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Jubiläum in Haig
Gautrachtenwallfahrt: 50 Jahre Tradition gefeiert
Mit Musik zogen die Teilnehmer der Oberfränkischen Gautrachtenwallfahrt durch den Ort.
Mit Musik zogen die Teilnehmer der Oberfränkischen Gautrachtenwallfahrt durch den Ort. // Karl-Heinz Hofmann
Signet des Fränkischen Tags von Karl-Heinz Hofmann
Haig – Die oberfränkische Gautrachtenwallfahrt führte anlässlich des 50. Jubiläums der „Haache Stöckraache“ nach Haig. Dort hielt Domkapitular Thomas Teuchgräber einen beeindruckenden Gottesdienst.

Eine imposante Oberfränkische Gautrachtenwallfahrt ging dem Festgottesdienst anlässlich der 50-Jahr-Feier der „Haache Stöckraache“ voraus. Angeführt von Domkapitular, Stadtpfarrer und Ekan von Forchheim, Thomas Teuchgräber und den „Haache Volksmusikanten“, zogen hunderte von Trachtlern aus Oberfranken mit Vereinen aus Stockheim und Haig vom Festplatz in Haig über die Flur um Haig zur Kirche St. Anna.

Domkapitular Thomas Teuchgräber hält Festpredigt

Sie hatten am Sonntagfrüh schon ein paar Kilometer einer beeindruckenden Prozession mit Gebet, Musik und Gesang, hinter sich, als sie das Gotteshaus zum Festgottesdienst betraten. Domkapitular Thomas Teuchgräber bezeichnete die Wallfahrt in seiner Festpredigt an diesem Dreifaltigkeitssonntag als gutes Zeichen für einen dreifachen Festtag. „Wir feiern zusammen Gott, der eine Gemeinschaft aus Vater, Sohn und Heiligen Geist ist und einen göttlichen Dreiklang darstellt. So wie ein wunderbarer Dreiklang wirkt auch der Festtag in Haig im Frankenwald.“

Ein stattlicher Festzug führte die Gautrachtenwallfahrt Oberfranken zum Gotteshaus St. Anna Haig.
Ein stattlicher Festzug führte die Gautrachtenwallfahrt Oberfranken zum Gotteshaus St. Anna Haig. // Karl-Heinz Hofmann

Die Gautrachtenwallfahrt sei hierzu ein großartiges Zeichen des Glaubens und der lebendigen Gemeinschaft, die über Ortsgrenzen hinweg zusammenführe. Das 50. Jubiläum der „Haache Stöckraache“ sei der zweite Ton zum Dreiklang mit fünf Jahrzehnten bodenständigem unverwechselbarem Gesang, der die Menschen erfreue und Gott die Ehre erweise.

Thomas Teuchgräber: „Wer singt betet doppelt“

Das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit sei der dritte Ton, der zum harmonischen Dreiklang führe und der die Kirchengemeinden mit Gottes Segen erfülle. So entstehe Heimat in Harmonie.

Der Prediger und Zelebrant des Festgottesdiensts war viele Jahre Stadtpfarrer in Kronach und ging in seinen Gratulationsworten an den Jubelverein auch auf die beeindruckende Wegstrecke ein. Bei weit über 800 Veranstaltungen habe die Gesangsgruppe die Herzen der Menschen erreicht und berührt. „Wer singt betet doppelt“, sagte er, und die Jubilare hätten in den vergangenen 50 Jahren unzählige doppelte Gebete gen Himmel geschickt. Sie besängen in ihren Liedtexten die Schönheit der Schöpfung, den Humor des Alltags und eben auch das Fundament christlichen Lebens.

„Haache Volksmusikanten“ führen Festumzug an 

Der Wunsch des Domkapitulars für die „Haache“ und den Trachtengauverband Oberfranken: „Gebt mit Singen und Brauchtumspflege ein frohes Glaubenszeugnis und bleibt weiter verwurzelt im Glauben und setzt mit der Tracht ein Zeichen gegen Entmenschlichung!“

Es gab viel Beifall für diese ansprechende und berührende Predigt. Der Gottesdienst wurde musikalisch von den „Haache Stöckraache“ und von der Singgemeinschaft Weißenbrunn/Haig, unter Leitung und Orgelbegleitung von Thomas Dettsch umrahmt. Die „Haache Volksmusikanten“ führten anschließend den Festzug von der Kirche zum Festzelt an, wo sich ein Frühschoppen, zugleich Ausklang der drei gelungenen Festtage, an schloss.

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