Einweihung
Ausstattung für Lebensretter
Die Herzogenauracher Feuerwehrleute sind stolz auf die beiden neuen Fahrzeuge und auf die restaurierte Fahne.
Die Herzogenauracher Feuerwehrleute sind stolz auf die beiden neuen Fahrzeuge und auf die restaurierte Fahne.
Foto: Richard Sänger
Herzogenaurach – Die neue Drehleiter, die restaurierte Fahne und den Einsatzleitwagen stellten die Geistlichen Victoria Ostler und Helmut Hetzel unter Gottes Segen.

Kommandant Rainer Weber sprach in seiner Rede von einem „ganz stolzen Tag“ für die Herzogenauracher Feuerwehr und Vereinsvorsitzender Thomas Geiger freute sich über ein „volles Haus“. Die Feier wurde wie üblich gekonnt vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach umrahmt.

Dementsprechend viele Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft waren zusammen mit Kameraden der Patenwehren gekommen, darunter auch der CSU-Landtagsabgeordnete Walter Nussel und Mitglieder des Stadtrates sowie Gönner Hans Wormser, um gemeinsam mit der Herzogenauracher Wehr dieses Ereignis gebührend zu feiern – in aller Öffentlichkeit, vor der Feuerwache an der Industriestraße. Mit einer zweijährigen Verspätung bekamen jetzt die Drehleiter und der Einsatzleitwagen (ELW) sowie die restaurierte Fahne durch Pfarrerin Victoria Ostler und ihren katholischen Amtskollegen Helmut Hetzel den kirchlichen Segen. Die beiden Fahrzeuge sind schon seit 2020 im Einsatz - coronabedingt konnten sie erst jetzt feierlich eingeweiht werden.

Mit der Drehleiter und dem Funkrufnamen „Florian Herzogenaurach 45/30-01“, die mit einem Mercedes-Benz-Fahrgestell konzipiert ist, sei die Wehr nun „sehr gut ausgestattet“ und erfülle die gesetzlichen Vorschriften, erklärte der Kommandant und stellte den Beschaffungsprozess und die technischen Details vor. Während man das Vorgängermodell im Oktober 2021 an die Feuerwehr der kroatischen Partnerstadt Nova Gradiška abgegeben hat, ist das neue Gefährt genau auf die Bedürfnisse der Herzogenauracher Wehr zugeschnitten worden. Denn immer häufiger muss die Wehr zum Beispiel bei Stürmen, Hochwasserereignissen oder Unfällen ausrücken.

Der Spielmannszug der Feuerwehr umrahmt die Feier.
Der Spielmannszug der Feuerwehr umrahmt die Feier.
Foto: Richard Sänger

Die beiden Geistlichen teilten sich die Segnung der beiden Fahrzeuge und der Fahne. Pfarrer Helmut Hetzel verglich die aktiven Feuerwehrleute mit Engeln, zwar reiche die Drehleiter nicht bis in den Himmel, aber die Feuerwehrleute kommen den Menschen zu Hilfe, um sie zu retten und vor Schaden zu bewahren und seien Engel. Die Pfarrerin wies darauf hin, dass die Feuerwehrler ihre Freizeit opfern, um der Allgemeinheit zu dienen. „Dann muss die Allgemeinheit auch was für euch tun: Also die Ausstattung mit Geräten, um die Menschen vor Schaden zu bewahren.

Kosten: eine knappe Million

„Das ist ein toller Tag für die Feuerwehr“, betonte Landrat Alexander Tritthart, denn Ausstattung ist das eine. Aber das System Feuerwehr funktioniert nur mit den vielen Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass solche Fahrzeuge auch ausrücken und sicher bedient werden können. Deshalb seien die rund 750.000 Euro für die Drehleiter und mehr als 200.000 Euro für den Einsatzleitwagen auch gut angelegt. Der Landkreis steuerte rund 150.000 Euro bei. „Vielen Menschen ist überhaupt nicht bewusst, was unsere Feuerwehren jeden Tag und rund um die Uhr leisten“, erklärte der Landrat und erinnerte an den Katastrophenfall, der erst vor wenigen Tagen beendet wurde. Er dankte für den ehrenamtlich Einsatz bei den Impfungen, der Unterstützung von Geflüchteten und der Hilfsaktion für die Ukraine. Die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren bei Schadensereignissen hob auch Kreisbrandinspektor Norbert Rauch hervor und bedankte sich im Namen der Feuerwehrführung des Landkreises.

Eine knappe Million Euro kosteten die beiden Fahrzeuge. „Eine stolze Summe“, erklärte Dritter Bürgermeister Michael Dassler bei der symbolischen Schlüsselübergabe. „Brandschutz und Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen sind Pflichtaufgaben der Kommune – und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Stadt Herzogenaurach sich dieser Verantwortung sehr bewusst ist.“

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