Verpackungsabfälle aus Kunststoff und Folien müssen im Landkreis Erlangen-Höchstadt auch in den nächsten Jahren im gelben Sack entsorgt werden. Mit großer Mehrheit von 44:6 Stimmen sprach sich der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am Freitag für diese Art der Entsorgung aus und lehnte damit die Einführung der gelben Tonne ab.
Beide Systeme in Mittelfranken im Einsatz
In den mittelfränkischen Städten und Landkreisen sind beide Sammelsysteme im Einsatz, wobei in fünf der sieben Kreise im Sack gesammelt wird, sagte Landrat Alexander Tritthart (CSU). In Nürnberg und Erlangen gibt es dagegen die gelbe Tonne für Leichtverpackungen.
Karsten Fischkal Verfechter des Gelben Sacks
Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) kämpft inzwischen schon seit über zehn Jahren für den Umstieg vom Sack auf die Tonne, hatte damit aber einmal mehr keinen Erfolg. Ende 2026 läuft die aktuelle Vereinbarung zwischen dem Landkreis und den Dualen Systemen Deutschland aus.
Für den Zeitraum bis Ende 2029 wären die Dualen Systeme mit der Fortführung der Sammlung im gelben Sack einverstanden. Wie in den Sitzungsunterlagen ausgeführt, seien die Vertragspartner des Kreises aber auch zur Einführung der gelben Tonne bereit, in der dann auch Dosen entsorgt werden könnten.
Zusätzlicher Platzbedarf, Fehlwürfe und die beschränkte Kapazität wurden von der „Sack-Fraktion“ gegen die Einführung einer weiteren Mülltonne ins Feld geführt. Dagegen sei der gelbe Sack ein akzeptiertes System, bei dem die Bürger mit einem Sack mehr oder weniger flexibel reagieren können. Die Gefahr, dass Säcke bei Sturm oder durch Vandalen aufgerissen werden könnten und der Inhalt dann durch die Gegend fliegt, nehmen die Sack-Befürworter in Kauf.
Mischsystem wird nicht akzeptiert
Bereits in der letzten Bürgermeisterdienstbesprechung und auch im Umweltausschuss des Kreistags hatten sich breite Mehrheiten für den gelben Sack ausgesprochen. Von den Dualen Systemen nicht akzeptiert wird übrigens ein Mischsystem aus gelbem Sack und gelber Tonne.















