erklärt Tobias Keim, der zusammen mit Georg Niklas, Eva Brehm und Oliver Fischkal das Event ehrenamtlich organisiert.
Musikmix aus Techno, House, EDM
2019 fand das Festival zum ersten Mal statt, seinen Namen verdankt es dem englisch Wort „pond“, also „Teich“. Nach der Corona-Pause ging es 2022 weiter. „Wir hatten Lust, was auf die Beine zu stellen“, erklärt Georg Niklas. Elektronische Musik sei beliebt, außerdem würden die Organisatoren sie selbst gern hören. Die Ausrichtung des Festivals lag also auf der Hand.
„Bisher hatten wir weniger Techno und die Leute haben sich mehr davon gewünscht“, sagt Niklas. Deshalb bekämen die Festivalbesucher in diesem Jahr am Freitag die volle Ladung Techno. Am Samstag gebe es einen Mix aus House, Techno und EDM (elektronische Tanzmusik).
Die Idee, das Festival auf zwei Tage zu erweitern, entstand bereits 2022. Deshalb habe man 2023 ausgesetzt, um das Festival neu zu strukturieren und Erweiterungen, wie den Campingplatz, gut zu planen, erklärt Niklas. Bisher habe es den Besuchern gut gefallen und das Pondsland habe sich einen Ruf aufgebaut. Den habe man nicht gefährden wollen.
Hinter dem Festival steckt viel Arbeit
Trotz aller Begeisterung bedeutet die Organisation auch viel Arbeit, die das Team ehrenamtlich neben dem Job erledigt. „Im Endeffekt beginnt die Planung beim Abbau vom letzten Festival“, erklärt Niklas. Man mache sich direkt Gedanken, was man verbessern oder weiterentwickeln könne. Kaum sei das Festival vorbei, gehe es wieder los: Mit Sponsoren sprechen, die ersten Buchungsfirmen für DJs anfragen, den Ticketverkauf organisieren, die Bühne planen.
Richtig stressig werde es dann sechs Wochen vor dem Festival. „Wir machen sehr viel selber“, erzählt Niklas. Dazu gehöre Plakate aufhängen, Banner aufstellen, Schichten für ehrenamtliche Helfer planen. „In der Woche des Festivals ist es brutal viel mit dem Aufbau. Da haben wir dann alle Urlaub“, so Niklas. Da das Festival diesmal zwei Tage dauere, lohne sich der ganze Aufbau aber immerhin viel mehr.
Wenn es darum geht, wer auf der Bühne steht, bemühen sich die Veranstalter auf die Wünsche der Besucher einzugehen. „Wir haben auf Instagram einen Post gemacht, wo Fans DJs, die sie gern hören, drunter schreiben sollten“, erklärt Niklas. Wer das Festival eröffnen darf, wurde über einen DJ-Contest bei einer Pre-Party im November in der Fortuna Kulturfabrik entschieden (der FT berichtete).
Diese DJs sind dieses Jahr dabei
Das Line-up wird nach und nach auf der Seite des Festivals bekannt gegeben. Mit dabei ist unter anderem Mark Dekoda aus München, der 2023 auf Spotify über 30 Millionen Streams hatte oder Avaion, der in ganz Europa auflegt.
Was auffällt: Frauen sucht man beim diesjährigen und auch bisherigen Line-ups fast vergebens. „Das war vom ersten Tag an Thema“, sagt Niklas. Leider gebe es gerade im EDM-Bereich wenig Frauen und wenn, dann seien sie bereits sehr bekannt und damit zu teuer für das kleine Festival. 2022 sei zumindest ein DJ-Duo aus einem Mann und einer Frau auf der Bühne gewesen. In diesem Jahr könnten sich Besucher am Freitag auf eine DJane freuen. Für Samstag sei man noch am Suchen.„Ich will eigentlich jeden Tag ein bis zwei Frauen“, sagt Niklas.
Ticket-Vorverkauf läuft bisher gut
Mit dem Vorverkauf ist das Orga-Team bisher zufrieden. „Nach einem Jahr Pause haben wir im August mit 100 Tickets gestartet. Die waren in zwei Stunden weg“, erzählt Niklas. Um die 2000 Gäste erhoffen sie sich für das Festival. „Man merkt, dass wir es das dritte Mal machen“, erklärt Niklas. Inzwischen gebe es Stammgäste, die nicht wegen spezieller DJs kämen, sondern einfach, weil ihnen die Veranstaltung gefallen habe.
Wie viele der Besucher auch über Nacht bleiben, sei jetzt noch schwer abzuschätzen. „Ich denke jetzt nicht, dass 1000 Leute campen, aber wir haben auf der Aischwiese sehr viel Platz“, so Niklas. Neben Camping können sich die Besucher auch auf neue Special Effects und Pyrotechnik freuen, verrät Niklas.
„Wir legen viel Wert auf Licht und Tontechik“, erklärt er. Der Klang sei bisher schon gut gewesen, trotzdem wolle man hier noch besser werden. Eine Stärkung zwischendurch liefern vier verschiedene Foodtrucks mit (veganen) Bowls, Pizza, Pasta und klassisch Steak und Bratwürsten.
Noch mehr Festival-Spaß in der Region
Wem ein Festival nicht genug ist, der findet noch mehr Techno, EDM und House beim Open Beatz Festival in Herzogenaurach vom 26. bis 28 Juli. Auf mehreren Bühnen legen hier an drei Tagen diverse Künstler auf.
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