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Haushalt 2025 verabschiedet
Millionen fürs Oberdorf: Adelsdorfs größte Investitionen
2,9 Millionen Euro sind im Haushalt der Gemeinde für die Sanierung der zukünftigen Ewald-Münch-Halle eingestellt.
2,9 Millionen Euro sind im Haushalt der Gemeinde für die Sanierung der zukünftigen Ewald-Münch-Halle eingestellt. // Britta Schnake, Archiv
Adelsdorf – Der Gemeinderat verabschiedet den Haushalt, doch kritisieren einige Gemeinderäte die Ausgaben. In Gebäude und Soziales möchte die Gemeinde investieren. Warum Einnahmen zu Problem werden könnten.

Der Beschluss des Haushalts für das laufende Jahr beschäftigte den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Bürgermeister Karsten Fischkal stellte dabei klar, dass der Haushalt 2025 die Gemeinde vor große Herausforderungen stellen werde. Gestiegene Energiekosten, inflationsbedingte Preissteigerungen sowie die Erhöhung der Bezirksumlage würden eine zusätzliche Belastung bedeuten, so der Bürgermeister. Dennoch könnte man einen genehmigungsfähigen Haushalt präsentieren.

Die intensive Beschäftigung mit dem Konsolidierungsprogramm sei mit Einschnitten verbunden, dennoch könne man zukunftsfähige Investitionen in der Gemeinde durchführen. Im Haushalt eingestellt seien neben der weiteren Sanierung des Oberdorfs unter anderem 1,2 Millionen Euro für die Schulschwimmhalle und 2,9 Millionen Euro für die Sanierung der zukünftigen Ewald-Münch-Halle. Zudem sei der Neubau des Feuerwehrhauses in Adelsdorf fest im Haushalt verankert sowie die Anschaffung von zwei Feuerwehrfahrzeugen für Aisch und Neuhaus, die mit einer Million Euro zu Buche schlagen werden.

Adelsdorf investiert 2025 in Bildung und Jugend

„Wir investieren bewusst und vorausschauend in unsere Infrastruktur. Auch die nachfolgenden Generationen sollen davon profitieren“, erklärte Fischkal. Er machte keinen Hehl daraus, dass gerade der soziale Bereich immer kostenintensiver werden werde. „32 Prozent unserer Finanzmittel fließen in diesen Bereich.“ Der Bürgermeister schloss mit den Worten: „Wir werden unsere lebens- und liebenswerte Gemeinde weiter voranbringen.“

1,2 Millionen Euro will die Gemeinde für die Modernisierung der Schulschwimmhalle aufwenden.
1,2 Millionen Euro will die Gemeinde für die Modernisierung der Schulschwimmhalle aufwenden. // Johanna Blum, Archiv

Sämtliche Fraktionen machten im Anschluss von der Möglichkeit Gebrauch, bezüglich des Haushaltes ihre Bedenken und Ansichten zu äußern. Tim Scheppe (FW) erklärte, dass der Haushalt 2025 nicht nur Zahlen und Fakten widerspiegele, sondern die Ziele und Visionen für die Zukunft. „Wir investieren weitere 4,2 Millionen im Oberdorf.“ Zudem würden weitere Millionen für die Förderung von Bildung und Jugend investiert. „Unsere Jugend ist die Zukunft und wir müssen alles daransetzen, ihr die besten Chancen zu bieten.“

Direkte Busverbindung zwischen Adelsdorf und Forchheim gefordert

Nico Kauper (CSU) erklärte, dass man den Fokus auf die Umsetzung der Projekte legen müsse. Im neuen Haushalt habe man sich auf die Kerninvestitionen konzentriert. Die Sanierung des Schulschwimmbades bezeichnete er als „Never ending Story“, von der ein ganzer Grundschuljahrgang betroffen sei. Ein besonderes Anliegen sei ihm eine direkte Busverbindung nach Forchheim, wobei nun mit dem Vorschlag, die Buslinie 206 nicht wie bisher in Zeckern enden zu lassen, sondern bis Adelsdorf fortzuführen, ein erneuter Vorstoß gewagt werden soll.

Michael Auer (Grüne) sagte, dass Deutschland ein Sanierungsfall sei. „Wir erkennen die Probleme, aber mit der Umsetzung hapert es. Wir müssen priorisieren und andere Sachen liegen lassen. Die ganze Geschichte ist spitz auf Knopf genäht. Wir leben in ganz, ganz schwierigen Zeiten, man kann nur hoffen, dass man gut durchkommt.“

Gemeinde Adelsdorf abhängig von Gewerbesteuer

Er erklärte, dass man lange um den Haushalt gerungen habe. „Wir haben uns im Zuge der Konsolidierung zusammengerauft“, pflichtete Ralf Olmesdahl (ABWI) ihm bei. „Ich finde, wir sind auf einem guten Weg, was die Gestaltung von Adelsdorf betrifft.“ Die Gemeinde habe drei Einnahmequellen: Gewerbe- und Einkommenssteuer sowie den Verkauf von Grundstücken.

Ralf Olmesdahl tritt für die Adelsdorfer Bürger- und Wählerinitiative  an.
Ralf Olmesdahl tritt für die Adelsdorfer Bürger- und Wählerinitiative an. // FT-Archiv

Ein fragiles System seien die Gewerbesteuern in Höhe von vier Millionen Euro, wobei 50 Prozent davon aus ganz wenigen Unternehmen stammten. „Man begibt sich damit auch in eine Abhängigkeit. Wenn ein Gewerbe ins Straucheln gerät, könnte es schwierig werden. Wir müssen mit Bedacht und nicht mit Euphorie in den Haushalt starten, wir müssen maßvoll agieren.“ „Die Gemeinde steht finanziell mit dem Rücken zur Wand“, erklärte Jörg Bubel (SPD).

Gemeinderat: Kritik an Schulden der Gemeinde Adelsdorf

„Mit den in der Finanzplanung vorgesehenen Maßnahmen wird die Verschuldung der Gemeinde bis 2028 auf über 30 Millionen Euro ansteigen. Notwendiges muss man sich leisten können.“ Am Ende seines Beitrags rechnete er mit den anderen Fraktionen ab, indem er erklärte, dass die Verantwortung für die schlechte finanzielle Situation der Gemeinde klar beim Bürgermeister und den Fraktionen von FW, CSU und Grünen liege. Schließlich verabschiedete das Gremium den Haushalt einstimmig.

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