Notlage
Was man bei einem psychischen Notfall tun kann
Wenn Menschen verzweifelt sind, brauchen sie schnelle Hilfe
Wenn Menschen verzweifelt sind, brauchen sie schnelle Hilfe
Foto: Peter Steffen/dpa
Maria Löffler von Maria Löffler Fränkischer Tag
Kronach – Wir beantworten die Frage, welche Symptome bei einer Depression eintreten und an welche Stellen sich ein Betroffener wenden kann.

Was genau ist überhaupt eine psychische Krise? Das Informationsportal der Berufsverbände für Psychiatrie, psychische Gesundheit und Nervenerkrankungen gibt Antwort. Demnach ist sie unabhängig von Alter, Beruf, Bildung, Herkunft oder Geschlecht. Auftreten kann sie entweder aus einer Schocksituation heraus, oder sie kann auf eine längere Belastung zurückzuführen sein. Menschen reagieren unterschiedlich auf gewissen Situationen wie Verlust, Enttäuschung oder andere, lebensverändernde Umstände. Dabei weisen Menschen mit vorbestehenden psychischen Erkrankungen oft eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber krisenhaften Anlässen auf.

In einer Krise verliert man das innere Gleichgewicht, gewohnte Verhaltensstrategien greifen nicht oder lösen sich in Luft auf. Der Körper reagiert mit Taubheit, fühlt und denkt nicht wie sonst. Die Betroffenen könnten zerstreut sein, sich im Kreis drehen oder die eigenen Gefühle nicht mehr wahrnehmen. Es kann aber auch das genaue Gegenteil eintreten: Gefühle werden viel zu stark wahrgenommen und sind nur sehr schwer zu kontrollieren. Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit oder Trauer werden übermächtig oder gar bedrohlich.

Auftreten können ganz verschiedene Symptome, jeweils in unterschiedlicher Intensität. Dazu gehören Anspannung, Angst, Aggressivität, Verwirrtheit oder auch eine Verengung der Wahrnehmung bis hin zu Wahn und Halluzinationen. Ein Notfall kann Soforthilfe erforderlich machen, damit er nicht in eine suizidale Krise führt. Hier gibt es die Möglichkeit, einen Notarzt zu rufen, der entsprechende Schritte einleiten kann. Auch an Notfallaufnahmen in psychiatrischen Kliniken kann man sich wenden.

Hilfe muss aber nicht zwangsweise von professioneller Seite kommen. Manche Krisen lassen sich tatsächlich durch die Unterstützung von Vertrauenspersonen überwinden. Auf der Internetseite der Berufsverbände für Neurologen und Psychiater finden sich hilfreiche Tipps, wie man Menschen in einer solchen Situation unterstützen kann. Im besten Fall gelingt es Betroffenen, eigene Kräfte zu aktivieren und zu mobilisieren. Wichtig ist, dass man eine psychisch kranke Person nicht alleine lässt.

Gespräche können helfen, um Unterstützung zu signalisieren und um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

ml

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