Das Ratsbegehren ist durch, die Adelsdorfer haben entschieden und das eindeutig für die weiteren Wellnesshotel-Pläne der Familie Wirth. 58,4 Prozent der Wähler haben das Kreuz beim „Ja“ gesetzt. Damit können die Familie Wirth und die Gemeinde die Planungen für das Wellnesshotel vorerst wieder aufnehmen. Wie die Befürworter und Gegner des Projekts nun reagieren.
Familie Wirth freut sich über klare Entscheidung
„Wir sind vor allem erst einmal erleichtert, was das Ergebnis angeht“, erklärt Gastronom Hans-Günter Wirth am eigenen Bierkeller kurz nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. Er freut sich, dass die Diskussion rund um das Thema nun vorerst vom Tisch ist. „Es ist ein Zeichen an uns, dass wir weitermachen sollen und, dass Adelsdorf hinter uns steht“, sagt seine Frau Maria Wirth. Beiden ist mit der Verkündung des Ergebnisses ein Stein vom Herzen gefallen.
„Besonders in den letzten Tagen war die Aufregung einfach groß, umso mehr freut uns jetzt das deutliche Ergebnis“, sagt Hans-Günter Wirth. Gemeinsam mit Freunden wartete die Familie auf dem Löwenbräu Felsenkeller auf das Ergebnis.
Nun ist ein nächster von noch vielen weiteren Schritten in Richtung Wellnesshotel getan. Doch während die Familie Wirth das Ergebnis feiert, wissen Maria und Hans-Günter Wirth auch, dass noch ein langer Weg vor ihnen steht. „Dass weiter geklagt wird, ist absehbar, wir bereiten uns darauf vor“, erzählt Hans-Günter Wirth abschließend. An diesem Sonntagabend soll noch eine Weile weiter am Löwenbräu Felsenkeller gefeiert werden.
Adelsdorf: Bürgerinitiative will weiter machen
Während am Bierkeller der Familie Wirth gute Laune und Partystimmung herrscht, war die Situation im Adelsdorfer Rathaus eine andere. Hier hatte sich die gegnerische Bürgerinitiative auf Einladung von Bürgermeister Karsten Fischkal gesammelt. Dass das gewünschte Ergebnis am Ende nicht ihrem Wunsch entspricht, hält die Initiative nicht davon ab, weiterzumachen. „Wir werden uns nicht auflösen, wir werden weiterarbeiten und jetzt ganz genau hinsehen“, erklärt Guido von Crailsheim, einer der Beteiligten bei der Bürgerinitiative.
Vor allem wolle die Bürgerinitiative nun besonders darauf achten, wie rechtlich sauber an den weiteren Zustimmungen gearbeitet wird. Klar ist aber auch, dass man auch rechtlich weiter gegen das Projekt vorgehen werde, besonders durch den Adelsdorfer Bund Naturschutz. „Dort, wo das Hotel entstehen soll, haben wir einen extrem hohen Brutbetrieb, da darf sowas nicht entstehen“, erklärt Bund Naturschutz Vorstand Helmut König im Gespräch während der Auszählung im Rathaus.
Adelsdorfer Bürgermeister zieht positive Schlüsse
Mit dem Ratsbegehren hat die Gemeinde Adelsdorf die Entscheidung zum Wellnesshotel direkt in die Hände der Bürgerinnen und Bürger gegeben. Bürgermeister Karsten Fischkal freut sich indes über den positiven Verlauf des Ratsbegehrens sowie die hohe Beteiligung. „Mit der hohen Anteilnahme sehen wir als Gemeinde auch einfach, dass sich die Bürger politisch mit einbringen wollen. Politikverdrossenheit scheint es in Adelsdorf nicht zu geben“, meint der Bürgermeister nach der Auszählung der Stimmen.
Die Gemeindeverwaltung wird das Projekt nun nach dem Willen der Wähler weiterbringen. „Vermutlich im September geht es diesbezüglich dann bei uns im Gemeinderat weiter“, erklärt Fischkal weiter. Bis es dann zu einem Bauantrag kommt, wird aber wohl noch einiges mehr an Zeit vergehen.














