Bereits vor rund drei Jahren wurde für die Grundschule Niederndorf eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um ein Gebäude zu planen, welches die heute in der Grundschule verortete Mittagsbetreuung aufnehmen soll. Ziel ist, dass die heute im Schulgebäude durch die Mittagsbetreuung belegten Räume für den Schulbetrieb verwendet werden können. Dieses „Mitti-Gebäude“ wurde im Rahmen einer Vorplanung konzipiert.
Aus Kostengründen musste dieser Neubau allerdings seither verschoben werden. Nun haben sich wesentliche Randbedingungen geändert, aus denen sich eine neue, kurzfristig umsetzbare Lösung ergibt, wie die Stadt Herzogenaurach in einer Pressemitteilung informiert. Denn neben der Cunz-Reyther-Grundschule befinden sich das Gebäude der Kita St. Johannes und das Hortgebäude „Baumhaus“. Im Februar 2027 soll die Kita aus St. Johannes komplett in die neue Kita St. Josef umziehen.
Träger ist die Katholische Kirchenstiftung St. Josef. Das bestehende Hauptgebäude von St. Johannes wird zu einem „Schulkindzentrum“ mit vier Hortgruppen umgebaut. Aufgenommen werden die zwei bestehenden Hortgruppen aus der städtischen Kita „Baumhaus“. Das Baumhaus wiederum wird zum neuen „Mitti“-Gebäude.
Umzug in Kita St. Josef in Herzogenaurach bis Februar 2027
Durch diese „Rochade“ findet die Mittagsbetreuung ein neues Zuhause für sich alleine. Der Hort wächst dadurch um eine auf vier Gruppen. Im heutigen Kitagebäude St. Johannes sind verschiedene Baumaßnahmen notwendig. Das betrifft unter anderem die Sanitärbereiche und Garderoben, die in Kooperation der Stadt Herzogenaurach und dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt bereits besprochen sind. Mit der Regierung von Mittelfranken stehen noch Abstimmungen aus, auch im Hinblick auf die sogenannte Förderunschädlichkeit (für zum damaligen Neubau erhaltene Förderungen) des Umbaus der Kita in ein Hortgebäude, an.
Die Stadtverwaltung hat all dies mit der Schulleitung der Grundschule Niederndorf, dem Trägerverein der „Mitti“, dem Träger und der Leitung der Kita St. Johannes und des Horts in St. Johannes schrittweise in mehreren Gesprächen in verschiedenen Konstellationen abgesprochen. Der Ausschuss für Kultur-, Bildung- und Soziales der Stadt hat dem Gesamtkonzept im April 2026 zugestimmt. Die Stadtverwaltung wird die Kirchenstiftung, die die eigentliche Bauherrin des Umbaus ist, während des gesamten Prozesses unterstützen. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Umbauplanungen noch in diesem Jahr beginnen. Sobald die Kinder der Kita St. Johannes nach St. Josef, voraussichtlich im Februar 2027, umgezogen sind, könnten die Umbauten beginnen.
Zusätzliche Möbel für „Baumhaus“ in Herzogenaurach
Diese sollen bis August 2027 abgeschlossen sein, damit im September 2027 der Hortbetrieb in St. Johannes aufgenommen werden kann. Für die geplante Umnutzung des heutigen Horts „Baumhaus“ durch die „Mitti“ sind im Wesentlichen nur andere und zusätzliche Möblierungen nötig, da dort weiterhin Grundschüler betreut werden. Verglichen mit dem Neubau eines „Mitti“-Gebäudes ist die nun gefundene Lösung deutlich kostengünstiger, weil die Umbaukosten nur einen Bruchteil der Neubaukosten betragen werden. Die „Rochade“ erfüllt trotzdem die Zielsetzungen, die mit einem Neubau des „Mitti“-Gebäudes erreicht werden sollten.












