Die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag in Herzogenaurach vor der Marienkapelle wurden in diesem Jahr musikalisch vom Volkschor mit ihrer Leiterin Tine Sigwart sowie der Bläserphilharmonie der Stadtjugendkapelle unter dem Dirigat von Björn Schnee umrahmt. Außerdem nahmen Fahnenabordnungen der Kolpingsfamilie Herzogenaurach, der KAB, der Feuerwehr und der Landsmannschaft Schlesien teil. Anwesend waren Seelsorgebereichsräte und Kirchenräte der Herzogenauracher Pfarreien, als Vertreter der Kommune Bürgermeister Dr. German Hacker und Stadträte.
Die kirchliche Gestaltung hatten Kaplan Michael Wohlfahrt für die katholische Stadtpfarrei und Pfarrerin Karola Schürrle für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde übernommen. Der Vorsitzende des VdK, Karl Heinz Schneider, würdigte die Bedeutung des Tages. „Heute am Volkstrauertag gedenken die Sozialverbände Bayern derer, die in den beiden Weltkriegen ihr Leben verloren. Wir gedenken der Frauen, Männer und Kinder aller Völker, die in Gefangenschaft, als Vertriebene oder auf der Flucht verstorben sind“, so Schneider. Es gelte aller Opfer von Terrorismus, Extremismus und Antisemitismus zu gedenken.
Volkstrauertag: Bürgermeister Hacker gedenkt Ukraine
Wohlfahrt und Schürrle würdigten das Engagement der Anwesenden mit den Worten aus dem Psalm 121: „Wo kann ich Hilfe finden, ich blicke auf zu Dir, o Herr!“ Bürgermeister Hacker stellte fest, dass wir seit dem Jahr 2022 wissen, dass der Frieden auch in Europa verletzlich ist, denn die jahrzehntelange Phase des Friedens ging mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine zu Ende.
Stadtjugendkapelle Herzogenaurach spielt am Volkstrauertag
Zum Glück biete die Internationale Gemeinschaft dem Aggressor die Stirn. Im Jahr 2022 gab es so viele Opfer durch Kriege wie lange nicht mehr. Dazu komme seit wenigen Wochen noch der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern.
Das Musikstück „Ich hatt’ einen Kameraden“, das Ludwig Uhland im Jahr 1809 inmitten der Napoleonischen Kriege gedichtet hatte, intonierte die Stadtjugendkapelle. Schneider für den VdK und Bürgermeister Hacker gedachten mit einer Kranzniederlegung vor den Steinkreuzen für die Opfer der drei großen Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts der Verstorbenen. Hacker bedankte sich bei den Anwesenden von VdK, Liederkranz, Stadtjugendkapelle, Feuerwehr, KAB, Kriegsheimkehrer, Schlesier und Kolping für die Teilnahme an der Feierstunde. Der Volkschor beendete diese mit dem Lied „Schenke uns Frieden!“ auf eine Melodie von Georg Friedrich Händel.
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