Mehrere Schüler des Wahlfaches „Technisches „Experimintieren“ vom Gymnasium Höchstadt haben sich in den Pfingstferien getroffen, um im riesigen Erlanger Siemens-Campus eine Einführung in die Siemens-Ausbildung nach dem Abitur zu erhalten. Ein intensiver Kontakt besteht seit 2008, als die Ausbildung noch in den inzwischen abgerissenen Gebäuden stattfand.
Das Siemens-Management hat mit der neuen Investition nicht gespart, um die Azubis für die Zukunft auszubilden. „Die Räumlichkeiten und auch die Ausbildungsmaterialien sind vom Feinsten“, wie die Schüler berichten.
Ausbildungsleiter Robert Meister stellte eingangs die eigenständige Firma Siemens Energy vor. Das Unternehmen habe im Weltmarkt eine hervorragende Stellung.
Extrem geringe Abbrecherquote
Ein Sechstel des Weltmarktes werde von dem Unternehmen bedient. Entsprechend viele und qualifizierte Mitarbeiter würden benötigt.
Die Auswahl der Bewerber erfolge nicht mehr mit Tests. Man habe mit Bewerbungsgesprächen positive Erfahrungen gesammelt, um insbesondere die entscheidende Motivation der Bewerber festzustellen, so der Ausbildungsleiter.
Die Abbrecherquote während der Ausbildung sei daher extrem gering. Zusammen mit Ausbilder Harald Schiffert bekamen die Höchstadter Gymnasiasten anschließend die einzelnen Abteilungen gezeigt.
Für die Schüler des Gymnasiums war es schon beeindruckend, Maschinen, die einige 100.000 Euro kosten, so hautnah zu sehen und erklärt zu bekommen. Von den jungen Werkstudenten Philipp Wölfel und Frederik Doht wurden im Rahmen ihrer Ausbildung die Bauteile für eine moderne Wasser-Luftdruck-Raketenstartanlage gefertigt und von den Höchstadter „Nachwuchsingenieuren“ in kleinen Arbeitsgruppen anhand einer technischen Skizze zusammengebaut.
Die Erprobungen auf dem Gästeparkplatz waren erfolgreich. Es gab keine Fehlstarts wegen Versagens der Triebwerke. Die Schülerkommentare waren abschließend durchaus positiv.
Gute Abwechslung
Natalia Moreno hat bei dem interessanten Vormittag besonders der Zusammenbau der Startgestelle gefallen. Ihr Kommentar: „Eine gute Abwechslung in den Ferien!“
Julius Köhler war von den vielen Maschinen sehr beeindruckt. Sein Bruder Severin meinte, er opfere für solche Erkundungen gerne seine Ferienzeit.
Abschließend bedankten sich Achim Engelhardt und Tobias Kanzler, die beiden Betreuungslehrer des Höchstadt Gymnasiums, für die Einladung und den nicht nur für die Schüler interessanten Vormittag.
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