0
Kommunale Finanzen
Quo vadis, Lonnerstadt?
Lonnerstadt muss sich neu aufstellen.
Lonnerstadt muss sich neu aufstellen. // Evi Seeger
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Lonnerstadt – Um weiterhin in der Städtebauförderung zu bleiben, braucht die Gemeinde ein neues Entwicklungskonzept. Pläne gibt es bereits – und ein offensichtlich eingespieltes Team.

Quo vadis, Lonnerstadt? Wohin geht, wohin will die Marktgemeinde in den nächsten zwei Jahrzehnten gehen? Das eigentlich ist die Kernfrage, die wie ein Motto über dem integrierten städtebaulichen Konzept (Isek) steht. Es soll für die Zukunft der Gemeinde die Richtung vorgeben.

Die Erhaltung der alten Ortskerne ist dabei ebenso wichtig wie Wachstum, Gewerbe, Nachhaltigkeit, Integration und sozialer Zusammenhalt. Alles in allem sollen lebens- und liebenswerte Dörfer und Gemeinden entstehen, die mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Dies alles zu entwickeln, soll das Integrierte städtebauliche Konzept eine Hilfe sein.

Entwicklungskonzept nötig

Der Markt Lonnerstadt samt seinen Ortsteilen will dazu entsprechende Schritte unternehmen. Bereits seit dem Jahr 2000 im Städtebauförderprogramm, war der – nach den Worten der Bürgermeisterin Regina Bruckmann – aktuelle Anstoß eine Aufforderung der Regierung von Mittelfranken: So Lonnerstadt weiter im Programm bleiben und entsprechende Förderung bekommen wolle, müsse ein städtebauliches Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht werden.

Aus dem Programm seien Fördermittel bis zu 60 Prozent zu erwarten, erklärte Bruckmann. Ein solches Entwicklungskonzept setzt umfangreiche Vor- und Planungsarbeiten voraus. Nach Ausschreibung im Dezember letzten Jahres kristallisierten sich zwei Büros heraus, die bei der Erstellung des Konzepts Hand in Hand arbeiten wollen. Gunter Schramm vom „Planwerk Stadtentwicklung“ aus Nürnberg und Nadja Seebach vom Bamberger Büro BFS sind offensichtlich ein eingespieltes Team, das sich bei der Planung gut ergänzt. In der Sitzung stellten sie Schritt für Schritt ihr Vorgehen und ihre Aufgaben vor.

Die lokalen Akteure mit ins Boot zu nehmen, ist nach den Worten der beiden Fachplaner so ziemlich das Wichtigste bei diesem Prozess. Das heißt, außer den politischen Gremien wie Bürgermeister und Gemeinderat auch die Bürgerschaft mitsamt den örtlichen Gruppen und Vereinigungen. Je früher, desto besser, so die Stadtplaner. „Nur so kriegen wir ein Gespür dafür, was die Bürger sich wünschen“, meinte Nadja Seebach.

Bestandsaufnahme und Analyse

Am Anfang stehen Bestandsaufnahme und Analyse. Stärken und Schwächen der Gemeinde sollen aufgezeigt und Handlungsfelder gemeinschaftlich erarbeitet werden. Handlungsfelder wären beispielsweise der öffentliche Raum, Verkehr und Mobilität, Ortsgestaltung und Baustruktur, Barrierefreiheit, Nahversorgung und Gewerbe, Umweltschutz, Naherholung, Tourismus, um nur einige zu nennen. Um eine breite Öffentlichkeit einzubinden, werde es Ortsspaziergänge, Bürgerworkshops und Dialogforen geben. Das alles müsse auf der Grundlage der demografischen Entwicklung gesehen werden. Einiges habe die Marktgemeinde schon auf den Weg gebracht, anderes müsse noch nachjustiert werden.

Mit zwölf bis 14 Monaten rechnen die beiden Planer, bis das fertige Isek vorgelegt werden kann. Am Ende stehen ein Konzept mit Maßnahmenvorschlägen, Kosten- und Finanzierungsübersicht, wie auch eine öffentliche Abschlussveranstaltung. Wie Bürgermeisterin Bruckmann mitteilte, wurde der Förderantrag für das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept bereits an die Regierung von Mittelfranken gestellt. Sobald der Förderbescheid vorliege, könne der Planungsauftrag vergeben werden.

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen
  • kopiert!