Entwicklungshilfe
Hilfsprojekt sorgt für Wasser
Die Schüler und Novizen haben endlich einen Waschplatz mit sauberem Wasser.
Die Schüler und Novizen haben endlich einen Waschplatz mit sauberem Wasser.
Foto: Ernst Klimek
Weisendorf – Mit der Zubza-Hilfe aus Weisendorf war es möglich, eine Regenwassersammelanlage im Nagaland in Indien zu bauen. Denn sauberes Wasser ist rar.

Auch in Indien haben die Menschen mit einer dramatischen Wasserknappheit zu kämpfen. Neben einer langanhaltenden Dürre sind fehlendes Umweltbewusstsein und falsche Produkte in der Landwirtschaft für die Katastrophe verantwortlich. Und der Wassermangel trifft auch da Nagaland und damit auch Zubza, für das es ein Hilfsprojekt aus Weisendorf gibt.

16.000 Liter können gespeichert werden

Pater Benny James Karinattu wandte sich im März hilfesuchend an die Zubza-Hilfsaktion. In nur wenigen Monaten gelang es, die Finanzierung einer Regenwassersammelanlage zu sichern. Mit dem Bau konnte begonnen werden, und die Fertigstellung erfolgte jetzt. Es können rund 16.000 Liter Wasser für die Salesianer in Sechü-Zubza gespeichert werden. Gleichzeitig wurde auch ein Waschplatz mit eingeplant. Das Regenwasser kann jetzt in der Monsunzeit aufgefangen und in die Behälter eingeleitet werden.

Denn sauberes Wasser zu haben, stellt ein großes Problem dar. Das Wasser in Zubza kommt aus dem Bach vom Berg und ist verunreinigt. In der Trockenzeit wird der Fluss zum Rinnsal, und es herrscht Wassermangel. Aufgrund der im Nordosten Indiens vorherrschenden langen Trockenzeit klagen nicht nur die Novizen im Nagaland über Wassermangel.

Die Regenwassersammelanlage konnte zur Freude der Salesianer jetzt fertiggestellt werden.
Die Regenwassersammelanlage konnte zur Freude der Salesianer jetzt fertiggestellt werden.
Foto: Ernst Klimek

Wie der Weisendorfer Sprecher des Zubza-Hilfsprojekts, Ernst Klimek, erzählt, bleiben die Novizen der Salesianer ein Jahr in Sechü-Zubza, bevor sie ihre Studien fortsetzen. Die Grundausbildung dauert bei den Salesianern Don Boscos rund zehn Jahre und ist eine intensive Zeit des Einübens der Lebensweise. Auf den ersten Blick eine lange Zeit, und doch umfasst sie das Hineinwachsen in den Orden, Studien und Ausbildungen sowie Praxiszeiten bei stets größerer Übernahme von Verantwortung.

Das Emmaus-Noviziat und die Ausbildungsstätte der Salesianer befindet sich direkt neben der Don-Bosco-Schule, der Weisendorfer Partnerschule. Die Schulabgänger der Don-Bosco-Schule entscheiden sich häufig für die Ausbildung zum Salesianer. Die Ordensgemeinschaft der Salesianer sowie die Don-Bosco-Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen.

Weitere Hilfsprojekte

Seit Jahren unterstützt das Zubza-Hilfswerk auch diese Ausbildungsstätte, zum Beispiel mit dem Bau einer Solar-Warmwasser-Anlage und einer Hühnerzucht. Frater Joseph Peringalathu (SDB) zeigte der Weisendorfer Delegation bei einem Besuch den damals defekten Warmwasserboiler. Dies ist besonders in der kalten Jahreszeit von November bis April ein unzumutbarer Zustand.

Die Verbindung der Grundschule Weisendorf ins indische Zubza hat nach 15 Jahren 41 Projekte hervorgebracht. Über 165 Kindern wird der Schulbesuch durch Paten finanziert. Mit Unterstützung des Ordinariats Bamberg gelang es, die Zubza-Hilfsaktion als „Hand in Hand fürs Nagaland“ in Deutschland zu verbreiten. Zahlreiche Hilfsprojekte wurden angestoßen und konnten so bereits erfolgreich durchgeführt werden.

Der „Zubza-Virus“ zog immer weitere Kreise. „In Krisenzeiten wie in der heutigen sind Hilfsprojekte wichtiger denn je“, betont auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Denn die Zubza-Helfer geben den Kindern in Weisendorf wie in Indien ein deutliches, gelebtes Vorbild an Toleranz, Nächstenliebe und ethischen Werten. Das Zubza-Hilfswerk ist ein Hilfsprojekt der Marktgemeinde Weisendorf, der Grund- und Mittelschule, der katholischen Pfarrei St. Josef und der evangelischen Kirchengemeinde sowie der Stadt Eschenbach.

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