Jedes Jahr genießen 120 Kinder und Jugendliche die spannenden und pädagogisch strukturierten Zeltlager der Pfarrjugend Herzogenaurach. Klasse Unterstützung für diese aktive Jugendförderung gibt es schon seit April von den Zeltlagerfreunden Herzogenaurach, die jetzt ihre Gründung feierten.
In einer Welt, die durch rasche Digitalisierung und Hektik geprägt sei, möchte der neu gegründete Verein genau das unterstützen, was doch zählt: „Verantwortung, Gemeinschaft und Miteinander.“ Das brachte der erste Vorsitzende der Zeltlagerfreunde, Philip Niegel, vor den zahlreichen Festgästen, die den Gottesdienst und danach das Gründungsfest besuchten, auf den Punkt.
Jeder Cent für das Zeltlager
Natürlich sei es auch ein Stück Nostalgie, wenn Kinder mit Gaskocher und Schlafsack loszögen und ganz ohne Handy und fließendes Wasser eineinhalb Wochen die eigenen privaten Wände gegen einen der Zeltplätze tauschten. Doch sei es besonders der Geist dieser Gemeinschaften rund um das Lagerfeuer, der die Grenzen von politisch, religiös und sozial geprägten Ansichten überbrücke, schilderte Niegel fast enthusiastisch die überaus positiven Erfahrungen der Kinder. „Also genau das, was der Grundgedanke der Kirche ist.“
Gute Gründe dafür, dass die ehemaligen Leiterinnen und Leiter dies jetzt als Zeltlagerfreunde förderten. Als Jurist unterstrich Niegel ausdrücklich, dass jeder Cent, den die jetzigen und künftigen Fördermitglieder spendeten, schon per Satzung für die Zeltlager genutzt würden. Denn die Zeltlagerfreunde Herzogenaurach hätten als Ziel, dass sie strukturell, finanziell und menschlich gute Unterstützung böten. Man verstehe sich als Förderer und als Bewahrer der Idee, unterstrich Niegel die Zwecke des Vereins.
Freude über die Förderung
Die attraktiven Vorzüge der Zeltlager würdigte Bürgermeister German Hacker. „Das kostengünstige Zeltlager ist ein niederschwelliges Angebot und verdient jede Unterstützung.“ Die durch die Leiterinnen und Leiter erstklassig organisierten und betreuten Lager würden jedoch auch die Eltern entlasten. Denn diese könnte ja nicht die ganzen Sommerferien Urlaub einreichen.
Als ehemaligen Pfarrer der Gemeinde freute es auch Helmut Hetzel, dass es für die Zeltlager als wichtigen Teil der Jugendarbeit nun mehr Förderung geben soll. Vor dem Start der gut organisierten Feierlichkeiten unterschrieb er als zwölftes Mitglied und leitete dann den Gottesdienst. Danach wurde die Gründung von den Fördermitgliedern und Gästen gefeiert.
Nostalgische Treffen erwünscht
Und genau solche Feiern sind es, die unter den Gründerinnen und Gründern der Zeltlagerfreunde Herzogenaurach auch die Idee für den Verein hatten entstehen lassen. Selbst wenn man wegen des Jobs oder anderer zeitlicher Herausforderungen die Zeltlager dann nicht mehr betreue, seien unter den Aktiven enge Beziehungen entstanden. „Der Förderverein bietet den Zeltlagern die nötige Unterstützung, schafft jedoch auch die Möglichkeiten für nostalgischen Treffen der Ehemaligen“, erklärt Philip Niegel den doppelten Nutzen.
Übrigens: Auch wenn die Pfarrgemeinde die Zeltlager organisiert, darf jedes Kind und jeder Jugendlicher konfessionsunabhängig teilnehmen. Und diesen Anspruch unterstützt auch der Förderverein. Denn er sei „mehr als ein Fördertopf“.












