Bei der Gemeinderatsitzung in Weisendorf wurde schnell klar: Das Bauvorhaben „Sanierung Grundschule II mit Anbau für die OGTS“ wird noch teurer. Zudem ist Eile geboten. Grund: Das Brandschutzgutachten liegt nun vor.
Kosten für Sanierung der Grundschule in Weisendorf steigen
Die Spezialisten der Firma INP aus Nürnberg haben im Auftrag der Gemeinde und in Abstimmung mit dem Ingenieurbüro Hering ein 300 Seiten umfassendes Gutachten erstellt. 36 Löcher wurden in die Decken geschnitten und eine Fotodokumentation erstellt. Das Fazit der Bestandsaufnahme fällt ernüchternd aus. Dietmar Volk von INP informierte die Räte, dass auch die Brandschutztüren, die bereits 2020 von der Firma Kulik geprüft wurden, nicht mehr saniert werden können. Alle Maßnahmen, die die Brandlasten der Grundschule II verringern helfen, summieren sich auf mehr als eine Million Euro.
Mehrkosten in Millionenhöhe für Sanierung der Grundschule in Weisendorf
Dazu kommen noch die Kosten für die Ingenieurleistungen, hier hatte Ernst Rappold nachgehakt. Christiane Kolbet hakte nach, wie lange der Umbau dauern wird. Stefan Gross und Günther Vogel wollten wissen, ob die neuen Kabel in der Kalkulation enthalten sind. Friedrich Mümmler regte an, Fördermittel zu beantragen, worauf Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein meinte, für die offen Ganztagsschule (OGTS) ja, für die normale Sanierung muss man die Möglichkeiten erst prüfen.
Christian Stark möchte den Schwerpunkt der Bauarbeiten in die Sommerferien verlagern. Die Gutachter meinten dazu, im laufenden Schulbetrieb ist eine umfangreiche Sanierung zeitintensiv. Selbst wenn der Baubeginn Anfang 2026 erfolgen kann, reichen die Ferien alleine nicht aus. Der Anbau der OGTS ist bis Ende 2027 abzuschließen, um die maximalen Fördermittel zu erhalten. Zu den bisher 4,2 Millionen Euro Kosten für die OGTS und Schulsanierung kommen jetzt noch einmal eine Million dazu.
Grundschule Weisendorf: Mangel muss zeitnah behoben werden
Der Verwaltung, dem Bürgermeister und den Gemeinderäten ist auch völlig klar, dass die Sicherheit der Kinder Vorrang hat. Dank des Gutachtens weiß man, wie es um den Brandschutz steht und darf die erforderlichen Maßnahmen nicht auf die lange Bank schieben. Sandra Ebersberger fragte deshalb auch nach: „Wie viel Zeit haben wir denn überhaupt?“ Der Mangel muss zeitnah behoben werden.
Hans Kreiner sprach von einem Damoklesschwert, das über den Köpfen der Räte schwebe. Die Verkehrssicherheit der Schule gehört zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde, „aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus“, meinte Kreiner. Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah Angebote einzuholen, die Kosten sind im Haushaltsplan einzuplanen.












