Solidarität
900 Flüchtlinge aus Ukraine aufgenommen
Die Turnhalle in Röttenbach steht für die Flüchtlinge aus der Ukraine bereit. Unser Bild entstand, als die Halle dafür vorbereitet worden war.
Die Turnhalle in Röttenbach steht für die Flüchtlinge aus der Ukraine bereit. Unser Bild entstand, als die Halle dafür vorbereitet worden war.
Foto: Christian Bauriedel/Archiv
Höchstadt a. d. Aisch – Der Landkreis unterstützt Hilfesuchende aus der Ukraine. Einige Gemeinschaftsunterkünfte könnten längerfristig bewohnt werden.

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt waren am Donnerstag, 28. April, rund 900 geflüchtete Personen aus der Ukraine gemeldet, die Leistungen empfangen. Mindestens zwei Drittel der Personen sind privat oder im familiären Umfeld untergekommen, wie das Landratsamt mitteilte.

Die anderen Personen konnten in Verfügungswohnungen, Hotels und Appartements oder privaten Wohnungen un-tergebracht werden. Daneben werden die Turnhalle in Röttenbach (seit 19. März) und das leer stehende Caritas-Alten- und Pflegeheim in Bubenreuth (seit 23. März) als Notunterkünfte mit einer Kapazität von je 100 Plätzen genutzt.

Es gibt einen zusätzlichen Bereich für Isolationsmaßnahmen. Für den Notfall können die Unterbringungskapazitäten an beiden Standorten bei Bedarf erweitert werden.

Des Weiteren steht auch die Turnhalle an der Berufsschule Herzogenaurach als weitere Notunterkunft zur Verfügung, welche kurzfristig aktiviert werden könnte. Die Notunterkünfte in Röttenbach und Bubenreuth betreibt die ESS (Erlanger Sicherheitsservice GmbH). Die Belegung ändert sich täglich, da der Aufenthalt in der Halle möglichst kurz gehalten werden soll und die Plätze bei Bedarf kurzfristig nachbelegt werden.

Bei einem gemeinsamen Besuch mit Bubenreuths Bürgermeister Norbert Stumpf in der Bubenreuther Notunterkunft bedankte sich Landrat Alexander Tritthart besonders bei der Caritas, die das ehemalige Alten- und Pflegeheim für die Notunterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat. Sein Dank gilt neben Bürgermeister Stumpf allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Helferkreisen vor Ort und allen weiteren Beteiligten für ihr Engagement und ihre Unterstützung: „Ich freue mich sehr über das nach wie vor hohe Engagement im Landkreis. Es ist nicht selbstverständlich, seine persönliche Zeit, Wissen, Wohnraum oder Geld- und Sachspenden zur Verfügung zu stellen. Dafür meine Anerkennung und größten Respekt.“

Gastgeschenke für Landrat Alexander Tritthart (Mitte), Bürgermeister Norbert Stumpf (Zweiter von links), Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres (links) und Einrichtungsleiter Benjamin Fricke (Zweiter von rechts): Die Kinder der Notunterkunft in Bubenreuth haben ihre Hände auf Papier und Stoff gemalt, ausgeschnitten, laminiert und als Dankeschön überreicht.
Gastgeschenke für Landrat Alexander Tritthart (Mitte), Bürgermeister Norbert Stumpf (Zweiter von links), Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres (links) und Einrichtungsleiter Benjamin Fricke (Zweiter von rechts): Die Kinder der Notunterkunft in Bubenreuth haben ihre Hände auf Papier und Stoff gemalt, ausgeschnitten, laminiert und als Dankeschön überreicht.
Foto: Stephanie Mack/Landratsamt ERH

 

Unterkunftsleiter Benjamin Fricke vom Erlanger Sicherheitsservice betonte die gute Hausgemeinschaft im ehemaligen Pflegeheim. Alle geflüchteten Personen aus der Ukraine sind in separaten Zimmern untergebracht, welche über Bad und Dusche verfügen. Die Kinder basteln und spielen gemeinsam und Erwachsene gestalten beispielsweise den Garten mit. Da sich die Untergebrachten in der Einrichtung wohlfühlen, soll diese in eine Anschlussunterkunft umgewandelt werden.

Als Anschlussunterbringungen dienen daneben zwei Unterkünfte aus dem Gastgewerbe in Heßdorf und Wachenroth mit einer Kapazität bis zu 140 Personen. Weitere Anschlussunterbringungen oder dezentrale Unterkünfte befinden sich aktuell im Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren mit der Regierung von Mittelfranken.

Alle Hilfsangebote und weitere Informationen gibt es online unter www.erlangen-hoechstadt.de/ukraine. Dort ist zudem eine Übersicht über alle Angebote sowie Informationen zu häufigen Fragen für Ankommende (auch in ukrainischer Sprache) und Helfende eingestellt. Die Seite wird bei Bedarf angepasst. Die Ukraine-Hotline des Landkreises ist unter Ruf 09131/8032644 von Montag bis Freitag von 8.30 bis 14.30 Uhr erreichbar.

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