Konzert
Ausnahmepianist zu Gast
Vadim Neselovskyi kommt nach Herzogenaurach.
Vadim Neselovskyi kommt nach Herzogenaurach.
Foto: Vadim Neselovskyi
Herzogenaurach – Vadim Neselovskyi aus der Ukraine tritt am 12. Mai in der evangelischen Kirche in Herzogenaurach auf. Er galt als musikalisches Wunderkind.

Ein außergewöhnliches Benefizkonzert für die Menschen in der Ukraine findet am Donnerstag, 12. Mai, 20 Uhr, in der evangelischen Kirche statt. Es gastiert Vadim Neselovskyi mit seiner Odessa-Suite. Es handelt sich um einen „wirklichen Ausnahmepianisten“, berichtet Musikerin Doris Wiening. Der Gast spendet seine komplette Gage an sein Heimatland. Ermöglicht haben das Konzert die Frauen von Zonta in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Herzogenaurach.

Das kulturelle Erbe der Stadt

Während in der Ukraine der russische Angriffskrieg tobt, möchte der Pianist und Komponist Vadim Neselovskyi die Menschen an die Schönheit und das kulturelle Erbe des Landes erinnern. Kurz vorm ersten Lockdown entstand seine Solo-CD „Odesa: A Musical Walk Through a Legendary City“. Damals konnte man nicht ahnen, was sich drei Jahre später ereignen würde, berichtet Mitorganisatorin Doris Wiening.

Neselovskyi wurde 1977 in Odessa geboren. Er war noch ein Kind, als Gorbatschow 1985 an die Macht kam, und war gerade 14 Jahre alt, als die Sowjetunion 1991 zusammenbrach.

Neselovskyi war ein musikalisches Wunderkind und der jüngste Student am Konservatorium von Odessa, heißt es in der Beschreibung des Künstlers. Obwohl er in der klassischen Welt begann, hat er sich bald für Jazzmusik begeistert. Mit 17 ging er nach Deutschland und später an das Berklee College of Music in Boston. Dort unterrichtet er heute und lebt überwiegend in New York.

Von Mussorgsky inspiriert

2019 begann Neselovskyi, die Geschichte der Stadt Odessa mittels Musik zu erzählen. Neselovskyi stellt sich das Projekt wie ein Theaterstück vor, das es dem Publikum ermöglicht, vollständig in das Werk einzutauchen. Er wollte, dass die Musik eine Atmosphäre schafft, die den Zuhörer in seine geliebte Heimat versetzt.

Der Pianist ließ sich für Odessa von Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung inspirieren. Er beschloss, die Zuhörer durch „sein Odessa“ zu führen, ausgehend von der Geschichte, die er gelernt hat, seinen persönlichen Erinnerungen und Beobachtungen und seinen Träumen.

Im süddeutschen Raum finden zwei Konzerte mit Vadim Neselovskyi statt, eines davon in der evangelischen Kirche in Herzogenaurach. Der gesamte Erlös der Veranstaltung geht an die humanitäre Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes.

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