Flair, Charme, Gemütlichkeit - die neuen Räume in der Kulmbacher Straße 7a, in die der Blueberry Hill Pub einzieht, erfüllen all diese Kriterien. Zwar sind die Räumlichkeiten im ehemaligen Hotel Bauer aktuell noch eine Baustelle, aber das soll sich bis November dieses Jahres ändern.
Nicole und Andreas Pradella, die den Pub führen, stehen mit leuchtenden Augen im künftigen Hauptgastraum. Sie lassen ihre Blicke schweifen, und was sie sehen gefällt ihnen. Eigentlich könnten die dunkel getäfelte Holzdecke und die Wandverkleidungen wirken, als seien sie aus der Zeit gefallen, aber das tun sie nicht. Sie sind eher wie eine Umarmung, die Gäste gern willkommen heißt. In den Köpfen der beiden Gastronomen läuft gerade ein Film ab, das merkt man ihnen an. Nicole Pradella bestätigt es prompt: "Das wird so mega, das wird toll. Unsere Gäste werden sich hier wohlfühlen."
Begleiten Sie uns auf einen ersten Streifzug durch die neuen Räume des Blueberry Hill
Wollen wir aber die Geschichte von Anfang an erzählen, dann muss man eigentlich bei der Kündigung anfangen, die das Gastronomen-Ehepaar vom neuen Eigentümer ihrer aktuellen Räume am Melchior-Otto-Platz erhalten hat. "Der Vermieter wollte einen hundertprozentigen Aufschlag auf die Miete, und selbst nach zwei Wasserschäden wollte er sich auch nicht an der Reparatur beteiligen. Das wurde uns dann zuviel", blickt Andreas Pradella noch ein letztes Mal zurück. Denn legt sich ein freudiger Ausdruck auf sein Gesicht. "Wer weiß, wozu das gut war."
Im ehemaligen Hotel Bauer kehrt nun wieder gastronomisches Leben ein
Das Ehepaar sah sich nach Alternativen um. Die beiden hatten den Rückhalt ihrer Gäste, die sie als Gastgeber nicht verlieren wollten. Doch eine Zeit lang schien es wie verhext, bestätigen sie. "Da war einfach nichts Passendes dabei." Und dann kam plötzlich das LCC-Kommunalunternehmen (KU) ins Spiel. Stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender Bernd Liebhardt klärt auf: "Wir haben von der Notlage erfahren und überlegt, wie wir helfen können. Da uns das ehemalige Hotel Bauer schon gehört, dachten wir, es wäre eine gute Idee, wenn hier wieder gastronomisches Leben eingekehrt."
Neben ihm steht die Vorständin des LCC-KU, Gabriele Riedel, und nickt. "Ja, wir freuen uns über diese Fügung und wollen das Projekt natürlich bestmöglich unterstützen." Das heißt? Bernd Liebhardt erklärt: "Wir installieren unter anderem eine neue Heizung und verlegen den Strom." Unterstützt werden die Pradellas dabei auch von Matthias Wagner (Produktmanager Immobilien des LCC-KU). Er soll dafür sorgen, dass die Bauarbeiten reibungslos ablaufen.
Es ist noch ein gutes Stück Arbeit, bis hier das erste Bier aus dem Zapfhahn fließt und die erste Live-Band für Stimmung sorgt. Doch die Pradellas haben wenig Bedenken, dass sie es bis November schaffen.
"Wir bekommen so viel Unterstützung, vor allem auch durch unsere Stammgäste und Freunde - das wird." Bis dahin müssen Fußböden abgeschliffen sowie Wände verputzt und gestrichen werden. Ein Fenster muss raus und woanders wieder rein, ein Stück Wand soll weichen. So soll in zwei Gasträume Gemütlichkeit und Geselligkeit einkehren. "Genau hier soll die Theke hin." Nicole Pradella zeichnet mit einer entsprechenden Geste die Umrisse auf den Boden. Dann dreht sie sich um und zeigt auf eine kleine Ecke, die versteckt hinter einer kurzen Wand liegt. "Diese Wand soll weg, hier kommen Barhocker hin."
"Eine belebte Gegend dient auch der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger"
Neben dem Hauptgastraum soll ein weiterer Gastraum entstehen, kleiner, aber nicht weniger gemütlich. "Hier kommt eine kleine Bühne hin für unsere Live-Musiker." Der Raum wirkt jetzt schon einladend. Auch hier lässt die dunkel getäfelte Holzdecke den Blick nach oben wandern. "Die bleibt auf jeden Fall erhalten", bekräftigt die Gastronomin. Die Vorhänge mit Blumenmuster wird wohl ein anderes Schicksal ereilen, vermuten Gabriele Riedel und Bernd Liebhardt schmunzelnd.
Doch dann wird Bernd Liebhardt wieder ernst. Sein Blick wandert aus dem Fenster direkt auf die Kulmbacher Straße. Es ist gut, wenn eine Gegend belebt wird. Das dient auch der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger."
"Es hält eine Stadt jung, wenn junge Menschen sich hier aufhalten"
Die Begeisterung der Pradellas jedenfalls ist mit den Händen greifbar, denn sie freuen sich, dass sie bald wieder mitten im Herzen der Stadt für ihre Gäste da sein können. Zentral, kurze Wege und vor allem auch für Studierende gut erreichbar. Das sind Kriterien, die auch Bernd Liebhardt gefallen. "Unser Auftrag ist die Regionalentwicklung. Kronach soll eine Hochschulstadt werden mit entsprechenden Angeboten. Es hält die Stadt jung, wenn sich junge Menschen hier aufhalten."



































