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Ergebnisse der Bürgerwerkstatt
Bürger in Lonnerstadt zeigen die Probleme der Gemeinde
Nicht breiter als ein Trampelpfad sind die Gehsteige, die entlang der Schulstraße in Lonnerstadt verlaufen.
Nicht breiter als ein Trampelpfad sind die Gehsteige, die entlang der Schulstraße in Lonnerstadt verlaufen. // Britta Schnake
Lonnerstadt – Eine Bürgerwerkstatt zeigt, wo es in der Lonnerstadt Probleme gibt. Diese möchte die Gemeinde lösen. Um die Maßnahmen dafür zu bezahlen, muss sie nun ein Stadtentwicklungskonzept erarbeiten lassen.

Bereits seit dem Frühjahr 2023 arbeiten der Nürnberger Stadtentwickler „Planwerk“ und das Büro für Städtebau und Bauleitplanung „BFS+“ aus Bamberg an der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, dem sogenannten ISEK. Was sie erarbeiten, soll als Fahrplan für die Entwicklung der Gemeinde Lonnerstadt während der kommenden zehn bis 15 Jahre dienen. Nur so kann die Gemeinde in den Genuss von Fördergeldern kommen. Diese werden   benötigt, denn Lonnerstadt hat Sanierungsbedarf. 

Natürlich müssen für so ein Projekt die Bürger mit ins Boot geholt werden, was in Form einer Auftaktveranstaltung im Oktober 2023 geschah. Es folgten  Ortsspaziergänge in Lonnerstadt, Fetzelhofen, Mailach und Ailsbach sowie eine Online-Umfrage. All dies diente zur Erfassung von Stärken und Schwächen und um zu sehen, wo Handlungsbedarf besteht. Zur Verfeinerung der aus den Veranstaltungen für die Bürger resultierenden Ergebnisse fand kürzlich abschließend  in der Aula der Lonnerstadter Grundschule eine „Bürgerwerkstatt“ statt. Aufgrund widriger Wetterverhältnisse kamen zwar nur 20 Personen, dennoch kann sich das erarbeitete  Resultat durchaus sehen lassen.

Neue Parkplätze für Lonnerstadt

Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellten nun Nadja Seebach, BFS+, und Gunter Schramm, Planwerk, die Ergebnisse dieser „Bürgerwerkstatt“ vor. Bürgermeisterin Regina Bruckmann wurde von dem einen oder anderen Problem, das sich im Rahmen der Veranstaltung offenbarte, selbst überrascht. So kam beispielsweise die Schulstraße zur Sprache, die beidseits Gehsteige mit wechselnden Breiten zwischen fünf und 20 Zentimeter aufweist. „Das hatte ich tatsächlich so nicht auf dem Schirm“, gesteht Bruckmann. „Das ist nicht barrierefrei.“ 

Eine Möglichkeit, dies zu ändern, sehe   sie darin, den Bürgersteig auf nur eine Seite zu verlagern, dies wäre die bessere Lösung. „Auf der Prioritätenliste findet sich dieser Punkt auch ziemlich weit oben.“ Ganz weit oben auf der Liste hingegen steht der Punkt „sicherer Schulweg“. Möglicherweise könne man im gleichen Schritt einen Teil der Schulstraße sanieren. Bei der Präsentation, die in fünf Maßnahmengruppen eingeteilt war, fanden sich als möglicher Handlungsbedarf im Bereich des öffentlichen Raumes beispielsweise die Schaffung kleiner barrierefreier und kostengünstiger Wohnangebote, der Erhalt der Keller, die Gestaltung des Straßenraums in der Mühlgasse sowie eine Entlastung des Marktplatzes,  Parkmöglichkeiten sollen Abhilfe schaffen. 

Lonnerstadt möchte regenerative Energien nutzen

Was die Mobilität betrifft, so hatten neben dem sicheren Schulweg in der „Bürgerwerkstatt“ unter anderem der Ausbau der Fußwege und der Ausbau und die Markierung von Radwegen oberste Priorität.  Im Bereich „Freizeit, Soziales und Miteinander“ standen an oberster Stelle die Aktivierung des Lonnerstadter Schlosses sowie die Schaffung von niedrigschwelligen Treffpunkten. Aber auch eine Jugendbefragung hatte hohen Stellenwert in diesem Bereich. Ganz vorn mit dabei in der Rubrik „Wirtschaft, Gewerbe und Freizeit“ findet sich die Unterstützung der Vermarktung von regionalen Produkten. Der letzte Punkt umfasst die Themen Natur, Klima und Energie.

Hier steht an erster Stelle die Förderung von regenerativen Energien, aber auch die bessere Speicherung und Nutzung des Regenwassers erzielen einen hohen Stellenwert. Zudem könnte  ein Beleuchtungskonzept erstellt und umgesetzt werden. Auf alle Fälle zeigten die  Bürger viele  Baustellen auf, die sich aber  nicht von jetzt auf gleich beheben lassen. Der nächste Schritt wird zum einen die Erstellung eines detaillierten Berichtes sein, zum anderen soll bei einer der nächsten Sitzungen im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss „Innen statt Außen“ gefasst werden, der den Fokus auf die Innenentwicklung legt. 

Sanierungsgebiet in Lonnerstadt festgelegt

Auf diese Weise komme man laut Bruckmann in den Genuss einer Förderung der Projekte in Höhe von 80 Prozent, statt der bisherigen 60 Prozent, was die Gemeindekasse entsprechend entlasten würde. Voraussetzung dafür seien entsprechende Förderungen durch die Regierung von Mittelfranken, um die es sich zu  bewerben gelte.  Ein Manko bei der Geschichte sei allerdings, dass Projekte in den Ortsteilen nicht förderfähig sind. So werde zunächst das Hauptaugenmerk auf Projekte im  festgelegten Sanierungsgebiet in Lonnerstadt liegen. 

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