Die fünf bisherigen Gemeinderäte der Wählergruppe MFG – Miteinander für Großenseebach – haben sich bereiterklärt, bei der Gemeinderatswahl 2026 wieder anzutreten. Auch Bürgermeister Jürgen Jäkel steht gern für eine zweite Amtszeit zur Verfügung. Das wurde bei der Aufstellungsversammlung im Sitzungssaal des Rathauses bekanntgegeben.
27 Teilnehmer waren erschienen, darunter 20 Wahlberechtigte für die Aufstellungsliste. Aus der Nachbargemeinde Heßdorf kam Matthias Scholz, der Vorsitzende der Wählergruppe GIM. Er kam als Wahlbeobachter und wurde gleich als Wahlleiter verpflichtet.
Wahl der Gemeinderatskandidaten der MFG Großenseebach
Im Blockwahlverfahren wurden in geheimer Wahl die 14 Kandidatinnen und Kandidaten der Vorschlagliste einstimmig nominiert. Bei Listenplatz 6 gab es eine kleine Änderung. Caroline Warter, die auf Platz 12 vorgesehen war, bewarb sich um einen vorderen Listenplatz. Die 34-Jährige wollte eigentlich für die Grünen kandidieren, da es in Großenseebach aber keine eigene Liste der Grünen gibt, hat sie sich bei MFG aufstellen lassen. Sie hat richtig Lust darauf, sich im Gemeinderat einzubringen, wolle sich aber nicht vordrängen, meinte sie.
Carina Geist, die Vorsitzende, erklärte, dass Nicola Luckas, die auf Listenplatz 6 gesetzt war, kein Problem damit habe, einen der hinteren Plätze zu bekommen. Nicola Luckas selbst war am Wahlabend nicht anwesend. Nach der erfolgten Wahl schwor Carina Geist das Team auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. Die seien ja Multiplikatoren im Gemeindegebiet und würden in den nächsten Wochen und Monaten auf die Themen angesprochen, die die Bürger bewegen.
MFG gegen Gerüchte: Ist Großenseebach pleite?
Daher betonte Geist die erfolgreiche Arbeit der gewählten Vertreter im Gemeinderat und des Bürgermeisters in den vergangenen fünf Jahren. Der Fokus der nächsten sechs Jahre soll auf dem Haushalt liegen. Entgegen der im Ort umgehenden Gerüchte, Großenseebach sei pleite, sagte Geist: „Das stimmt nicht.“ Es gebe kluge Köpfe im Gemeinderat und in der Verwaltung, die Lösungen für die Herausforderungen zu bieten haben.
Als Beleg wurde der Stand der Rücklagen in Höhe von 4,5 Millionen Euro genannt. Zu Beginn der Amtszeit von Jürgen Jäkel seien es noch fünf Millionen gewesen. Ein Abschmelzen von 100.000 Euro im Jahr sei zu verkraften. Schließlich habe die Gemeinde auch kräftig investiert. „Das soll auch so bleiben, wir machen so weiter wie bisher. Wir wollen clever und klug nach vorne schauen“, sagte Carina Geist.










