Rund 600 Läufer, 5000 Besucher und ein herrlicher Altweiber-Sommertag – das waren die Zutaten des 24. „Run of hope – Der Lauf der Hoffnung“. Viele Attraktionen wurden auf dem Landesgartenschaugelände in Kronach geboten, dazu gehörten ein reichhaltiges Bühnenprogramm mit verschiedenen Künstlern, Orchestern, Tanz- und Turngruppen aus der Region, eine Tombola mit attraktiven Preisen, Mal- und Bastelecken für Kinder, eine Gesundheitsmeile und vieles mehr.
Lauf in Kronach vermittelt Hoffnung
Ein Highlight waren am Abend das Feuerwerk und die Lasershow. Zudem wurde die Arbeit des ausrichtenden Vereins „Gemeinsam gegen Krebs“ mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro aus dem Projekt „Leuchtturm Mensch“ von der Koinor Horst Müller Stiftung aus Michelau honoriert. Vorgeschlagen hatte dies der ehemalige Vorsitzende von „Kronach Creativ“, Rainer Kober.
Seit nunmehr 24 Jahren weckt der „Run of Hope“ den Gemeinschaftsgeist der Generationen und vermittelt Gespräche zwischen erkrankten und gesunden Menschen. Menschlichkeit und Hoffnung, den Krebs zu thematisieren, nicht allein zu sein mit diesem schweren Schicksalsschlag, das war die Intention, als der „Run of Hope“ ins Leben gerufen wurde. Die Idee kam nach der Jahrtausendwende während eines Kongresses in Chicago, erzählt die Vorsitzende des Vereins, Martina Stauch. Damals sei sie mit einem „Garden of hope“ in Berührung gekommen.
Gemeinsam mit ihren Mitgliedern gehe es ihr um Hoffnung, Austausch und Aufklärung. Sie wies darauf hin, dass jedes Jahr in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs erkranken. Ende der 90er Jahre habe die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate über alle Krebsarten hinweg bei rund 50 Prozent gelegen – mittlerweile seien es etwa 70 Prozent. Die Chance hänge sehr von der Tumorart ab.
Ihr sei es auch ein Herzensanliegen, bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für Prävention zu schaffen. Denn rund 50 Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich durch eine gesunde Lebensweise und gezielte Vorsorge vermeiden. Dazu zählten Bewegung, soziale Kontakte, Gemeinschaft, gesunde Ernährung, die Psyche und Atmung.
Seit dem Jahr 1979 arbeitet Martin Stauch als Ärztin und in der Onkologie. Sie hat viele Schicksale ihrer Patienten miterlebt. Ihr Glaube sei es, der ihr immer Halt gegeben habe, sagt sie. Stolz ist die 72-Jährige auf ihren mittlerweile 250 Mitglieder zählenden Verein „Gemeinsam gegen Krebs“, auf ihr großartiges Team, auf ihre Helfer und auf die Teilnehmer. Alle Generationen – von zwei bis 90 Jahren – nähmen am Lauf teil, freute sie sich vor Beginn des Laufs.
Mit als Helfer dabei war auch Vorsitzender Jörg Schnappauf mit seiner Turnerschaft Kronach. Für ihn sei es eine Ehre, trage der „Run of hope“ doch zur Gesundheitsförderung bei. Unter den Teilnehmern war unter anderem auch eine größere Gruppe aus Coburg und ein Teil der Belegschaft von Valeo mit ihren Familien.
Ein Bewusstsein für Prävention schaffen
„Was Ihr in 24 Jahren auf die Beine gestellt habt, ist phänomenal!“, lobte Bürgermeisterin Angela Hoffmann (CSU). Beim „Run of hope“ begegneten sich Menschen – und dieser Lauf steigere das Wohlbefinden.
Für den Stellvertreter des Landrats, Bernd Liebhardt (CSU), ist der „Run of hope“ ein Zeichen der Hoffnung, des Zusammenhalts und der Mitmenschlichkeit. Ein Bewusstsein bei den Menschen für Krebsprävention zu schaffen, hielt er für äußerst wichtig.
„Krebs ist eine Geißel der Menschheit“, so MdB Jonas Geißler (CSU). Mit dieser Veranstaltung werde unter anderem Hoffnung auf Heilung signalisiert.
Per Video wurde die Schirmherrin, die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU), eingeblendet. Sie würdigte die Arbeit der Mitglieder des Vereins „Gemeinsam gegen Krebs“. Den kirchlichen Segen gaben Pastoralreferentin Brigitta Staufer und ihr evangelischer Kollege Diakon Matthias Bär. Moderiert wurde die Veranstaltung von Thomas Auer von Radio Eins.















