Es war eine teure Übergangslösung. Rund 650.000 Euro hat die Container-Landschaft für 75 Kindergarten-Kinder des „Kinderzentrums Kunterbunt“ gekostet. Das wurde in der letzten Gemeinderatssitzung bekannt. Und das für nur ein Jahr.
Die Ausgaben gliedern sich in 16.000 Euro Pacht für das Grundstück, 60.000 Euro für das Wiederherrichten des Geländes, 290.000 Euro für die Container-Anlage (inklusive Miete), 110.000 Euro für den Außenbereich (inklusive Spielgeräte), 135.000 Euro für die Ausstattung, sowie 40.000 Euro Nebenkosten (inklusive Planungskosten). Wobei das Mobiliar und die Spielgeräte im neuen Kindergarten weiter verwendet werden. Der Neubau in der Jahnstraße mit Gesamtkosten von rund 3,1 Millionen Euro erfreut sich indes großer Beliebtheit. „Man hat sogar schon nach einer Erweiterung gefragt“, sagte Bürgermeister Ludwig Wahl.
Röttenbach: Zu wenig Personal im Montessori-Kinderhaus
Die beiden Krippen- sowie die zwei Kindergarten-Gruppen mit 24 beziehungsweise 50 Kindern seien ausgebucht. Ähnlich sieht es auch bei der katholischen Mauritius-Kindertagesstätte in der Hauptstraße aus. Hier sind mit 33 Krippenkindern und 70 Kindergartenkindern fast alle der 118 Plätze belegt. Nur das evangelische Montessori-Kinderhaus im Wallweg macht dem Bürgermeister Sorgen. Von den 81 Kindergarten-Plätzen sind gerade einmal 55 vergeben.
In der Krippe sind es nur 16 Kleine. „Das liegt am Personalausfall.“ Zudem sei das Gebäude seit längerem sanierungsbedürftig. Möglicherweise werde man bei einem Neubau des Kinderhauses die Container-Landschaft noch einmal brauchen. Deshalb werde man die festen Anlagen noch nicht gänzlich zurückbauen.
U3-Bundesmittel für Krippen in Röttenbach
Im Zuge der Gemeinderatssitzung fasste man außerdem einen Grundsatzbeschluss. Dabei geht es um Fördermittel des Bundes für Kinder unter drei Jahren (U3-Bundesmittel). Damit soll das Angebot in Sachen frühkindliche Bildung und Betreuung in Krippen und Tagespflege verbessert werden. Freilich werden die Zuschüsse immer geringer.
Waren es 2018 noch etwa 102.000 Euro für Röttenbach, sind es in den Jahren 2022 und 2023 nicht einmal mehr 70.000 Euro. Das Geld aus Berlin soll nach Willen der Gemeinderäte nicht einfach weitergereicht werden. Damit sollen wie bislang Defizite bei Einrichtungen ausgeglichen werden (Defizitvertrag zwischen Gemeinde und Träger). Zumal man sich von kommunaler Seite immer wieder an anfallenden Baukosten der Kindertagesstätten beteilige.
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