Das „Landhotel 3Kronen“ ist mit der „Umwelt- und Klimapakt Bayern“-Urkunde ausgezeichnet worden. Das vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ausgestellte Papier gilt für die Teilnahme am „Umwelt- und Klimapakt Bayern“. Die Festrede zur Übergabe hielt Landrat Alexander Tritthart.
Übergeordnetes Ziel des Umweltpaktes ist die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes in allen Bereichen, sagte Tritthart. Da geht es zum Beispiel um die Vermeidung von Emissionen, Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz, Klimaschutz, Abfallvermeidung, Gewässer-, Gesundheits-, Natur- und Bodenschutz.
Bayern als Vorreiter
Bayern ist laut Tritthart mit seinem Umweltpakt von 1995 als erstes Bundesland in Deutschland den neuen Weg der Kooperation von Staat und Wirtschaft gegangen. Bayern habe als erstes Bundesland Betriebe, die durch ein Öko-Audit Eigenverantwortung für den betrieblichen Umweltschutz übernommen haben, mit Erleichterungen beim Verwaltungsvollzug belohnt.
Im 25. Jahr wandelte sich der „Umweltpakt Bayern“ 2020 zum „Umwelt- und Klimapakt“. Darin werden die Leitprinzipien des bisherigen Umweltpakts fortentwickelt. Über 700 Projekte konnten in 25 Jahren Umweltpakt insgesamt gemeinsam bereits realisiert werden.
Ziel der Partner im 2020 neu geschlossenen Pakt sei es, basierend auf den Leitgedanken des Umwelt- und Klimapakts, verschiedene Herausforderungen umzusetzen. Unter anderem gehe es darum, themenbezogene Vereinbarungen, Strategien und Zielvorstellungen, Vorschläge und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie die Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft gemeinsam zu Problemlösungen beitragen können, sagte der Landrat.
Breite Beteiligung und Themenvielfalt
Auch sollen von den Teilnehmern geeignete Maßnahmen, Initiativen und Projekte mit einem Mehrwert für Umwelt und eine breite Unternehmerschaft erarbeitet werden. Als Themenschwerpunkte nannte der Redner die Begriffe Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Entsorgung, Recycling, Umgang mit Kunststoff, Flächeninanspruchnahme, Biodiversität und Artenschutz, Umwelttechnologie sowie Gewässernutzung.
Am aktuellen Umweltpakt haben sich bayernweit über 1650 Betriebe mit über 36.000 Beschäftigten beteiligt. Aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt sind es aktuell 21 Unternehmen mit über 12.600 Beschäftigten. Die insgesamt sechste Auflage dieser freiwilligen Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft steht unter dem Motto „Umweltpakt Bayern entwickelt sich weiter zum Umwelt- und Klimapakt Bayern“.
Zum Umwelt- und Klimapakt Bayern
Anfänge Die Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro im Jahre 1992 hat mit der Verständigung auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung einen Prozess eingeleitet, der mittlerweile die internationale und nationale Umweltpolitik prägt.
Voraussetzung Nachhaltigkeit fordert neue Formen der Entwicklung, die dauerhaft sowohl ökologisch, ökonomisch als auch sozial verträglich sind. Hierfür bedarf es neuer Instrumente im Verhältnis von Staat und gesellschaftlichen Gruppen, das stärker als bisher vom Miteinander und von Kooperation geprägt sein muss. Der Wirtschaft kommt hier eine zentrale Bedeutung zu.
Begriff Der Umweltpakt ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Freiwilligkeit, Übernahme von Eigenverantwortung beim Umweltschutz sowie kooperatives Handeln aller Beteiligten zählen seit der Erstunterzeichnung 1995 zum Grundverständnis des Charakters von Zusagen und Erklärungen im Umweltpakt.
Basis Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung von Staat und Wirtschaft, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Mit beispielhaften und gemeinsamen Projekten von Staat und Wirtschaft soll der Umweltpakt sichtbar machen, dass Ökonomie und Ökologie keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand in einer intakten Umwelt beitragen.
Teilnahme Am Umwelt- und Klimapakt Bayern können alle Unternehmen und alle Einrichtungen der Wirtschaft teilnehmen, die im Bundesland Bayern eine freiwillige Leistung im Umweltschutz erbringen, die den Zielen des Umweltpakts Bayern entspricht und die über die geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.
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