Was für ein herzerfrischender Anblick: Die Kirchweih-Gesellschaft, die reizenden Kerwa-Maala mit ihren selbst gebundenen Blumenkränzen im Haar und in schicken Dirndln sowie die feschen jungen Burschen, adrett in Schwarz-Weiß und mit passendem Hut auf dem Kopf – all das gab ein wunderbares Bild ab, als sie alle bei leider durchwachsenem Wetter mit Tanz und Musik von Haus zu Haus zogen.
Mit den Kerwa-Schlachtruf durch Lahm
Bereitwillig wurden ihnen – nach ihrem gewohnt lautstark angestimmten Kerwa-Schlachtruf „Wer hot Kerwa? Mir hom Kerwa!“ – zahlreiche Türen geöffnet. Auch einem Tänzchen unter Ziehharmonika-Klängen von Musikus Marcel Mager waren viele Ortsbürger nicht abgeneigt.
Für die entsprechende „Betriebstemperatur“ beim feucht-fröhlichen Dorfrundgang sorgte der eine oder andere gute Schluck aus dem reichhaltig bestückten Kerwa-Wagen, den die traditionsbewussten, jungen Leute mit sich durch den Ort führten. Am Abend sorgte die Band „Revolution“ beim Kirchweihtanz im Jugendheim für ausgelassene Stimmung bis in die Morgenstunden.
Auch Erntedank wurde gefeiert
Unter den Klängen des Musikvereins Hesselbach zog man am folgenden Tag bei herbstlichem Wetter mit einer Kirchenparade und einem Erntezug in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein. Der Ernte-Altar wurde, wie bereits in den vergangenen Jahren, von den Frauen des Pfarrgemeinderats sowie von den Jungen und Mädchen der Kinderkirche gestaltet.
Ein fröhliches Stelldichein gaben sich dabei harmonisch in einem Wagenrad angeordnete Elemente der Schöpfung – verschiedenes Obst, Gemüse und Nüsse aus dem heimischen Garten oder der freien Natur, getrocknetes Getreide, gelbleuchtende Sonnenblumen sowie Honig. Nicht fehlen durften ein Kirchweih-Brot und eine kunstvoll gebundene Erntedank-Krone.
Die Kinderkirche mit den Mädchen und Jungen aus Lahm und Hesselbach gestaltete den Gottesdienst mit. Zelebriert wurde der Erntedankgottesdienst von Pfarrer Sven Raube.
Traditionell intonierte der Musikverein Hesselbach unter Leitung von Ralf Welsch im Anschluss noch einige Kerwa-Stücke auf dem Kirchplatz. Am späten Nachmittag luden die Musikerinnen und Musiker zum Standkonzert in Verbindung mit einem Dämmerschoppen und einem Imbiss beim Dorfgemeinschaftshaus in Hesselbach ein. Einen Tag später wurde die Kerwa dann beim Ausklang im Jugendheim feierlich „begraben“.















