Seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der Schulimkereien im Landkreis Erlangen-Höchstadt stetig zu. Bereits im Januar 2022 wurde über diese positive Entwicklung berichtet.
Der Kreisverband der Imker im Landkreis Erlangen-Höchstadt (KVI) berät diese Bildungseinrichtungen. Frank Lehmann, der stellvertretende Vorsitzende des KVI, koordiniert die Zusammenarbeit der Initiatoren von Bienenprojekten an den unterschiedlichen Schulen.
Jetzt gab es eine weitere erfreuliche Entwicklung im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Das damals in der Presse angekündigte Pilotprojekt, das die Imkerei mit Sensorik und Miniatur-Computertechnik verbindet, wurde gestartet.
Erhebung vieler Daten
Dank einer großzügigen Förderung durch den Landesverband Bayerischer Imker, vertreten durch Stefan Spiegel, kann das Projekt nun an zehn Einrichtungen durchgeführt werden. Neben den fünf Schulimkereien von Eckental über Herzogenaurach bis nach Höchstadt werden auch die drei Lehrbienenstände im Landkreis jeweils einen Bausatz erhalten.
Daten für die eigene Homepage
Durch die digitalen Bausätze können Daten zum Gewicht, zur Temperatur und zum Leben im Bienenstock erhoben werden. Diese Daten werden von den einzelnen Schulimkereien für die eigene Homepage verwendet. Außerdem können die Daten von den Experten der Informatik und Bienenkunde ausgewertet werden, z. B. an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Triesdorf, dem Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim und der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Erik Busch, Vorsitzender des KVI, zeigte sich erfreut über diese Entwicklung und begrüßte das „Zusammenspiel von moderner Technik und traditioneller Imkerarbeit“.
Fabian Kramer, Beisitzer für Digitalisierung beim KVI, hatte zusammen mit dem Team beelogger um Thorsten Gurzan die Bausätze zusammengestellt und vorsortiert.
Übergabe der Bausätze
Diese Digital-Bausätze wurden dieser Tage in den Räumen der Staatlichen Realschule Höchstadt an der Aisch an die Schulen übergeben. Die Schule hatte sich außerdem hervorragend um die entsprechende kulinarische Ausgestaltung der Veranstaltung gekümmert.
Bei der Übergabe der Bausätze an der Realschule Höchstadt erläuterte Fabian Kramer den Lehrern der beteiligten Schulimkereien den Aufbau und den Zusammenbau der Digitaltechnik. Während der Vorstellung der Bausätze wurden Amancay Greulich, Ruth Siberschneider, Vanessa Lang und Martin Stradtner, den Initiatoren und Aktiven der Schulimkerein, schnell klar, dass die Schüler neben dem imkerlichen Handeln einen ersten Einblick im Löten von Platinen und Konfigurieren der Software erwerben. Dadurch werden den Schülern wichtige technische Kompetenzen vermittelt.
Intensive Zusammenarbeit
Herausforderungen meistert man am besten zusammen. Daher entschlossen sich die anwesenden Vertreter der Schulen, das Einlöten der Platinen gemeinsam an einem Nachmittag Mitte März an der Realschule Herzogenaurach durchzuführen. So kann die Kompetenz von Schülern wie Yannik Mühlhans von der Herzogenauracher Realschule, Fabian Kramer oder Werner Jäger, dem Ersten Vorsitzenden des Imkerverein Schlüsselfeld, möglichst vielen zugute kommen. Dies stärkt außerdem das Netzwerk der Imkergruppen der Gymnasien Eckental, Herzogenaurach und Höchstadt und der Realschulen Herzogenaurach und Höchstadt.
Dem Insektensterben begegnen
Frank Lehmann, stellvertretender Vorsitzender im Kreisverband der Imker in Erlangen, begrüßt diese intensive Zusammenarbeit der Schulen untereinander und hofft, dass sich im Landkreis noch mehr Schulen für das Projekt der Digitalisierung der Beuten an Schulen interessieren, um dem Insektensterben mit sinnvollen Ideen zu begegnen.
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