Er wagt es erneu: Wie schon 2014 und 2020 tritt Alexander Schulz für den CSU-Ortsverband in Höchstadt bei der kommenden Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidat an: „Denn die Chancen sind so gut wie lange nicht mehr.“ Diese hatten die Unionsmitglieder deshalb ausgemacht, weil Gerald Brehm nach fünf Amtsperioden als aktueller Bürgermeister nicht mehr kandidiert. Nachdem Schulz zwei Mal gegen ihn scheiterte, soll es nun gegen Sven Berwein, den neuen Kandidaten der Jungen Liste, funktionieren.
Dass er nun wieder antrete, habe man im Vorstand lange diskutiert und sogar gestritten, sagte Schulz. Er habe mit sich gerungen. Das Bürgermeisteramt bringe Herausforderungen. Jetzt müssen man mehr Aufgaben mit weniger Geld und weniger Personal umsetzen. Schulz nannte die Verdreifachung der Verschuldung von sieben auf 20 Millionen Euro, die Projekten entgegenstehe wie der Sanierung der Feuerwehr, der Aischtalhalle und des Hallenbads.
Es brauche Erfahrung, die bringe er mit, ist Schulz sich sicher. Referenzen seien seine Tätigkeiten als Sprecher der Stadtratsfraktion und stellvertretender Sprecher der Kreistagsfraktion. Gute Ergänzungen seines Profils seien die Aufgaben und die Verantwortung als Gymnasiallehrer der Fachoberschule, als Vorsitzender des Personalrates und Fachbetreuer. Die Erfahrungen als Finanzdienstleister und seine Selbstständigkeit seien gut nutzbar.
Herausforderung Klimaschutz für Bürgermeister in Höchstadt
Das neue Aufsetzen der Verwaltung, der effektive Ausbau der Digitalisierung und gut vernetzte Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Landkreis seien ihm wichtig, sagte Schulz in seiner Bewerbungsrede für die Kandidatenwahl des CSU-Ortsverbands am Samstag in Höchstadt. Das seien Aspekte, die kleine Gemeinden effektiver durchführten, kritisierte er die Arbeit des jetzigen Gremiums.
Herausforderungen sah Schulz in der Wasserversorgung. Wasser und Abwasser seien entscheidende Bereiche, die man wegen steigender rechtlicher Vorschriften und der Herausforderungen des Klimaschutzes präzise planen müsse. Das Vernetzen der Gemeinden sei wichtig, und seine Kreisratstätigkeit könne das gut unterstützen.
Klimaschutz sei als Zukunftsprojekt entscheidend. Dabei werde es um die Verantwortung für die nächsten Generationen gehen und die Förderung von Höchstadt als klimabewusste Stadt. Wichtige Projekte seien die Entsiegelung geeigneter Flächen und die CO2-Neutralität, das verbesserte Radwegenetz der Stadt und Stadtentwicklung, die die Ressourcen schone. Der Grundstein sei geschaffen, sagte Schulz, etwa das der neue Flächennutzungsplan Höchstadts gut und „unter CSU-Handschrift“ ausgehandelt sei. Doch müsse man den Sanierungsstau der Stadt Stück für Stück auflösen und nötige Projekte nach Plan abwickeln. Der Tag der Wahl, der 8. März 2026, werde als Weichenstellung und Start dienen. Wenn die Bürger ihn wählten, sagte Schulz: „Das wird kein Selbstläufer.“
Bürgermeisterwahl Höchstadt: Landrat Tritthart unterstützt Schulz
Unterstützung gab es von Landrat Alexander Tritthart (CSU). Ob das Kreiskrankenhaus St. Anna oder die Fachakademie für Sozialpädagogik, Schulen und Zweigstelle der Kreisverwaltung: Höchstadt biete die meisten Einrichtungen des Landkreises und sei ein entscheidender Wirtschaftsstandort der Region. Der künftige Bürgermeister brauche hohe Erfahrung, gute Digitalisierung und genügend gutes Personal. Dass die Finanzausstattung passen müsse, sei klar. „Du bringst die besten Voraussetzungen mit“, ermutigte Tritthart und empfahl den Anwesenden dessen Nominierung. Sie wählten Schulz mit 24 von 25 Stimmen als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl.












