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Preisspirale dreht sich erneut
Gefährdet Kronacher Bierpreiserhöhung Besucherzahlen?
Auch in diesem Jahr steigt der Bierpreis auf dem Kronacher Freischießen
Auch in diesem Jahr steigt der Bierpreis auf dem Kronacher Freischießen // Sonny Adam
Kronach – Kronach steht vor einer Herausforderung: Die steigenden Bierpreise könnten für Besucherrückgang sorgen. Zumindest Schützenmeister Jörg Schnitzler hat Bedenken.

"Für uns ist es eine kritische Situation", meint Schützenmeister Jörg Schnitzler und bezieht sich damit auf die gestiegenen Bierpreise am Kronacher Freischießen 2025. Und er erklärt auch gleich, was daran so kritisch ist: "Ich habe einfach Angst, dass wir einen Punkt erreichen, an dem wir die Spanne überziehen."

"Gampert wollte höher gehen, Kaiserhöfer hat gebremst"

"Die Spanne" - gemeint sei damit eine rote Linie, die es unmöglich mache, mit Preisen wieder herunterzugehen, falls die Besucherzahlen massiv einbrechen. "Und dann hat keiner was gewonnen." Deshalb erinnern wir uns kurz zurück: 2024 stieg der Preis für die Maß von 9,70 Euro auf 10,90 Euro. Das war immerhin ein Preissprung von 1,20 Euro pro Liter Schützenbier. Dagegen sei die Erhöhung von 30 Cent in diesem Jahr moderat, wie er sich ausdrückt und schiebt nach: Die Gampert-Brauerei wollte noch höher gehen, Ulrich Kaiser von der Kaiserhofbrauerei hat gebremst. Mir wäre es am liebsten gewesen, die Preise einfach so zu lassen." Doch auch Schnitzler gibt zu, dass die entsprechenden Kostentreiber ja irgendwo wieder hereingeholt werden müssten. Und im Vergleich mit umliegenden Festen, so meint er, würden die Kronacher Bierpreise noch sehr gut abschneiden.

Jörg Schnitzler ist erleichtert über eine "moderate Erhöhung" der Bierpreise am Freischießen

11,20 Euro kostet die Maß Schützenbier in diesem Jahr und Schuld an der Erhöhung sind  - neben gestiegenen Personal- und Energiekosten - auch die zu ergreifenden Sicherheitsmaßnahmen. Die Festwirte und auch die Schützengesellschaft erarbeiten derzeit ein Konzept, damit sich Besucherinnen und Besucher sicher und gut aufgehoben fühlen. Daneben seien auch die Rohstoff-Einstandspreise gestiegen, so Schnitzler. Uli Kaiser jedenfalls blickt gelassen auf das kommende Freischießen, freut sich sogar darauf. "Wir sind wie eine Familie. Da freut man sich doch, alle  mal wiederzusehen." 


Drei Fragen, drei Antworten an Christian Höfner (Gampert-Bräu) und Ulrich Kaiser (Brauerei Kaiserhof)

Wird das Schützenbier 2025 wieder ein besonderes Bier und wodurch zeichnet es sich aus?

Ulrich Kaiser: "Das hängt auch von den Rohstoffen ab, vom Malz beispielsweise. Aber ich habe gehört, dass unser Schützenbier Spitzenklasse sein soll."

Christian Höfner: "Es ist wie jedes Jahr ein wichtiges Bier und wird somit besonders eingebraut. Ein guter Hopfen ist wichtig. Unser Schützenbier wird vollmundig und traditionell."

Werfen wir doch noch einmal einen Blick auf den Umsatz des letzten Jahres. Wie zufrieden waren Sie?

Ulrich Kaiser: "Sehr. Wir bewegten uns auf dem Niveau von 2019, waren also im oberen Bereich unterwegs."

Christian Höfner: "Unser Bierumsatz ist letztes Jahr etwas eingebrochen. Das lag vor allem am heißen Wetter."

Wird es im musikalischen Bereich Veränderungen geben?

Ulrich Kaiser: "Wir müssen nur noch kleinere Lücken schließen, da es mit "Radspitz" terminlich leider nicht geklappt hat. Aber wir haben natürlich adäquaten Ersatz."

Christian Höfner: "Das Musikprogramm wird auf jeden Fall anders laufen als im letzten Jahr."


 

 

 

 

 

 

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