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Ernüchternde Rekordzahlen
Puma fährt größten Verlust der Firmengeschichte ein
Puma-Schuhe
Der Sportartikelhersteller Puma ist tief in die Verlustzone gerutscht. (Symbolbild) // Sina Schuldt/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Herzogenaurach – Puma hat die Zahlen für das Jahr 2025 vorgestellt: Ein beispielloses Minus für den Sportartikelhersteller. Das wirft Fragen zur Zukunft des Unternehmens auf. Wie es laut CEO Artur Hoeld weitergeht.

Der Sportartikelhersteller Puma hat im vergangenen Jahr den größten Verlust seiner fast 80-jährigen Firmengeschichte eingefahren. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag in Höhe von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die schlechte Bilanz hat der Herzogenauracher Sportartikelhersteller am Mittwoch, 26. Februar veröffentlich.

Man müsse das bisher schlechteste Ergebnis der Firma in Relation zum seit 20 Jahren wachsenden Unternehmens sehen, gab Finanzvorstand Markus Neubrand am selben Tag während der Pressekonferenz zur Vorstellung der Geschäftsjahresbilanz 2025 an.

Ein schwacher Beschwichtigungsversuch. Unklar bleib, ob Puma sich in einer Delle vor dem Aufschwung befindet (auf den man in Herzogenaurach durch das Restruktuierungsprogramm hofft) oder ob das Unternehmen vor größeren Schwierigkeiten als einem Neuanlauf steht.

Die Prognose gibt wenig Grund zur Hoffnung: Laut Vorstandschef Arthur Hoeld werde auch das laufende Jahr 2026 noch Verluste bringen, ehe das Unternehmen 2027 zu Wachstum zurückkehren will. 

Sportartikelhersteller Puma: Wohin für die große Umstrukturierung?

Perspektivisch will Puma wieder die Nummer drei der Sportartikel-Welt hinter dem US-Branchenführer Nike und dem fränkischen Lokalrivalen Adidas werden. 

Derzeit ist die Marke mit der Raubkatze im Logo im Branchenranking abgerutscht und wurde von Marken wie Skechers (USA) oder dem eigenen neuen Großaktionär Anta Sports überholt, wie die Deutsche Nachrichtenagentur (dpa) angibt.

„2025 war für uns ein Reset-Jahr. Unser Ziel ist es, Puma als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen“, betonte Hoeld. 

Stellenabbau bei Puma schreitet nach Plan fort

Hoeld hatte nach der Übernahme des Chefpostens von Arne Freundt im vergangenen Jahr ein striktes Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Das sieht unter anderem den derzeitigen Stellenabbau von 1400 Stellen weltweit vor, der bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll.

Weitere Maßnahmen seien der Abbau immenser Produkt-Überkapazitäten vor. Zuletzt hatte das Unternehmen stark damit zu kämpfen, das seine Produkte von Händlern zu Niedrigpreisen verramscht wurden, schreibt die dpa. 

Es sollen allerdings keine produzierten Artikel zerstört werden, sagte Hoeld. Die Überbleibsel wolle Puma in eigenen Factory Outlets und über ausgewählte Partner an den Kunden bringen. „Das wird uns bis zum Jahresende beschäftigen“, sagte Hoeld. Von bestimmten Vertriebspartnern habe man sich getrennt. 

Puma stellt sich für 2026 auf weiteres Verlustjahr ein

Die Puma-Aktionäre sollen für das Verlustjahr 2025 keine Dividende erhalten. Die Aktie hatte im vergangenen Jahr stark an Wert verloren. Die Übernahme eines Aktienpakets in Höhe von rund 29 Prozent der französischen Investorenfamilie Pinault durch den chinesischen Sportartikel-Riesen Anta (Jack Wolfskin, Arcterix, Wilson) werde zunächst auch das ohnehin stark rückläufige China-Geschäft belasten, sagte Hoeld. Erst mittel- und langfristig werde die Übernahme Puma auf dem wichtigen chinesischen Markt helfen. 

Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Hoeld hatte im dritten Quartal einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu gehören neben dem erwähnten Stellenabbau auch der Abbau von Lagerbeständen sowie unrentable Läden zu schließen.

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