Natur
Was ein Karpfen alles kann
Kinder der Kindergartengruppe „Ackerracker“ sind zu Besuch im Fischereimuseum Neuhaus. Anette Amtmann (Mitte) erklärt ihnen Wissenswertes zum Karpfen.
Kinder der Kindergartengruppe „Ackerracker“ sind zu Besuch im Fischereimuseum Neuhaus. Anette Amtmann (Mitte) erklärt ihnen Wissenswertes zum Karpfen.
Foto: Kindergarten Adelsdorf
Neuhaus – Das Fischereimuseum Neuhaus öffnet seine Pforten. Es gibt auch Führungen im Museum und entlang des zwei Kilometer langen Rundwegs.

Was „kann“ eigentlich ein Spiegelkarpfen? Sehen und Hören – bestimmt? Aber er hat doch gar keine Ohren! Oder doch? Und was schmeckt er? Süß, sauer, salzig und bitter – wahrscheinlich schon. Viele interessante Dinge gibt es über Karpfen zu berichten. Deshalb haben die 13 Kinder der Adelsdorfer Kindergartengruppe „Ackerracker“ die Gelegenheit genutzt und das Fischereimuseum in Neuhaus besucht, das nach seiner Winterpause wieder geöffnet ist.

„Und ihr seid wirklich den ganzen Weg zu Fuß gekommen?“, staunte Anette Amtmann, die versuchte, all die vielen Fragen der kleinen und großen Besucher zu beantworten. Angela Schickert, Erzieherin der kleinen Racker, war schon am Tag der offenen Tür im Fischereimuseum und hatte diesen erlebnisreichen Ausflug organisiert. Auch das Wetter spielte mit und zeigte sich von seiner besten Seite.

Schwer beeindruckt

Die „Ackerracker“ waren auf jeden Fall schwer beeindruckt, dass die ausgestellten Karpfen und anderen Fische im Museum durchaus echt sind und die vielen Arten alle in der Aisch vorkommen. Wie unterschiedlich sie aussehen und ganz verschiedene Schuppen und Flossen haben! Einige Kinder waren sogar mutig genug, sie einmal selbst anzufassen. Besonderen Anklang fand auch das Angelspiel mit den großen Holzfischen, welches 2019 von Schülern des Christian-Ernst-Gymnasiums in Erlangen für das Fischereimuseum erstellt wurde.

Zum Abschluss gab es für jedes Kind noch ein Heft „Fischer machen Schule“ und ein Arbeitsheft mit Erklärungen für die Erzieherinnen zum Mit-nach-Hause-nehmen, gestiftet von der bayerischen Fischerjugend des Landesfischereiverbands Bayern.

Im historischen Fischhaus

Das historisches Fischhaus südlich des großen Torweihers, in dem sich das Museum befindet, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts ursprünglich als Wachhäuschen erbaut. 2015 wurde das Museum von der Hegegemeinschaft Unterer Aischgrund mit Fördermitteln des Freistaats Bayern und der Europäischen Union mit Vitrinen neu eingerichtet. Das Museum kann in diesem Jahr zu folgenden Terminen kostenlos besichtigt werden: am Sonntag, 19. Juni und am 17. Juli von 14 bis 15 Uhr und am 14. August und 18. September von 10 bis 11 Uhr, zusätzlich, auch unter der Woche, auf vorherige Anfrage.

Die Termine

Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an Führungen im Museum und entlang des zwei Kilometer langen Rundwegs teilzunehmen. Beginn der Führungen ist am 19. Juni und 17. Juli ist jeweils um 15 Uhr, am 14. August und 18. September jeweils um 11 Uhr. Die Führung dauert circa eineinhalb Stunden, der Preis für Erwachsene beträgt fünf Euro. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an anette.amtmann@freenet.de.

Einigen „Ackerrackern“ hat es übriges so gut gefallen, dass sie inzwischen mit ihren Eltern noch einmal im Museum vorbeigeschaut haben.

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