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Familienfest und Strandausflug
Küps und Plouay feiern 30 Jahre Freundschaft
Die Reisegruppe auf der Fähre vor der Insel Batz.
Die Reisegruppe auf der Fähre vor der Insel Batz. // Norbert Neugebauer
Signet des Fränkischen Tags von Norbert Neugebauer
Küps/Plouay – Die Gemeinden Küps und Plouay zelebrieren ihre 30 Jahre Partnerschaft. Acht Tage lang waren die Oberfranken deshalb in Frankreich unterwegs. Ein Besuch, der die Bande festigen konnte.

Mit einer Achttagesfahrt unterstrich der Deutsch-Französische Partnerschaftsverein aus Küps seine Freundschaft mit den Bretonen aus Plouay zum 30-jährigen Bestehen der Verbindung. Organisiert vom Vorsitzenden Rudolf Pfadenhauer unternahmen 24 Mitfahrer aus der Marktgemeinde und umliegenden Orten die weite Busfahrt und Teilnehmer zwischen 15 und 77 Jahren reisten in den westlichsten Teil Frankreichs.

Vor Ort erwartete sie ein buntes Ausflugsprogramm und ein offizieller Empfang mit anschließendem Familienfest. Untergebracht waren die Teilnehmer bei privaten Gastgebern, die ebenfalls mehrheitlich schon bei Besuchen Küps und die oberfränkische Region kennengelernt hatten.

Die erste Zwischenübernachtung in Reims konnte mit einem kurzen Stadtbummel verbunden werden. Bei der Ankunft begrüßte der Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan die Teilnehmer, der zur gleichen Zeit mit der Tüschnitzer Feuerwehr in Plouay weilte.

 Kennenlernen und selbst organisierte Ausflüge

Der nächste Tag war dem Kennenlernen und selbst organisierten Ausflügen vorbehalten. An der Südküste lockte das nahe Meer und lud zum Schwimmen bei Lufttemperaturen von über 30 Grad während des gesamten Aufenthalts ein.

Über die Fischereistadt Roscoff ging es am Tag darauf mit der Fähre auf die „Gemüseinsel“ Batz vor der Nordküste Frankreichs. Neben einem sehenswerten Botanischen Garten waren leere Badestrände und ein schmuckes Dorf die Attraktion des kleinen Eilands.

Ins Landesinnere führte die nächste Tour mit den bekannten Ausflugszielen Schloss Josselin und dem „schönsten Dorf“ Rochefort-en-Terre. Der heute noch bewohnte Adelssitz auf einer Felsklippe – von außen abweisend wehrhaft, innen mit einer verspielten Fassade im Lamboyantstil – ist bis heute ein Beweis von Standesbewusstsein. Genauso lohnte jedoch der Ort dahinter zum Bummel, wie auch das Pendant Rochefort am Ende des Ausflugs.

 Empfang des Bürgermeisters

Dazwischen lag der Besuch des Reichs des „Schrottpoeten“ Robert Coudray, der einen großen Garten voller skurriler Baukunstwerke und fantasievoller mechanischer Installationen nahe dem Ort Lizio kreiert hat. Für viele der fränkischen Gäste war dies der Höhepunkt des touristischen Programms, bei dem sie auch von verschiedenen Gastgebern begleitet wurden.

Am letzten Tag lud vormittags die nahe Küstenstadt Lorient zum Einkaufen ein. Auf der Rückfahrt erfuhren die Teilnehmer in einem Kellereibetrieb, wie aus den Äpfeln der Region der berühmte Cidre entsteht.

Zwar offiziell, jedoch auch angesichts der hohen Temperatur durchaus leger, gestaltete sich der Empfang des Bürgermeisters in der städtischen Festhalle.

Tanz und Gesang mit Leierkasten 

Rathauschef Gwenn le May, unterstützt vom bretonischen Partnervereinsvorsitzenden Jean-Jacques Jaffre, hieß Besucher und Gastgeber willkommen. Rudolf Pfadenhauer überreichte ihm das Straßenschild des Küpser „Plouaywegs“. Im Gegenzug durfte er sich über ein Gemälde mit einem Segelmotiv freuen.

Die Familien hatten ein reichhaltiges Buffet angerichtet, fränkisches Bier und französischer Wein passten dazu gleichermaßen. Während Michael Weiß aus der Küpser Vorstandschaft noch abschließend die Reden des Abends übersetzten musste, gab es dann keinerlei Kommunikationsbarrieren mehr. Zu den schwungvollen Klängen eines bretonisches Paares mit seinem Leierkasten sangen und tanzten Gäste und Gastgeber fröhlich zusammen. So freundschaftlich wie die Begegnung vom ersten Kennenlernen an war, so unkompliziert und herzlich endete sie.

Auf dem Heimweg konnten die Reisenden noch einen letzten warmen Abend in Meaux genießen.

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