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Gegen steigende Mieten
Richtfest für Sozialen Wohnungsbau in Röttenbach
Andreas Heipp, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung (links), und Erster Bürgermeister Ludwig Wahl (Freie Wähler) sprechen während des Richtfests in Röttenbach Dankesworte.
Andreas Heipp, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung (links), und Erster Bürgermeister Ludwig Wahl (Freie Wähler) sprechen während des Richtfests in Röttenbach Dankesworte. // Filina Rieker
Röttenbach – In Röttenbach entstehen neue Wohnungen. Sie sollen sich trotz steigender Mieten möglichst viele Menschen leisten können. Bürgermeister Ludwig Wahl erklärt, wie das Möglich ist.

Die Joseph-Stiftung, ein katholisches Wohnungsunternehmen, baut derzeit 16 geförderte und barrierefreie Mietwohnungen am Bauhof im Herzen von Röttenbach. Die Wohnungen kommen Menschen zugute, die es auf dem Wohnungsmarkt mit den stark gestiegenen Mietpreisen schwer haben. Die Bauarbeiten sind planmäßig vorangeschritten, sodass Andreas Heipp, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung, und Röttenbachs Bürgermeister Ludwig Wahl (Freie Wähler) am vergangenen Dienstag zum Richtfest geladen haben. Der Richtbaum konnte bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein am Dachfirst befestigt werden. Andreas Heipp und Ludwig Wahl haben das Richtfest zum Anlass genommen, sich bei allen Beteiligten für den zügigen Baufortschritt zu bedanken.

„Es war sehr kalt und nass beim ersten Spatenstich im Januar. Dass alles so gut gelaufen ist und wir heute zum Richtfest zusammenkommen können, freut mich sehr. Die Zusammenarbeit bei diesem Bauprojekt mit der Joseph-Stiftung läuft außerordentlich gut und sehr unbürokratisch. Ich hoffe, dass wir bei der Wohnungsvergabe dann genauso eng zusammenarbeiten. Mein ausdrückliches Dankeschön, stellvertretend für die ganze Gemeinde Röttenbach, geht an den Gemeinderat, für die guten Entscheidungen für die Menschen, die solche Wohnungen brauchen, an die Joseph-Stiftung sowie an alle Bauunternehmen und beteiligten Firmen, dass alles so zügig vorangegangen ist. Ich möchte mich auch bei den Nachbarn, die in direkter Nachbarschaft sind, bedanken. Es war für sie ja auch eine echte Einschränkung“, zog Röttenbachs Bürgermeister Ludwig Wahl eine positive Bilanz der ersten Bauphase.

Sozialer Wohnungsbau in Röttenbach soll an Nahwärmenetz angeschlossen werden

Zudem betonte er nochmals, dass er sehr froh über die Kooperation mit der Firma Belence-Energy ist. Nachdem die Gemeinderäte Ende November grünes Licht gegeben hatten, haben Bürgermeister Ludwig Wahl und Thilo Jungkunz, geschäftsführender Gesellschafter von Belence-Energy, ein entsprechendes Vertragswerk für den Bau eines Nahwärmenetzes in Röttenbach unterzeichnet. Die Energiezentrale wird am Bauhof entstehen und in diesem Zuge auch diesen Neubau mit Nahwärme versorgen. „Der Plan sieht vor, dass wir im September oder Oktober, wenn der Estrich verlegt ist, das Gebäude heizen können, damit der Estrich gut austrocknet“, erläuterte Wahl.

Für die Planung des dreigeschossigen Gebäudes ist das Architekturbüro Bermüller-Niemeyer aus Nürnberg verantwortlich. Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung sind für die Joseph-Stiftung ein wichtiges Kriterium. Das neue Wohngebäude wird nach neuesten energetischen Standards, dem Gebäudeenergiegesetz aus dem Jahr 2022, errichtet und zudem barrierefrei nutzbar und über Aufzüge erschlossen sein. Insgesamt entsteht eine Wohnfläche von rund 1110 Quadratmetern samt 18 Stellplätzen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 56 und 103 Quadratmeter Wohnfläche und sprechen damit unterschiedliche Zielgruppen an.

Sozialer Wohnungsbau der Joseph-Stiftung in Röttenbach soll 2025 bezugsfertig sein 

Insgesamt investiert die Joseph-Stiftung rund 5,2 Millionen Euro in das Projekt. „Projekte im geförderten Wohnungsbau gelingen oft nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kommune und Wohnungsunternehmen. Es braucht den Willen und die bewusste Entscheidung einer Kommune, vorhandene Grundstücke nicht mit maximaler Gewinnorientierung zu verkaufen, sondern diese sozialorientierten Wohnungsunternehmen wie der Joseph-Stiftung zur Verfügung zu stellen, um so geförderten und damit bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wenn wir aktuell im freien Markt finanzieren würden, würden wir Mieten von 17 bis 22 Euro pro Quadratmeter haben. Daher sind wir froh, dass es solche Förderprogramme gibt, die wir auch genutzt haben. Im Rahmen der einkommensorientierten Förderung werden die Wohnungen dann je nach Einkommensstufe für fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter vermietet“, sprach Andreas Heipp seinen Dank an die Gemeinde aus, die dieses Projekt mit ermöglicht hat.

Nicht fehlen durfte an diesem Tag der Einweihung des Neubaus der Richtspruch eines Zimmerers. Vom dritten Stock des Neubaus aus verkündete Zimmerermeister Peter Mai seinen launigen Richtspruch und richtete seinen Dank an Handwerker, das Architekturbüro sowie Bauherrn und erbat Gottes Segen. Mit drei Gläsern, die er am Boden in kleinste Scherben zerschellen ließ, wünschte er dem Projekt Glück und Segen. Wenn alles weiter nach Plan läuft, ist das Objekt im Mai 2025 bezugsfertig. Interessenten für eine Wohnung im Neubau können sich im Rathaus melden oder ab Ende des Jahres unter www.joseph-stiftung.de registrieren.

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