Umweltschutz
Sie radeln einmal um die Welt
Schüler des Gymnasiums Höchstadt setzen sich dafür ein, dass mehr mit dem Rad gefahren wird.
Schüler des Gymnasiums Höchstadt setzen sich dafür ein, dass mehr mit dem Rad gefahren wird.
Foto: Symbolfoto: ARochau - stock.adobe.com
Höchstadt a. d. Aisch – Ein P-Seminar des Gymnasiums Höchstadt will alle Mitschüler zu mehr Radfahren animieren. Jeder sucht sich für die geradelten Kilometer Sponsoren.

Das P-Seminar Sport des Gymnasiums Höchstadt will alle Schüler und Lehrer anregen, mehr Fahrrad zu fahren. Die Schüler Emma Nitsche, Lara Engelhardt und Helene Merz, Projektverantwortliche des Seminars, und der Seminarleiter Michael Hipp erklären im Gespräch das Ziel und die Inhalte ihres Seminars.

Seit wann und warum gibt es ein Fahrradseminar? Hipp: Jeder Schüler der Oberstufe muss in der 11. und 12. Jahrgangsstufe ein Projektseminar belegen. Weil wir gerne Sport machen und gern Fahrrad fahren, haben wir diese Seminaridee gewählt. Das Seminar begann im September 2020 und endete zum Halbjahr Ende Januar.

Welche Projekte sind schon gelaufen? Lara: In einem ersten Schritt machten wir eine Umfrage, um herauszufinden, wer regelmäßig mit dem Fahrrad fährt, was sich Radfahrer an der Schule wünschen oder warum andere Schüler immer mit Bus und Auto kommen. Wir suchten verkehrsberuhigte Strecken aus den Orten Pommersfelden, Adelsdorf, Hemhofen, Weisendorf und Uehlfeld. Wir veröffentlichten die Strecken auf unserem Instagramkanal und forderten die Mitschüler auf, an zwei Freitagen unter Begleitung von Lehrern gemeinsam in die Schule zu radeln. Leider kam uns an einem der beiden „Fridays for Fahrrad“ das Hochwasser in die Quere. Am anderen Termin nahmen aber circa 150 Schülerinnen und Schüler teil und radelten gemeinsam in die Schule. Dort gab es dann für die Jugendlichen der Unterstufe einen Fahrradaktionstag.

Die Höchstadter Schüler befassen sich in ihrem P-Seminar mit dem Thema Fahrradfahren.
Die Höchstadter Schüler befassen sich in ihrem P-Seminar mit dem Thema Fahrradfahren.
Foto: Michael Hipp

Was sind die Vorteile des Radfahrens? Emma: Nicht erst seit den letzten Wochen ist klar, dass wir Energie sparen müssen. Uns ging es zu Beginn des Projektes aber vor allem um die Umweltthematik, ein Thema, das durch die Pandemie leider etwas in den Hintergrund geraten ist. Auf unserer Homepage wird automatisch berechnet, wie viel CO2 mit jedem Kilometer, der nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, eingespart wird. Aber als Sportler wissen wir einfach auch, wie gut es tut, wenn man nach einem langen Schultag mit dem Rad an der frischen Luft nach Hause fährt.

Was ist das Ziel dieses Projektes? Helene: Wir wollen, dass das Thema möglichst viele Mitschüler erkennen und umsetzen.

Wohin geht die digitale Fahrradtour und was ist das maximale Kilometerziel? Emma: Wir haben uns als Ziel gesetzt, einmal um die Welt zu radeln, also gut 40.000 Kilometer. Und wenn viele mitmachen, ist das auch zu schaffen. Es darf aber auch gern mehr sein.

Welche Organisation soll mit dieser Aktion unterstützt werden? Lara: Nach langem Suchen sind wir auf die Organisation World Bicycle Relief gestoßen – eine gemeinnützige Organisation, die Menschen in Entwicklungsländern, für die Mobilität wesentlich schwieriger ist als für uns, mit speziellen Fahrrädern unterstützt. Und das passt natürlich super zu unserer Projektidee.

Wann wurde das Projekt gestartet und wann endet es? Hipp: Es ist nach den Osterferien gestartet und die Fahrradsaison geht bis zu den Herbstferien. Aber der Plan ist schon, dass diese Aktion jedes Jahr stattfindet.

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