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Verkehrschaos
60 Kilometer Stau nach Lkw-Unfall auf der A3
Der Lkw des mutmaßlichen Unfallverursachers auf der A3 wurde völlig zerstört.
Der Lkw des mutmaßlichen Unfallverursachers auf der A3 wurde völlig zerstört. // News 5/Merzbach
Pommersfelden – Die Bergung der vier Lkws nach ihrem Zusammenstoß bei Pommersfelden dauerte Stunden. In der Folge staute sich der Verkehr auf der A3 über 60 Kilometer bis zum Kreuz Biebelried.

Wer am Donnerstag auf der A 3 in Richtung Erlangen oder in Höchstadt und Gremsdorf unterwegs war, brauchte viel Geduld.  In der Folge des Zusammenstoßes von vier Lkw bei Pommersfelden  wälzte sich der Verkehr durch die Orte. 

Während der Bergungsarbeiten  standen die Autos auf der A3 teilweise über 60 Kilometer im Stau, der bis  zum Kreuz Biebelried in Unterfranken zurück reichte. Bei fließendem Verkehr würde eine Autofahrt über diese Strecke 45 Minuten dauern.

Die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried richtete weiträumige Umleitungen über die A7 ein. Selbst auf der Bundesstraße 8, die weit abseits vom Unfallgebiet über Neustadt an der Aisch nach Nürnberg führt, staute sich der Verkehr.

Verursacher übersieht Stauende

Nach ersten Ermittlungen der Verkehrspolizei Erlangen übersah der Fahrer eines Sattelzugs zwischen den Anschlussstellen Pommersfelden und Höchstadt-Ost ein Stauende. 

Die  aufwendige Bergung der vier Lkw dauerte bis zum Nachmittag.
Die aufwendige Bergung der vier Lkw dauerte bis zum Nachmittag. // Martin Regner

Er fuhr auf Höhe des Parkplatzes Vogelsäcker mit großer Wucht auf einen weiteren Sattelzug auf, wie die Verkehrspolizei Erlangen mitteilt. Der Aufprall war so heftig, dass der zweite Sattelzug auf zwei weitere Lastkraftwagen geschoben wurde, die davor im Stau standen. 

Beteiligt waren somit ein Autotransporter, ein Sattelzug, ein Tieflader mit Betonteilen und  ein Sattelzug mit Siloauflieger. Beide Fahrer der hinteren beiden Unfall-Lkw konnten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Sie kamen in ein Krankenhaus. Die anderen zwei Fahrer der vorderen  beiden Lkw wurden nur leicht verletzt und konnten vor Ort versorgt werden.

Durch den Aufprall wurde das komplette Führerhaus vom Fahrzeug des mutmaßlichen Verursachers abgerissen. Er musste mit einem Schwerlast-Kran geborgen werden. Die Fahrzeugteile lagen über die gesamte Fahrbahn verteilt.

A 3 komplett gesperrt

Zwei der Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass eine aufwendige Bergung notwendig wurde. Die A 3 war deshalb in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt worden. 

Auch in Höchstadt und Gremsdorf  ging während der Bergung nichts mehr. Der Stau in Richtung Autohof Gremsdorf und Autobahnauffahrt Höchstadt-Ost reichte zurück bis an die Höchstadter Kläranlage an der Straße „Am Aischpark“. 

Auch die kleine Verbindungsstraße vom Höchstadter Gewerbegebiet nach Gremsdorf vorbei an der Litz-Mühle war komplett verstopft. 

Verkehr in Höchstadt bricht zusammen

Das gleiche galt für den ersten Abschnitt der B 505 ab der Ausfahrt Pommersfelden und die anschließende Staatsstraße 2263 über Etzelskirchen in Richtung Höchstadt sowie für die Staatsstraße 2763 ab Höchstadt-Nord über Nackendorf nach Höchstadt. 

Der Stau legte auch die Straßen in Höchstadt teilweise lahm, hier die Straße "Am Aischpark" auf Höhe der Kläranlage.
Der Stau legte auch die Straßen in Höchstadt teilweise lahm, hier die Straße "Am Aischpark" auf Höhe der Kläranlage. // Martin Regner

Hier reihten sich am Donnerstag bis in den Nachmittag hinein Lkw an Lkw, dazwischen unzählige Autos und Wohnmobile. Der Stadtverkehr im Höchstadter Osten war komplett zum Erliegen gekommen.

Feuerwehr bindet Öllache ab

„Ein Trümmerfeld wurde vorgefunden“, sagte Sebastian Weber, Pressesprecher der Feuerwehr im Landkreis Erlangen-Höchstadt zur Lage auf der Autobahn. Vor Ort rückten mehrere Abschlepp- und Bergeunternehmen an.

Die Feuerwehren Höchstadt/Aisch, Etzelskirchen und Adelsdorf waren mit insgesamt knapp 50 Kräften vor Ort, zusätzlich auch Führungskräfte der Kreisbrandinspektion.

Auf der Autobahn hatte sich eine große Öllache gebildet, die mit Sand zugeschüttet wurde. Das Lkw-Wrack des mutmaßlichen Unfallverursachers, musste mit einem Schwerlast-Kran geborgen werden.

Der Motorblock der am schwersten beschädigten Lkw dampfte vor Hitze. Von der Ladung des Silo-Transporters ging laut Feuerwehr keine Gefahr aus.

Nach 1,5 Stunden wird eine Fahrspur frei

Nach Absprache mit Fachkräften eines Bergeunternehmens, konnte man die linke Fahrspur um die Mittagszeit frei machen und die bereits seit anderthalb Stunden im Stau stehenden Fahrzeuge langsam an der Unfallstelle vorbei leiten.

Die Feuerwehr unterstützte das Bergeunternehmen, das mit zwei Autokränen und Transportfahrzeugen an die Einsatzstelle kam. Der Einsatz samt Bergung dauerte bis in die Abendstunden an. 

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