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Landkreis investiert Millionen
Diese Radwege sollen in Erlangen-Höchstadt ausgebaut werden
Der von der neuen Autobahnbrücke kommende Radweg nach Neuhaus (im Hintergrund) soll im kommenden Jahr bis in den Ort hinein fertiggestellt werden.
Der von der neuen Autobahnbrücke kommende Radweg nach Neuhaus (im Hintergrund) soll im kommenden Jahr bis in den Ort hinein fertiggestellt werden. // Andreas Dorsch
Erlangen-Höchstadt – Mit dem Fahrrad den Landkreis erfahren: Das soll in Erlangen-Höchstadt künftig besser möglich sein. Der Landkreis investiert dafür mehr als zehn Millionen Euro. Welche Wege ausgebaut werden sollen.

Radwege haben künftig Priorität im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der Landkreis will in den nächsten Jahren 12,7 Millionen Euro in Radwege, Kreisstraßen und Brücken investieren, um die Infrastruktur in einen zeitgemäßen Zustand zu bringen. Das Konzept war Thema in der jüngsten Sitzung des Kreistags. „Wir bauen keine neuen Straßen mehr, sondern wir investieren in das Netz der Radwege“, sagte Landrat Alexander Tritthart (CSU), als er sich in der Kreistagssitzung das Investitionsprogramm 2026 bis 2029 für Kreisstraßen, Brücken und Radwege absegnen ließ. 12,7 Millionen Euro sollen in den nächsten vier Jahren hier ausgegeben werden.

Erlangen-Höchstadt: Diese Radwege sollen ausgebaut werden

Einhellige Zustimmung bekam die Liste mit den Priorität-1-Vorhaben. Ganz oben steht die Verlängerung des Radwegs an der Kreisstraße ERH 16 von Neuhaus über die neue Autobahnbrücke bis zur Staatsstraße Buch-Klebheim. Ein Teil dieses Radweges wurde bereits mit dem Autobahn-Ausbau angelegt, die restlichen 1,1 Kilometer stehen für 2026 auf dem Plan. Im Zuge des A3-Ausbaus wurde auch die Brücke bei Hannberg erneuert.

Radweg zwischen Hannberg und Röhrach soll ausgebaut werden

Dort plant der Kreis an seiner Straße ERH 26 einen Radweg zwischen Hannberg und Röhrach. 1,7 Kilometer müssen noch ausgebaut werden, über die Autobahnbrücke und auf den Zufahrten ist der Radweg bereits fertig. Im Osten des Landkreises steht für 2026 der Bau des Radwegs an der ERH 6 zwischen Röckenhof und Unterschöllenbach ebenfalls oben auf der Prioritätenliste. Baubeginn für den zwei Kilometer langen Radweg soll im kommenden Jahr sein, erfuhren die Kreistagsmitglieder.

Schon seit zwei Jahren mit Priorität 1 eingestuft ist die Erneuerung der Anschlussstelle Möhrendorf auf der A 73. Davon betroffen ist auch die Kreisstraße ERH 31, die über eine neue Brücke und zwei Kreisverkehrsanlagen geführt werden soll. Bauherr ist die Autobahn des Bundes GmbH, die einen Baubeginn 2027 für möglich hält. Der Landkreis muss für seine Straße einen Anteil der Ausbaukosten übernehmen.

Autobahn A3: Radweg nach Unterführung bei Medbach soll breiter werden

Deutlich breiter und mit einem Radweg angelegt wurde im Zuge des A3-Ausbaus die Unterführung bei Medbach. Jetzt ist der Landkreis Erlangen-Höchstadt am Zug und muss den Radweg vor und hinter der Unterführung ausbauen. Das ist im kommenden Jahr vorgesehen. Und voraussichtlich 2028 soll auch an der ERH 36 zwischen Medbach und Aisch ein Radweg gebaut werden. 

Schon länger auf dem Plan des Kreises steht die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Medbach. Vor allem durch den starken Lastwagen-Verkehr zum Wertstoffhof und der Kompostieranlage wurde die Straße über Jahre hinweg erheblich beschädigt. 2027 soll laut Prioritätenliste der Ausbau richtig anlaufen. Adelsdorfs Bürgermeister und Kreisrat Karsten Fischkal (FW) erinnerte einmal mehr an den auch vom Landkreis gewünschten Kreisverkehr an der B 470, um den Kreuzungsbereich mit der Kreisstraße ERH 16 Adelsdorf-Neuhaus sicherer zu machen.

Bürgermeister Gerald Brehm wünscht sich Radweg von Höchstadt nach Weisendorf

Bisher gibt es aber von Seiten des für die Bundesstraße zuständigen staatlichen Bauamts keine Signale, dass es hier vorangehen könnte. Weitere in der Sitzung vorgetragene Wünsche für Radwege verwies Landrat Tritthart an die betroffenen Kommunen. Für Lydia Göbel (Grüne) wäre es „eine dringende Maßnahme“ zwischen Zentbechhofen und Stiebarlimbach einen Radweg anzulegen. Auf weitere Forderungen erklärte Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (FW), dass für seine Stadt ein Radweg nach Weisendorf entlang der Staatsstraße oberste Priorität habe. Dann komme ein Radweg nach Mühlhausen und schließlich einer nach Pommersfelden.

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