Pfarrei St. Georg
Energiesparpläne: Einige Türen bleiben offen
Die Stadtpfarrkirche wird energiesparend beheizt, das Pfarrheim bleibt geschlossen. Die Tür der Begegnungsstätte St. Hildegund bleibt für Treffen offen, wie Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl aufzeigt.
Die Stadtpfarrkirche wird energiesparend beheizt, das Pfarrheim bleibt geschlossen. Die Tür der Begegnungsstätte St. Hildegund bleibt für Treffen offen, wie Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl aufzeigt.
Foto: Silvia Lohmann
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Höchstadt a. d. Aisch – Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten lässt die Pfarrei St. Georg in Höchstadt Räume kalt oder schließt sie. Doch es gibt ein paar Ausnahmen.

Gemäß den staatlichen Vorgaben forderte auch das Erzbischöfliche Ordinariat in Bamberg die örtlichen Pfarreien und Seelsorgebereiche auf, ein deutliches Zeichen des Energiesparens in diesem Winter zu setzen. Bereits im September gab der Pfarrgemeinderat der St.-Georgspfarrei in Höchstadt ein Votum an die Kirchenverwaltung, das die Kirchenratsmitglieder im gleichen Monat noch bestätigten.

Kirche hat  zehn Stunden pro Tag geöffnet

Angesichts der vielfachen Krisen befinden sich nach Ansicht des Pfarrgemeinderates Menschen auf der Suche nach Sinn und Halt. In der Stille des Gotteshauses, das zehn Stunden pro Tag geöffnet ist, wie auch in den gottesdienstlichen Feiern und bei den vielfachen Terminen der Stadtpfarrei in der St.-Georgskirche versuche das Pastoralteam, Stütze und Halt angesichts der vielen Unsicherheiten und Enttäuschungen zu geben. Deshalb soll das Pfarrheim mit dem großen Saal und den Gruppenräumen den Winter über für Sitzungen und Versammlungen geschlossen bleiben, um Energie zu sparen und die Teuerung der Nebenkosten zu reduzieren.

Eine Ausnahme gibt es: Für die monatlichen Seniorennachmittage im Pfarrsaal wird geheizt. Auch in der Begegnungsstätte St. Hildegund in der Steinwegstraße bleiben mit Ausnahme des kleinen Versammlungssaales die Räume kalt. Alle Verbände und Gremien, die das Pfarrheim nutzen, reagierten laut Mitteilung der Pfarrei mit Verständnis. Mit kreativen Ideen gehe man die Situation an.

Mit gutem Beispiel vorangehen

„Es genügt uns einfach auch nicht, nur mit dem Ausschalten der Kirchenbeleuchtung ein relativ kleines Zeichen zu setzen“, meint Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl, und Stadtpfarrer Kilian Kemmer stimmt ihr zu. „Wenn ein ganzes Land zum Energiesparen aufgefordert wird, müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Kilian Kemmer.

Die Systemsteuerung der neuen Kirchenheizung sei effizient und energiesparend programmiert. Wünschenswert aus Sicht des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung wäre es, dass die getroffene Entscheidung nicht nur Energie einspart, sondern dass Menschen in St. Georg Energie tanken können, um „die Kälte und Unsicherheit der Gegenwart zu bewältigen“.

 

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