Die freiwilligen Feuerwehren sind aus den Gemeinden und Kleinstädten nicht wegzudenken. Sie garantieren unter anderem den Feuerschutz und sichern viele Veranstaltungen ab. Respekt und Anerkennung haben sie sich dafür verdient - auch wenn das in den heutigen Zeiten oftmals zu wünschen übriglässt. Das war in Neuengrün jedoch anders, stand im Frankenwalddorf doch alles im Zeichen des 150. Jubiläums der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.
Eine Parade mit der Blasmusik Neuengrün/Schlegelshaid vorneweg bewegte sich vom Feuerwehrhaus zur Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, wo der Festgottesdienst mit Pfarrer Richard Reis stattfand. „Gott sei Dank gibt es euch und die anderen Rettungsdienste“, sagte Reis und lobte das ehrenamtliche Engagement der Männer und Frauen.
Ein Festzug zieht durch Neuengrün
Dann zog man mit einem kleinen Festzug durchs Dorf zum Festzelt am Jugendheim, wobei sich befreundete Feuerwehren anschlossen. Den Frühschoppen umrahmte die Blasmusik Neuengrün/Schlegelshaid.
Vorsitzender Stefan Schütz begrüßte zum Festkommers aus der Politik Landrat Klaus Löffler und MdB Jonas Geissler sowie Bürgermeister und Schirmherrn Jens Korn aus Wallenfels und Bürgermeister Sven Schuster aus Steinwiesen. Von der Kreisbrandinspektion kamen Kreisbrandrat Frank Fischer, Kreisbrandinspektor Markus Wachter und Kreisbrandmeister Ronny Reuther. Die Feuerwehren des Stadtgebietes Wallenfels und befreundete Feuerwehren erwiesen dem Jubelverein ebenfalls die Ehre.
Wie Schütz ausführte, besteht die Feuerwehr Neuengrün aus Aktiven aus den fünf Orten Neuengrün, Schlegelshaid, Wellesmühle, Wellesberg und Schindelthal. Gemeinsam stehen sie seit Generationen füreinander ein. Schütz betonte, dass er sehr stolz auf seine Mannschaft sei, besonders auch auf die Frauengruppe und die Jugendlichen. „Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt, dafür stehen wir“, so der Vorsitzende.
Bürgermeister Jens Korn ist stolz auf die Feuerwehr
Jens Korn war stolz auf „seine Neuengrüner“ und erinnerte daran, dass vor 150 Jahren Eigeninitiative und Bürgersinn gefragt waren. Seit dieser Zeit tun die Feuerwehren mehr als ihre Pflicht, genau wie die Jubelwehr aus Neuengrün, die mit 27 Aktiven gut dasteht, mit einer guten Führung und einem tollen Feuerwehrverein, wie Korn feststellte. Um die Zukunft mache er sich keine Sorgen, sagte er. Viele junge Aktive lebten das weiter, wofür die Feuerwehr seit 150 Jahren stehe: Kameradschaft und Zusammenhalt.
Jonas Geissler erinnerte daran, dass es die Freiwilligkeit bei den Feuerwehren außer in Bayern nur noch in zwei anderen Bundesländern gebe. Im Namen des Landkreises dankte Landrat Klaus Löffler der Wehr aus Neuengrün für ihr großes Engagement. Verlässlichkeit, Mut, Optimismus und der unbändige Wille zu helfen, zählten auch heute noch.
Bereits am Vortag war Party angesagt. „Horchamoll“ heizte musikalisch ein. Außerdem kamen die Kinder beim Familientag auf ihre Kosten.












