Fünf Gruppen sollten zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September den Kita-Neubau an der Scheidingstraße mit Leben erfüllen. Zwei der fünf Gruppen waren im Sommer bereits eingezogen.
Die Freude an ihrem neuen Domizil währte leider nur kurze Zeit. Die Kleinen mussten wieder aus- und umziehen.
Das neue Kita-Gebäude nahe der Schule steht derzeit leer. Es kann aufgrund eines Wasserschadens vorerst nicht genutzt werden.
Derzeit laufe in dem Gebäude alles „auf Rückbau“. „Ja, das tut weh“, sagt Bürgermeister Klaus Faatz im Gespräch mit unserer Zeitung.
Kinder an Bamberger Straße untergebracht
Man muss sich das vorstellen: Wände werden aufgeschlagen, Löcher in neu verlegte Fliesen geklopft, Trocknungsgeräte laufen. Der Grund sei ein Wasserrohrbruch durch eine schadhafte Leitung in der Wand, sagt Faatz.
Was den Betrieb betrifft, sei die Gemeinde umgehend tätig geworden. Ausweichquartiere wurden gesucht und gefunden.
Was für die Eltern wohl am wichtigsten ist: Die Betreuung musste nicht ausgesetzt werden. Während mehrere Gruppen im alten Kindergarten, der dortigen Turnhalle und in den Containern an der Bamberger Straße untergebracht wurden, ist eine Gruppe ins Rathaus eingezogen.
„Wie lange das dauern wird, kann ich derzeit nicht sagen“, antwortet Bürgermeister Faatz auf Nachfrage. Gutachter seien vor Ort gewesen und hätten Schäden und mögliche Ursachen des Schadens untersucht.
Den Bescheid über die Ergebnisse erwartet der Bürgermeister zum Ende dieser Woche. Inzwischen werden die „Waschbären“ im Sitzungssaal des Rathauses betreut.
Gemeinderat tagt wieder in Kulturscheune
Die Sitzungen des Gemeinderats wurden – wie zu Corona-Zeiten – in die Kulturscheune ausgelagert. Dort lag den Räten am Dienstag der Bauantrag auf „Nutzungsänderung für das Wasserschaden-Ausweichquartier“ im Erdgeschoss des Rathauses vor.
„Wir sind dabei nachzurüsten“, sagt Faatz. Ein Rathaus sei halt kein Kindergarten.
Was bedeutet, dass das Rathaus auf die neue Nutzung – auch wenn sie nur vorübergehend ist – umgerüstet werden muss. Aktuell würde man die Auflagen abarbeiten. Die Gemeinde habe umgehend einen Architekten beauftragt, unter anderem, um den erforderlichen Brandschutzplan zu erstellen.
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