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Höchstadter EC
Peitinger Powerplay bringt Alligators Pech
Dimitri Litesov traf für seine Höchstadt Alligators in Peiting doppelt. Trotz guter Leistungen unterlag der HEC in der Fremde knapp mit 3:4.
Dimitri Litesov traf für seine Höchstadt Alligators in Peiting doppelt. Trotz guter Leistungen unterlag der HEC in der Fremde knapp mit 3:4. // Katrin Zimmermann
Höchstadt a. d. Aisch – Für eine gute Leistung haben sich die Höchstadt Alligators beim EC Peiting nicht belohnt. Die Hausherren profitierten von ihrem Überzahlspiel. Eine Schiedsrichterentscheidung sorgte für Diskussionen.

Höchstadt ist eigentlich die fairste Mannschaft der Liga. Doch am Freitagabend saßen die Akteure der Alligators erstaunlich oft auf der Strafbank. Des Aischgründer Penaltykilling war ordentlich – am Ende machten die Special-Teams trotzdem den Unterschied. Höchstadt unterlag beim EC Peiting mit 3:4.

Der HEC – noch ohne Coach Morgan Persson – musste etwas umstellen. Alexander Biberger fiel nach einer leichten Verletzung im Lindau-Spiel noch aus. Mit Max Klughardt und Andreas Grin waren zudem zwei Förderlizenzspieler dabei. Rund 150 Anhänger waren mit in den Pfaffenwinkel gekommen.

Eishockey, Oberliga Süd

EC Peiting – Höchstadter EC 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)

Die Partie war zu Beginn ausgeglichen. Peiting brauchte etwas, um ins Spiel zu kommen, hatte aber – genau wie der HEC – kaum zwingende Torchancen.

Dass es noch einmal ein solches Offensivfeuerwerk der Hausherren wie vor rund drei Wochen auf Nico Zimmermann geben würde, war von Anfang an ausgeschlossen. Michael Paterson-Jones hütete das Tor der Alligators. Der verhinderte in Minute 11 mit seiner schnellen Fanghand eine Peitinger Führung.

Die wirklich hochkarätigen Chancen blieben lange aus. Trotzdem hatte Maxim Mastic an seinem 22. Geburtstag die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber am Peitinger Schlussmann Konrad Fiedler (13.). Peiting bekam keinen Zugriff auf das Siel, nutze aber die Gelegenheit im Alleingang. Ex-Alligator Martin Hlozek umspielte Paterson-Jones zur 1:0-Führung der Hausherren (15.).

Alligators mit ereignisreichen Minuten

Auch der zweite Durchgang begann ereignisarm. Wenn es Chancen gab, dann keine zwingenden. Trotzdem fiel ein Treffer. Das Spielerknäul vor dem Tor war groß. Jake Fardoe feuerte einen Puck auf das Gehäuse der Hausherren. Dimitri Litesov bekam seinen Schläger als Letzter in den Schuss und glich die Partie so aus (28.).

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Kurze Zeit später gab es auch die erste Strafe der Partie. Maxim Mastic hatte sich ein Haken geleistet und durfte zwei Minuten zuschauen (30.). Einige Schüsse blockten die Alligators noch – das Penaltykilling ist in dieser Saison eine der Stärken des HEC. Doch bei einem Schuss von Colin van den Hurk war die Hintermannschaft machtlos. Der Puck kam aus spitzen Winkel scharf vors Tor. Thomas Heger war derweil aus dem Rücken der Abwehr herangefahren und hielt seinen Schläger entscheidend zum 2:1 rein (31).

EC Peiting baut Führung gegen HEC aus

Dann wurde es kurios – und Peiting stellte auf 3:1: Die Situation vor dem Tor der Alligators war bereinigt, der Puck ging raus an die Bande. Kilian Kühnhauser zog von der Seite flach ab. Der Puck traf noch den Schläger von Marco Habermann, der das Spielgerät aus kurzer Distanz an einem überraschten Paterson-Jones vorbei über die Linie (35.).

Höchstadt machte kein schlechtes Auswärtsspiel, hatte aber immer wieder beim Spielaufbau Probleme. Zehn Sekunden vor Drittelende bot sich dem HEC die Gelegenheit einer doppelten Überzahl, weil unter andrem ein bis dahin wenig in Erscheinung getretener Felix Brassard für den ECP auf die Strafbank musste (40.). Noch vor der Sirene schloss Martin Vojcak zwei Mal ab, der Spielstand blieb vorerst gleich.

Im Schlussabschnitt lief die Scheibe bei den Alligators mit zwei Mann mehr auf dem Eis gut, doch Peiting befreite such immer wieder. Als der ECP einmal zu zögerlich den hochstehenden Schützen Angriff, verkürzte Anton Seewald mit einem Schuss ins rechte obere Eck auf 2:3 aus Gästesicht (42.).

Powerplay: Peiting legt gegen Alligators nach

Das mit den Strafzeiten ging auf beiden Seiten im Anschluss munter weiter. Für wenige Sekunden hieß es Vier gegen Drei. Peiting hatte Überzahl – und die Lücke zwischen Höchstadts Goalie und seinem Torpfosten entdeckt. Simon Mayr erhöhte auf 4:2 für seine Peitinger (46.). Die Folge: Peiting machte das Spiel und hatte auch bei Gleichzahl die Oberhand im Höchstadter Drittel. Höchstadt brauchte ein paar Minuten, bis wieder etwas nach vorne ging.

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In den letzten Minuten der Partie gab es einen Aufreger: Anton Seewald checkte (nicht einmal sehr hart) einen Gegenspieler, der den Höchstadter Angreifer offenbar nicht kommen sah. Deshalb entschieden die Referees auf einen „Check von Hinten.“ Die Höchstadter Bank sah das Foul anders. Teammanger Daniel Tratz forderte im Gespräch mit den Unparteiischen einen Videobeweis – den aber gibt es in Peiting noch nicht. Die Oberbayern durften daher ohne Ansicht der Bilder fünf Minuten in Überzahl ran (53.).

Weil sie sich aber selbst zwei Vergehen leisteten, war die Strafzeit umso kürzer für den HEC, der selbst noch einmal überzählig agierte (58.). Paterson-Jones verließ für einen weiteren Feldspieler das Tor. Ohne Erfolg. Mit Erfolg. Ein Schuss von Jake Fardoe traf die Kelle von Litesov, der zum 3:4 aus Sicht der Alligators verkürzte (59.). Dabei blieb es.

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