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Das Ergebnis ist eindeutig
Geplantes Wellnesshotel: So hat Adelsdorf abgestimmt
Auf dieser Wiese bei Neuhaus soll das umstrittene Wellnesshotel entstehen. Heute fällt die Entscheidung, wie es weitergehen soll.
Auf dieser Wiese bei Neuhaus soll das umstrittene Wellnesshotel entstehen. Heute fällt die Entscheidung, wie es weitergehen soll. // Martin Regner, Archiv
Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter?
Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter? // Florian Dormann
Adelsdorf – Am Sonntagabend ist die Entscheidung gefallen: Darf die Planung rund um das umstrittene Wellnesshotel zwischen Neuhaus und Heppstädt weitergehen oder wird alles eingestampft? Das Ergebnis ist eindeutig.

Rund ein halbes Jahr Diskussionen gipfeln am heutigen Abend, 29. Juni 2025, in ein Ratsbegehren. Seit Sonntagmorgen, 8 Uhr, konnten Adelsdorfs Bürger über die Zukunft des geplanten Wellnesshotels zwischen Neuhaus und Heppstädt abstimmen.

Die Familie Wirth, die in Neuhaus das Gasthaus „Zum Löwenbräu“ betreibt, möchte zwischen Neuhaus und Heppstädt ein Wellnesshotel bauen. Weil das Grundstück in der Nähe eines Naturschutzgebietes liegt, ist in der Gemeinde von Anfang an viel Kritik laut geworden.

Wir sind live bei der Auszählung dabei.

Live aus dem Adelsdorfer Rathaus: So ist die Situation vor Ort

Update 29. Juni, 19.40 Uhr:

Jetzt ist es amtlich: Die Adelsdorfer Wahlberechtigten haben sich mit 58,4 Prozent der Ja-Stimmen (2.045 Stimmen) dafür entschieden, dass das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans für ein Wellnesshotel zwischen Neuhaus und Heppstädt weitergeführt werden soll. 41,6 Prozent der Adelsdorfer (1.455 Stimmen) stimmten mit Nein. Insgesamt wurden 3.500 gültige Stimmen abgegeben, fünf ungültige.

Direkt nach der Auszählung sagt Karsten Fischkal (FW), Bürgermeister von Adelsdorf: „Ich freue mich über die hohe Wahlbeteiligung und das eindeutige Ergebnis und siehe darin einen Appell, dass wir das Thema nun weiterführen.“

So wurde in den Wahllokalen im Überblick abgestimmt:

  • Martin-Luther-Haus Neuhaus: 55,8 Prozent Ja und 44,2 Prozent Nein
  • Kita Kunterbunt mit 59,5 Prozent Ja und 40,5 Prozent Nein
  • Wahllokal Kita St. Theresia stimmten 59,9 Prozent mit Ja, 40,1 Prozent mit Nein
  • Wahllokal Kita Villa Regenbogen stimmten 59,3 Prozent mit Ja, 40,7 Prozent Nein
  • Briefwahl: 58,3 Prozent Ja und 41,7 Prozent Nein.

Die Frage des Ratsbegehrens lautete: Sind Sie dafür, dass das aktuelle Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) im Bereich der Flurnummer 329 der Gemarkung Neuhaus zur eventuellen Realisierung eines Wellnesshotels weitergeführt wird?

Noch einmal zur Erinnerung: Die Adelsdorfer stimmen heute nicht direkt über den Bau des Hotels ab. Stattdessen geht es um die Frage, ob das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans weitergeführt werden soll oder nicht.

Wenn das endgültige Ergebnis also „Ja“ lautet, bedeutet das noch nicht den endgültigen Bau des Hotels. Stattdessen können die Famile Wirth und die Gemeinde zusammen die Planungen weiterführen. Dabei könnte das Projekt noch aus anderen Gründen schlussendlich nicht zustande kommen. 

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Update 29. Juni, 19.19 Uhr:

Zwei weitere Wahllokale sind ausgezählt: Martin-Luther-Haus Neuhaus mit 55,8 Prozent Ja und 44,2 Prozent Nein, außerdem die Kita Kunterbunt mit 59,5 Prozent Ja und 40,5 Prozent Nein. Insgesamt haben damit bisher 58,5 Prozent (1.150 Stimmen) mit Ja und 41,5 Prozent (816 Stimmen) mit Nein gestimmt.

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Update 29. Juni, 18.37 Uhr:

Die ersten Wahllokale sind ausgezählt. Im Wahllokal Kita St. Theresia stimmten 59,9 Prozent mit Ja, 40,1 Prozent mit Nein, im Wahllokal Kita Villa Regenbogen stimmten 59,3 Prozent mit Ja, 40,7 Prozent Nein.

Zum Erreichen des Quorums (Mindestbeteiligung) sind 1.404 Stimmen notwendig. Aktuell sind 1.477 Stimmen ausgezählt, das heißt, die Mindestbeteiligung ist schon einmal erfüllt.

Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zum heutigen Wahltag: „Es lief sehr ruhig, heute war eine angenehme Stimmung, auch in den Wahllokalen und jetzt warten wir gespannt auf das Ergebnis.“

Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter?
Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter? // Foto: Florian Dormann

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Update 29. Juni, 18.20 Uhr:

Inzwischen füllt sich auch der zweite Stock des Rathauses. Mehr als ein Dutzend Zuschauer wartet in und vor dem Auszählungsraum auf das Ergebnis. „Für uns bringt dieser Tag heute gemischte Gefühle, wir sind gespannt auf das Ergebnis“, erklärt die anwesende Bürgerinitiative gemeinsam.

Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter?
Am Sonntag haben die Adelsdorfer abgestimmt: Gehen die Planungen für das Wellnesshotel bei Neuhaus weiter? // Florian Dormann

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Update 29. Juni, 18 Uhr:

Die Wahllokale sind geschlossen, jetzt beginnt die Auszählung. Im Adelsdorfer Rathaus wird mit sechs Wahlhelfern das Ergebnis der Briefwahl ausgezählt.

Auf den beiden Tischen werden jeweils die Ja und Nein-Stimmen gesammelt.
Auf den beiden Tischen werden jeweils die Ja und Nein-Stimmen gesammelt. // Foto: Bjarne Bahrs

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Update 29. Juni, 17 Uhr:

Die letzte Stunde ist angebrochen! Um 18 Uhr schließen die Adelsdorfer Wahllokale. Wie Bürgermeister Karsten Fischkal im Vorlauf auf den Wahltag mitteilte, ist mit dem ersten Ergebnis gegen 18.30 Uhr zu rechnen.


Zur Erinnerung nochmal die wichtigsten Fakten rund um das Ratsbegehren:

Worum geht es bei dem Ratsbegehren?

Die Familie Wirth, die in Neuhaus das Gasthaus „Zum Löwenbräu“ betreibt, möchte zwischen Neuhaus und Heppstädt ein Wellnesshotel bauen. Weil das Grundstück in der Nähe eines Naturschutzgebietes liegt, ist in der Gemeinde von Anfang an viel Kritik laut geworden. Nachdem in den vergangenen Wochen beide Seiten ihre zahlreichen Argumente öffentlich diskutiert haben, sollen die Bürger im Ratsbegehren nun über die Zukunft des Projektes abstimmen.

Was passiert bei welchem Ergebnis?

Direkt stimmten die Bürger übrigens nicht über den Bau des Hotels ab. Stattdessen geht es um die Frage, ob das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans weitergeführt werden soll oder nicht.

Wenn das endgültige Ergebnis also „Ja“ lautet, bedeutet das noch nicht den endgültigen Bau des Hotels. Stattdessen können die Famile Wirth und die Gemeinde zusammen die Planungen weiterführen. Dabei könnte das Projekt noch aus anderen Gründen schlussendlich nicht zustande kommen. 

Wenn das endgültige Ergebnis des Ratsbegehren „Nein“ lautet, bedeutet das auch das sofortige Ende der Planungen zum Wellnesshotel an diesem Standort. Die Familie Wirth müsste sich dann einen neuen Standort für ihr geplantes Wellnesshotel überlegen.

Rund 7100 Menschen in der Gemeinde sind wahlberechtigt. Um das Quorum zu erfüllen – also die Mindestanzahl an Wählern, damit die Abstimmung gültig ist – sind 1420 Stimmen nötig, das entspricht 20 Prozent der Wahlberechtigten.

 

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